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Hausärzte wollen aus gesetzlicher Versicherung

Den Hausärzten reicht die schlechte Bezahlung –sie wollen aus dem bestehenden System aussteigen.

Die Hausärzte beraten am Mittwoch um 16 Uhr in Nürnberg über ihren gemeinsamen Ausstieg aus dem System der gesetzlichen Krankenversicherung. Mit der kollektiven Rückgabe ihrer Zulassung wollen die Allgemeinmediziner im Freistaat gegen eine ihrer Ansicht nach überbordende Bürokratie und zu niedrige Honorare vorgehen.

Der Ausstieg kann nach Angaben der AOK Bayern frühestens zum 1. Juli 2008 wirksam werden. Zunächst geben die Hausärzte eine Verpflichtungserklärung bei einem Notar ab. Erst wenn in einem der sieben Regierungsbezirke eine Mehrheit von 70 Prozent gesichert ist, wollen die Ärzte tatsächlich ernst machen.

Hausärzte, die ihre Zulassung zurückgeben, können dann nur noch privat mit ihren Patienten abrechnen. Die AOK wies darauf hin, dass die Krankenkassen die Kosten der Behandlung nicht erstatten dürfen. Die Versorgung der Patienten könne aber durch die im System verbliebenen Ärzte sichergestellt werden, für die dann auch mehr Geld zur Verfügung stünde. Zudem könnten die Krankenhäuser für die ambulante ärztliche Versorgung geöffnet werden.

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