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Gute Noten für Waldmünchener Messe

Die Macher der Messe sind zufrieden. Familiäre Atmosphäre und regionale Charakter sorgten für das „gewisse Etwas“.
Von Petra Schoplocher

Stets frequentiert und gut besucht, aber nicht überlaufen. Zusammen mit dem „optimalen Wetter“ kratzte die elfte Auflage der Waldmünchener Messe an Superlativen. An vielen Ecken und Enden sorgten die Aussteller mit Aktionen oder Hingucker für Magneten. Foto: Schoplocher
Stets frequentiert und gut besucht, aber nicht überlaufen. Zusammen mit dem „optimalen Wetter“ kratzte die elfte Auflage der Waldmünchener Messe an Superlativen. An vielen Ecken und Enden sorgten die Aussteller mit Aktionen oder Hingucker für Magneten. Foto: Schoplocher

Waldmünchen.Es hat nur eine Frage gegeben, am Wochenende auf der Waldmünchener Messe, die Hans Ruhland bei seinem Standrundgang unangenehm war. Ob es denn im kommenden Jahr schon eine Neuauflage gebe... „Um Himmels Willen“, sei seine gedankliche Antwort gewesen, erzählte der Veranstaltungsorganisator zwei Tage später schon wieder sichtlich entspannt. Und zufrieden, schließlich bedeutet diese Nachfrage doch, dass die Erwartungen der Aussteller offenbar erfüllt wurden. „Wie auch die unseren“, unterstrich Bürgermeister Markus Ackermann. „Wir sind vollauf zufrieden“, bilanzierte er.

Neben dem Wetter, das es gut mit den Waldmünchenern und ihren Gästen meinte, nannte Hans Ruhland ein weiteres Plus: Jeder der Aussteller habe sich bemüht, aktiv und attraktiv zu sein, „dann wird auch die Messe aktiv und attraktiv“.

Ein besonderes Netzwerk

„Rundum zufrieden“. So lässt sich das Fazit von Bürgermeister Markus Ackermann (rechts) und Organisator Hans Ruhland aus. Foto: Schoplocher
„Rundum zufrieden“. So lässt sich das Fazit von Bürgermeister Markus Ackermann (rechts) und Organisator Hans Ruhland aus. Foto: Schoplocher

Erfolgsgarant sei zudem das Netzwerk von Feuerwehr bis Bauhof, von „Waldmünchen aktiv„ bis zum TV, die Hand in Hand arbeiten würden. An Aktionen wie der spontanen Hilfe der Feuerwehr, das Zelt bei dem Freitag-Starkregen trocken zu halten, sehe man das Miteinander, freute er sich. „Das sind die kleinen Dinge, die niemand sieht, aber so wichtig sind“, stellte er heraus. Markus Ackermann schwärmte von dem vielschichtigen Branchenmix, ein Riesenspektrum vom Dienstleister bis zum Handwerker.

Die Angebote vom TV und dem Mehrgenerationenhaus für Kinder hätten großen Anteil daran gehabt, dass die Messe den Stempel familienfreundlich tragen durfte. Auch viele Aussteller hätten versucht, an ihren Ständen etwas für junge Besucher zu bieten, fügte er anerkennend an.

Das war die Waldmünchner Messe 2017

Als hervorragende Idee habe sich der Mobilitätstag unter Federführung des Energievereins Cherkov erwiesen, der „uns einen Boom beschert“ und die Veranstaltung deutlich aufgewertet habe. Die Aussteller jedenfalls seien stets umlagert gewesen und mussten jede Menge Fragen – Vorbehalte inklusive – zum Thema beantworten.

„Ins Gespräch kommen“, galt nicht nur als Motto für die Besucher – Ackermann sprach von einem Bürgertreff. Auch Hans Ruhland versuchte, mit jedem der rund 50 Aussteller (einige nahmen nur am Sonntag teil) persönlich ein paar Worte zu wechseln, um die Stimmung abzugreifen. „Bis auf Kleinigkeiten“, so Ruhlands Fazit, waren alle zufrieden. Um diese Zufriedenheit zu verifizieren („und verbessern kann man auch immer was“), wird er in den kommenden Wochen an die Teilnehmer wieder einen Fragebogen verschicken. Von dessen Ergebnis beziehungsweise den Wünschen der Aussteller wird es auch abhängen, wann die zwölfte Auflage über die Bühne gehen soll.

Fakten rund um die Waldmünchener Messe

  • Rückblick:

    Zum elften Mal hat die Waldmünchener Messe am vergangenen Wochenende stattgefunden. Ihre Anfänge liegen im „Waldmünchener Schaufenster“. Erstmals lagen zwischen den Messen drei Jahre (zuvor waren es zwei).

  • Charakter:

    Das Hauptaugenmerk liegt auf dem regionalen Charakter. Potentielle Anbieter „von weit weg“ würden gar nicht erst angefragt, erklären die „Macher“. Schließlich solle die Messe den Betrieben in der Region dienen.

  • Premiere:

    Erstmals stand der Sonntag unter dem Motto „Mobilität“. Verschiedene Elektrofahrzeuge standen im Mittelpunkt des Interesses. „Die Nachfragen haben gezeigt, dass wir da einen Nerv getroffen haben“, sagte Bürgermeister Markus Ackermann.

  • Aussicht:

    Ob in zwei oder drei Jahren, geplant ist die Neuauflage. In die Entscheidung wann, sind auch die Aussteller einbezogen. (ps)

„Es gibt keinen Grund, die Veranstaltung in Frage zu stellen“, unterstreicht Markus Ackermann, zugleich zugebend, dass es „schon immer schwieriger wird, Aussteller zu finden“. Dies sei nicht zuletzt der guten Konjunktur zuzuschreiben, was ja an sich positiv sei. Die Option, etwaige Rückgänge mit Interessenten aus den Räumen Straubing, Regensburg oder Landshut zu kompensieren, sei keine. „Das würde den Charakter verändern“, hebt das Stadtoberhaupt hervor. Außerdem solle die Messe regional bleiben, „um die Kaufkraft hier zu halten“, fügt er an.

Gut gelaunte Besucher

Der regionale Charakter habe sich auf dem Messegelände in einem kollegialen und nahezu freundschaftlichen Miteinander der Aussteller ausgedrückt, auch die Besucher hätten gute Laune gehabt. „Das brennt sich positiv ins Bewusstsein ein“, weist Markus Ackermann auf einen nicht zu unterschätzenden Punkt hin. Die Niederschwelligkeit der Angebote – wo sonst kommt man lose ins Gespräch über Pflegeleistungen – sah das Stadtoberhaupt als weiteren Pluspunkt. Ohnehin sei das Thema Gesundheit groß gespielt worden, was sehr gut angenommen wurde. Wie auch das Café in der Festhalle oder der Biergarten samt Blasmusik, schwärmte Markus Ackermann gestern noch. „Es war einfach schön.“

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