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In eigener Sache
Samstag, 24. Februar 2018 1

In eigener Sache

Mittelbayerische startet Video-Offensive

Neue Chancen für Leser und Kunden: Mit Video-Team und Hightech-Studio setzt das Medienhaus auf Crossmedia im besten Sinn.
Von Josef Pöllmann, Geschäftsführender Chefredakteur

Ein Blick ins Greenscreen-Studio: Moderatorin Marina Gottschalk interviewt ihren Gesprächspartner vor einer grünen Wand (rechts). Moderne Technik zaubert jeden gewünschten Hintergrund ins Bild (links am Bildschirm). Foto: Sabine Franzl

Regensburg.„We are entering the golden age of video.“ Dieser kurze Satz von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der goldene Video-Zeiten verheißt, klingt wie eine Mahnung an Medienunternehmen, zwei strategische Themen nicht aus den Augen zu verlieren. Erstens: Die Kommunikationsformen der Menschen ändern sich dramatisch und mit ihnen das Verhalten der Nutzer. Deswegen braucht es Video-Inhalte, nach denen viele User heute fast gierig verlangen. Zweitens: Jetzt ist die Gelegenheit, lohnende Erlösmodelle mit Bewegtbild zu generieren. Für Medienhäuser bedeutet das ein kluges Pass-Spiel zwischen unterschiedlichen Kanälen: Website, Social Media, Mediathek, Bildschirme an publikumsträchtigen Orten – natürlich alles unter Zuhilfenahme der großen Print-Reichweite. Crossmedia im besten Sinn also. Das wird die Strategie sein, die aufgeht.

Ein Thema, viele Plattformen

Die Wissenschaft bestätigt: Facebook, YouTube und Co. ersetzen zunehmend das lineare Fernsehen. Wer digital affine Menschen – laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2016 sind das immerhin 83,3 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren – an seine Marke binden will, muss sie vor allem digital ansprechen. Die Zeiten der über Jahre eingeübten eindimensionalen Beschallung mit Inhalten sind vorbei. Heute gilt es, die Menschen mit intelligentem Storytelling auf den unterschiedlichen digitalen Kanälen zu fesseln – Print immer inklusive.

Machen wir jetzt auch noch Fernsehen? Nein, gerade das wollen wir nicht!

Als ich meinen Mitarbeitern die Pläne der Mittelbayerischen Zeitung vorstellte, eine professionelle Video-Einheit in Regensburg inklusive eines Produktions-Dienstleisters sowie Video-Reporter in den Regionen aufzubauen, fragte ein Kollege: Machen wir jetzt auch noch Fernsehen? Nein, gerade das wollen wir nicht! Denn der Trend ist unumkehrbar: Künftig werden immer weniger Leute zu einer vorgegebenen Zeit Beiträge und Sendungen schauen. Ein Medienhaus wie die Mittelbayerische wird Fernsehen also schon allein aus diesem Grund nicht kopieren. Wir werden Bewegtbild für das Smartphone-Zeitalter liefern. Gut gemacht, hält das die Reichweite des Angebots hoch und bringt uns direkt auf die Endgeräte der Nutzer. So wird Mittelbayerische Video für die Menschen zu einem unverzichtbaren Nachrichten- und Unterhaltungspartner.

Lernen Sie hier die Mitglieder unserer Video-Einheit kennen. Wischen Sie dazu auf dem Smartphone von rechts nach links oder klicken Sie in der Desktop-Nutzung auf die Pfeile unter dem Bild.

In der Machart von Beiträgen liegt schließlich auch der entscheidende Unterschied zwischen klassischem Fernsehen und Webvideo. Bei Video-Beiträgen im Netz verhält sich die Dramaturgie genau anders als im herkömmlichen TV-Beitrag. Wer heutzutage im Internet oder auf den sozialen Kanälen punkten will, muss den Nutzer in den ersten drei Sekunden durch ein starkes Bild oder besondere visuelle Momente packen. Und dann nachlegen. Denn bis zu Sekunde zehn soll die Kernbotschaft des Beitrags erzählt sein. Anschließend kann der Reporter weitere Fakten liefern, die die Hauptnachricht detaillierter erklären, ausdifferenzieren oder auch einordnen.

Unsere Bildergalerie zeigt, wie es im neuen Greenscreen-Studio der Mittelbayerischen aussieht:

Video-Offensive: Das Hightech-Studio der MZ

Dieses intelligente Storytelling ist die halbe Miete, damit das Webvideo beim Publikum ankommt. Aber eben nur die halbe Miete. Für die restlichen 50 Prozent ist Folgendes entscheidend: Beiträge müssen im Netz ohne Ton überzeugen; das gelingt durch den Einbau von Untertiteln. Ein weiterer Punkt: Videos werden in der Regel auf dem Smartphone geguckt. Doch wer mag es schon dauernd drehen, um ein querformatiges Video anzuschauen? Quadrat- und Hochformate sind also angesagt. Zum Schluss ist es ein Erfolgsfaktor, dem Nutzer eine Interaktion anzubieten, beispielsweise also redaktionelle Kommentare mit Nutzern auf Facebook live zu diskutieren. Diese Nutzerbindung ist auch in regionalen Märkten nachgefragt.

Redakteure werden Marken

Sebastian Böhm, Marina Gottschalk, Phlipp Froschhammer, Evi Reiter und André Baumgarten gehören zur Video-Einheit in Regensburg. Foto: Sabine Franzl

Seien wir ehrlich: Was so einfach klingt, ist im Redaktionsalltag oft eine Herausforderung. Das Schlagwort von der eierlegenden Wollmilchsau wird gerne bemüht. Denn längst nicht alle Mitarbeiter in deutschen Redaktionsstuben sind multimedial unterwegs. Oft sind ihnen Block und Stift angenehmere Begleiter als das Smartphone, mit dem man zwar fotografieren, filmen, Audio-Aufnahmen machen oder live von einem Unglücksort berichten könnte. Aber trotz aller Widrigkeiten schmeichelt es Redakteuren, wenn ihre Video-Beiträge später durch eine gute Promo in den sozialen Netzwerken an Reichweite gewinnen.

Mittelbayerische Video – wir stellen uns vor!

Martin Heller ist einer der Webvideo-Gurus in Deutschland. Er hat sich als Head of Video Innovation bei der Welt/N24-Gruppe einen Namen gemacht. Heller kennt die Geschichten aus den Tageszeitungsredaktionen, lässt sich aber nicht beirren: „Die gesamte Redaktion muss Video denken und machen. Um Geschichten in einem Video zu erzählen, brauchen wir die Kompetenz der gesamten Redaktion.“

Video sei entgegen aller Behauptungen längst keine „Monsteraufgabe“ mehr, sagt Heller. Die Kollegen sollten einfach anfangen und sich ausprobieren. Und natürlich inhaltlich Journalisten bleiben und die entscheidenden Fragen stellen. Das Smartphone hält Martin Heller für ein einfaches und super geeignetes Mittel, um problemlos zu drehen, Interviews zu machen und Nachrichten abzusetzen, die schnell ins Netz müssen. „Manchmal bereichern wenige entscheidende Video-Szenen mit packenden und emotionalen Bildern eine große Reporter-Geschichte enorm.“

Die Reporter der Mittelbayerischen berichten auch vor der Kamera. Foto: Sabine Franzl

Zurück in die Redaktionsstuben. Ein Reporter, der vom Text über das Foto bis hin zum Video alles liefert: Geht das überhaupt? Es geht, und es ist beileibe keine Frage des Alters, wie vorschnell behauptet wird. Wer sein erstes erfolgreiches Webvideo gedreht oder live von einem Einsatzort berichtet hat, wird voller Begeisterung sein. Und er wird sich das Argument, dass mobile und multimediale Reporter Goldstücke einer Redaktion sind, schnell zu eigen machen. Ab diesem Zeitpunkt ist er nämlich selbst eine Reporter-Marke im besten Sinn.

In unserer Mediathek bekommen Sie einen Überblick über tagesaktuelle Nachrichten und unsere neuen Formate.

Schwierig ist die Aufgabe derer, die die Webvideos anschließend auf den richtigen Kanälen platzieren müssen. Auch hier gibt es einen deutlichen Unterschied zum Fernsehen: Es reicht nicht, nur einen Clip zu produzieren. „One fits all“ – dieser Leitsatz gilt in digitalen Zeiten nicht. Hier ist Wissen über die Bedürfnisse der Nutzer und über die unterschiedlichen Nutzungssituationen gefragt: Möglicherweise reicht dem einen der Nachrichten-Snack am Mittag. Der andere will vielleicht abends ausführlichere Hintergrund-Videos. Der eine mag Videos lieber auf Facebook oder YouTube schauen, der andere will sich in der Mediathek tummeln. Und wieder einem anderen reicht es, wenn das Video in einen Text eingebettet ist. Ein Dschungel von Möglichkeiten, der von Content- und Traffic-Experten in der Redaktion richtig entwirrt werden will.

Crossmedia aus einer Hand

  • Kontakt für Kunden:

    In Sachen Emotion und Storytelling ist Video unschlagbar, wenn es Firmen um ihre Markenbekanntheit, um das Vertrauen der Kunden, um eine Image-Verbesserung oder um Content-Marketing ganz allgemein geht. Davon ist Christina von Frankenberg , Verkaufsleiterin Digital bei der Mittelbayerischen Werbegesellschaft (MWG), überzeugt. Sie kam vor mittlerweile drei Jahren als erste Online-Spezialistin zum Medienhaus. Seither betreut sie regionale Kunden für alle digitalen Produkte des Hauses.

  • Unsere Stärke:

    Seit Dezember verantwortet von Frankenberg das gesamte digitale Produkt-Portfolio der MWG – dazu gehört Video – und führt die neu installierte Verkaufs-Einheit. „Wir können als einziger Dienstleister in Ostbayern Print-, Web- und Video-Werbung – mehr Crossmedia aus einer Hand geht nicht“, sagt sie. Die Sales-Expertin hat für Kunden neun Video-Werbeformate konzipiert, die laut einer Bedarfsanalyse bei Kunden nachgefragt sind.

  • Mehr Details:

    Auf www.mittelbayerische-videoproduktion.de erfahren Sie mehr zu den Möglichkeiten für Anzeigenkunden.

Das Mittelbayerische Medienhaus bietet Crossmedia-Chancen. Hier stellen wir Ihnen die Video-Werbeformate vor:

Dass Webvideos ein Gewinn für den Journalismus sind, ist unbestritten. Bewegtbild wird aber auch klassische Anzeigenabteilungen beflügeln, wobei immer klar sein muss: Redaktionelle Inhalte und Werbung sind strikt getrennt. Viele Unternehmen wissen, dass es für das bestmögliche Ergebnis einer Kampagne den geeigneten Werbemix inklusive Bewegtbild braucht. Und darum kümmert sich das Verkaufsteam Digital der Mittelbayerischen Werbegesellschaft mit Christina von Frankenberg an der Spitze.

Neue Chancen für Kunden

Ein einziger Spot reicht genauso wenig wie eine einzige Anzeige. Es braucht ein klassisches crossmediales Pass-Spiel. Mit einem Shooting-Star: Bewegtbild. Denn in Sachen Emotion und Storytelling ist das Webvideo unschlagbar und das ideale Medium, wenn es Firmen um ihre Markenbekanntheit, um das Vertrauen der Kunden, um eine Image-Verbesserung oder um Content-Marketing ganz allgemein geht. Einer, der die Vorzüge von Webvideos kennt, ist Andreas Neef, Media Director von L’oreal Deutschland. Er schrieb seiner Branche bereits beim Horizont-Bewegtbildgipfel im November 2016 Folgendes ins Stammbuch: „Mittlerweile ist Online-Bewegtbild nicht länger nur die Kirsche auf dem Kuchen – sondern der Kuchen.“ Er ist sich also mit Mark Zuckerberg einig: „We are entering the golden age of video.“

Auf www.mittelbayerische-videoproduktion.de erfahren Sie mehr zu den Möglichkeiten für Anzeigenkunden.

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