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Himbeeren im Christbaumwald

  • Wenn Papa Lorenz Schön in der Christbaumplantage arbeitet, ist Philipp stets dabei. Fotos: Baumer
  • Philipp liebt die Himbeeren, wie sein Vater: Lorenz Schön besitzt diese Stauden seit seiner Kindheit, wo er mit seinen sechs Geschwistern oft um die leckeren Früchte gestritten hat, wie er erzählt.
  • Inna Schön verkauft ihre Produkte auch direkt ab Hof.

Schönficht. Immer, wenn Landwirt Lorenz Schön nach seiner Christbaumkultur schaut, nascht er die eine oder andere Himbeere. Die reifen Früchte fallen dem Landwirt quasi in den Mund. Natürlich schmecken diese auch Sohnemann Philipp, fünf Jahre jung. Um an die Köstlichkeiten zu kommen, lässt er sich von seinem Vater hochheben. Mutter Inna Schön hat nichts dagegen. Alles, was in ihrem Garten hinter der Scheune wächst, ist biologisch und gesund.

Die Familie Schön baut aber nicht nur Himbeeren zum Pflücken an. Inna Schön verarbeitete Gemüse- und Kräutersorten zu Soßen oder Pesto. Auf dem Feld stehen niedrigstämmige Obstbäume mit Früchten wie Nashi-Birnen, es gibt Kiwis, Brombeeren und mindestens zehn verschiedene Tomatensorten, darunter auch russische. Die Familie Schön wohnt in einem kleinen Paradies.

Bis November

„Himbeeren können bis November geerntet werden“, erklärt Lorenz Schön. Doch damit nicht genug: Wer in Schönficht Himbeeren pflückt, kann sich gleichzeitig seinen Christbaum aussuchen – die Himbeersträucher wachsen in der Christbaumkultur. Lorenz Schön kennzeichnet das ausgewählte Bäumchen schon jetzt auf Wunsch mit einem Bändchen. „Man muss es dann an Weihnachten nur noch abholen“, schmunzelt er.

Frischer geht es nicht – wie bei den Himbeeren. „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen?“ – Die 42-jährige Inna Schön lacht. Die schönsten Früchte bekommen ihre Kunden zum Selbstpflücken, oder sie vertreibt sie über Direktanbieter. Die Reste verarbeitet die gelernte Köchin in Gourmet-Produkte wie Himbeeressig, Sirup oder Brotaufstrich. Was Inna Schön in Gläser abfüllt, ist heiß begehrt: Auf der Landesgartenschau Tirschenreuth gingen ihre Produkte weg wie die warmen Semmeln.

Ehemann Lorenz gerät ins Schwärmen, wenn er an das leckere Bärlauch-Pesto seiner Frau denkt. „Jetzt haben wir eine Bestellung von 30 Gläsern Pesto“, erzählt Lorenz Schön. Er ist sehr stolz auf seine Frau und ihre Kochkünste. Die frischen Himbeeren findet man auch bei Grillmeier im Hofladen Konnersreuth, und sie bereichern die „Landkreiskiste“. „Und unsere ungespritzten Äpfel habe ich 2012 über Anzeigen angeboten. Es kamen sogar Kunden aus Sulzbach-Rosenberg“, erzählt Schön weiter. Dass sein Nebenerwerbsbetrieb kein eingetragener Biobauernhof ist, spielt für ihn keine Rolle. Vielen Kunden ginge es um Regionalität der Produkte, sie hätten auch so Vertrauen, fügt er an.

Mordsappetit

Während Lorenz Schön erzählt, schleppt Philipp im Minutentakt Leckereien über Leckereien an – zum Probieren. Der kleine Bub ist immer dabei, auch wenn der Vater bei jedem Wetter nach den Christbäumen schaut, die sich bestens entwickeln. Das ist nicht immer so, manches Frostjahr hat viele Bäumchen zerstört. Aber Lorenz Schön gibt nicht auf, die Christbaumplantage ist seine Leidenschaft. Lorenz und Inna Schön haben zudem noch viel in Planung: Die Scheune wird umgebaut. Dort findet am 24. November mit dem Kindergarten Regenbogen ein Weihnachtsmarkt mit Direktanbietern und Kunsthandwerkern statt.

Wer sich für Himbeeren und Christbäume interessiert oder als Aussteller auf dem bäuerlichen Weihnachtsmarkt ausstellen möchte, kann sich gerne per Telefon (09637) 452 melden.

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