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Erste Hauptamtliche für Waldmünchens MGH

Kristina Schlaegel ist die neue Projekt Mitarbeiterin im Mehrgenerationenhaus. Junge Familien sind ihr besonders wichtig.
Von Martin Hladik

Kristina Schlaegel (links) wird künftig hauptamtliche Mitarbeiterin im Mehrgenerationenhaus und entlastet damit Susanne Nock (3. v. li.) bei ihren Aufgaben. Der Steuerungsausschuss mit Alois Nock, Hans Ruhland, Martina Mathes und Bürgermeister Markus Ackermann freut sich über diese Aufwertung des Mehrgenerationenhauses. Foto: Hladik
Kristina Schlaegel (links) wird künftig hauptamtliche Mitarbeiterin im Mehrgenerationenhaus und entlastet damit Susanne Nock (3. v. li.) bei ihren Aufgaben. Der Steuerungsausschuss mit Alois Nock, Hans Ruhland, Martina Mathes und Bürgermeister Markus Ackermann freut sich über diese Aufwertung des Mehrgenerationenhauses. Foto: Hladik

Waldmünchen.Das Mehrgenerationenhaus in Waldmünchen bekommt eine Verstärkung. Mit dem heutigen Tag ist Kristina Schlaegel (27) Projekt-Mitarbeiterin auf einer Zehn-Stunden-Basis. Damit kann sich Susanne Nock etwas aus der vordersten Reihe zurücknehmen. Sie bleibt aber weiter ehrenamtliche Projektleiterin. Am Dienstagabend wurde Schlaegel im Rahmen einer Sitzung der Steuerungsgruppe des Mehrgenerationenhauses (MGH) vorgestellt.

Kristina Schlaegel ist gebürtige Waldmünchnerin und stammt aus dem Haus des bekannten Bisserl-Wirts. Sie war bei der KLJB und den Schwimmern in der Jugendarbeit aktiv. Nach dem Abitur am Robert-Schumann-Gymnasium in Cham machte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Jugendbildungsstätte. Für sie eine prägende Erfahrung. Sie entschied statt zu einem Lehrer- zu einem Pädagogikstudium in Bamberg. Nach ihrem Abschluss war sie zunächst für die Koordination der Freiwilligendienste beim BRK in Würzburg tätig.

Arbeit mit Flüchtlingen

Danach kümmerte sie sich um eine Wohngruppe unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge in Waldmünchen. Nach ihrer Elternzeit sei Juni 2016 kehrt sie jetzt in den Beruf zurück. Sie arbeitet 30 Stunden mit jugendlichen Flüchtlingen und zehn Stunden für das MGH. Finanziert wird die neue hauptamtliche Stelle über 30000 Euro aus Bundesmitteln und weiterern 10 000 Euro aus städtischen Mitteln.

Künftig soll es mehr Angebote für Kinder und junge Familien geben. Das ist ein Hauptanliegen von Kristina Schlaegel. Foto: Liegl-Archiv
Künftig soll es mehr Angebote für Kinder und junge Familien geben. Das ist ein Hauptanliegen von Kristina Schlaegel. Foto: Liegl-Archiv

Susanne Nock zeigte sich über die neue Mitarbeiterin sehr erfreut. Es komme jemand, der neue Ideen, und als junge Mutter auch andere Zielgruppen im Blick, habe. Das habe sich schon im Vorgespräch gezeigt. Schlaegel erläuterte später, dass sie vorhabe, die Kinderbetreuung in den Sommerferien mit Workshops neu zu beleben, außerdem seien zusammen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Vorträge für junge Eltern geplant.

Veranstaltungen im MGH

  • 1. Juni:

    14 bis 16 Uhr Spiele-Nachmittag

  • 2. Juni:

    15 bis 17 Uhr Z‘sammg’setzt und g‘sunga

  • 10. Juni:

    9 bis 12 Uhr Modellbahnbau

  • 13. Juni:

    19.30 bis 21 Uhr Selbsthilfegruppe Co-Abhängigkeit

  • 18. Juni:

    16 bis 21 Uhr Auftakt Stodlkino mit Figurentheater, Mitmachprogramm und Filmen.

  • 23. Juni:

    16 bis 18 Uhr Kursstart Tritsicher durchs Leben

  • 24. Juni:

    9 bis 12 Uhr Modellbahnbau

  • 28. Juni:

    19 bis 20 Uhr Vortrag Tierkreiszeichen Krebs

  • 29. Juni:

    14 bis 16 Uhr Spiele-Nachmittag

  • 30. Juni:

    Englische Führung durch das Schloss Bischofteinitz

  • Weitere Angebote:

    Erziehungsberatungsstelle Mittwoch ab 13 Uhr; Caritas Suchtambulanz jeden 4. Donnerstag im Monat, Familien- und Paartherapie nach Vereinbarung.

Susanne Nock freute sich über die „frischen Ideen“ für junge Familien und Berufsstarter. Auch ihre Erfahrung in der Flüchtlingsarbeit werde Schlaegel im MGH einbringen. Nock überreichte Schlaegel zum Start ein T-Shirt des MGH und einen Blumenstrauß in den Hausfarben Blau, Rot und Gelb.

Bürgermeister Markus Ackermann sieht mit Schlaegel die Erfolgsgeschichte des MGH fortgeführt. Martina Mathes ist bei der Steuerungsgruppe des MGH für die Familien zuständig. Aus dieser Sicht freue es sie besonders, dass mit Schlaegel eine junge Mutter flexibel und wohnortnah beschäftigt werde. Zudem sei Schlaegel aus eigner Erfahrung bekannt, welchen Bedarf an Kursen junge Mütter und ihre Kinder haben. Dieses Hintergrundwissen und diese Fachkompetenz seien für das MGH sehr wichtig ergänzte Ackermann.

Zusammenspiel der Kräfte

Susanne Nock (li.) hieß die neue Mitarbeiterin Kristina Schlaegel im Mehrgenerationenhaus willkommen.Foto: ik
Susanne Nock (li.) hieß die neue Mitarbeiterin Kristina Schlaegel im Mehrgenerationenhaus willkommen.Foto: ik

Der Leiter der Jugendbildungsstätte Alois Nock, hob die Rolle seiner Institution hervor. Solche geteilten Jobangebote 30 Stunden bei der Flüchtlingshilfe und zehn Stunden im MGH seien die Chance, die die Jugendbildungsstätte bieten könne. Trotz der hauptberuflichen Tätigkeit sei das Engagement am MGH, aber eine Mehrbelastung für Kristina Schlaegel. Als Einheimische werde es ihr gut gelingen, ihr Netzwerk auch für das MGH zu nutzen. Trotz der jetzt hauptamtlichen Stelle werde im MGH aber weiterhin vieles auf dem Ehrenamt basieren. Das MGH sei für das Ehrenamt in Waldmünchen weiterhin ein Leuchtturmprojekt.

Diesen Faden griff Hans Ruhland von der Stadtverwaltung auf. Er hob die bisherigen ehrenamtlichen Leistungen von Susanne Nock hervor. Sie habe das Mehrgenerationenhaus zu dem gemacht, was es jetzt ist.

In ihrem Schlusswort bedankte sich Kristina Schlaegel für das Vertrauen, dass man ihr entgegenbringe. Sie sehe ihre neue Aufgabe nicht als Mehrbelastung, sondern als Herausforderung. Sie wisse, dass Susanne Nock große Fußstapfen hinterlasse.

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