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Drei Laster kollidierten auf der A3

Ein Auffahrunfall auf der Kiefenholzer Brücke bei Wörth hatte schlimme Folgen: Zwei Schwerverletzte und 750000 Euro Schaden.
Von Walter Schiessl, MZ

Die Autobahn auf der Kiefenholzer Brücke war von Trümmern übersät. Die Lkws wurden total zerstört. Foto: Schiessl
Die Autobahn auf der Kiefenholzer Brücke war von Trümmern übersät. Die Lkws wurden total zerstört. Foto: Schiessl

Wörth.Ein Bild des Grauens war am Mittwoch auf der Kiefenholzer Autobahnbrücke geboten. Dort waren drei schwere Lkws ineinandergekracht. Zwei Lenker erlitten schwere Verletzungen, teilte die Polizei mit. Der Schaden wurde mit 750 000 Euro angegeben. Weil die Fahrbahn in Richtungen Regensburg bis zur Bergung der total demolierten Lkw mehrere Stunden lang gesperrt war, entstand ein bis zu 15 Kilometer langer Stau, die Straßen entlang der Autobahn waren ebenfalls total überlastet.

Anhänger quer auf der Fahrbahn

Auf der A3 ereignete sich ein schwerer Unfall. Foto: Feuerwehr Neutraubling
Auf der A3 ereignete sich ein schwerer Unfall. Foto: Feuerwehr Neutraubling

Der Unfall ereignete sich wenige Kilometer nach einem kleinen Auffahrunfall, an dem drei Autos beteiligt waren, teilte ein Sprecher der Polizei mit. 200 Meter hinter der Anschlussstelle Wörth/Wiesent steuerten die drei Lkw-Lenker ihre Gefährte mit nur geringem Abstand in Richtung Regensburg. Ein 60-jähriger ungarischer Lkw-Fahrer fuhr nach bisherigen Erkenntnissen aus Unachtsamkeit auf einen gerade anhaltenden Sattelzug mit deutscher Zulassung. Ein weiterer 55-jähriger rumänischer Sattelzugfahrer konnte ebenfalls nicht rechtzeitig bremsen und fuhr dem ungarischen Lkw mit Anhänger auf. Daraufhin fiel dieser Anhänger um und blieb quer auf der Autobahn liegen.

In unserem Video sehen Sie die ersten Impressionen des Unfalls:

Schwerer Unfall auf der A3

Alle Lastwagen waren voll beladen, der ungarische Hängerzug mit Matratzen und Möbeln, der deutsche Sattelzug mit Soßen und Gurken und der rumänische Sattelzug mit Aluplatten. Der ungarische und der rumänische Fahrer wurden beide mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei weiter mit. Der deutsche Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Zwei der beteiligten Lkw dürften nach ersten Schätzungen total beschädigt sein. Beim dritten Lkw wurde der Auflieger stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Schutzplanken im Bereich des Unfallorts wurden ebenfalls beidseitig ramponiert. Die Polizei schätzt den Gesamtsachschaden auf 750 000 Euro.

Auf der A3 ereignete sich ein schwerer Unfall. Foto: Feuerwehr Neutraubling
Auf der A3 ereignete sich ein schwerer Unfall. Foto: Feuerwehr Neutraubling

Die Unfallstelle wurde durch die Autobahnmeisterei abgesichert, die Feuerwehren aus Neutraubling und Wörth unterstützten die Polizei und die Sanitäter am Unfallort. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Wörth/Donau-Wiesent in Fahrtrichtung Regensburg während der Vollsperrung der Autobahn ausgeleitet. Drei Bergeunternehmer arbeiteten am Unfallort.

Ausnahmezustand in den Orten

In den Orten entlang der Autobahn herrschte ebenfalls Ausnahmezustand. Viele Pkw- und Lkw-Fahrer hatten die Schnellstraße bei den Ausfahrten Wörth-Ost und Kirchroth verlassen und die Strecke über die Staatsstraßen und Gemeindeverbindungsstraßen und auch über die Bundesstraße 8 ab Straubing zurückgelegt. Aber auch dort ging es oft nur noch im Schritttempo weiter. Beispielsweise stöhnten die Wörther über den starken Verkehr in ihrer engen Straubinger Straße. „Ein Wahnsinn, wie es heute hier zugeht“, stöhnten Passanten, die den Marktplatz überqueren wollten und einige Minuten warten mussten.

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie das in den Sommermonaten erst werden könnte, wenn noch wesentlich mehr Verkehrsteilnehmer unterwegs sein werden und es komme zu einem Unfall, sagten die leidgeprüften Bewohner der Wörther Innenstadt.

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