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Tierheim freut sich über Anbau

Die Arbeiten am Tierheim sind abgeschlossen. Nach einigen Verzögerungen hat man nun deutlich mehr Platz zur Verfügung.
Von Johannes Heil

Architekt Gerhard Meier (links) freute sich mit Oberbürgermeister Thomas Thumann und Waltraud Fuchs (r.) vom Tierheim über den Anbau. Fotos: Heil
Architekt Gerhard Meier (links) freute sich mit Oberbürgermeister Thomas Thumann und Waltraud Fuchs (r.) vom Tierheim über den Anbau. Fotos: Heil

Neumarkt.„Was lange währt, wird endlich gut.“ Waltraud Fuchs waren die Erleichterung und Freude darüber anzumerken, dass der Anbau des Neumarkter Tierheims nun endlich Gestalt angenommen hat. Und es war auch der allgemeine Tenor gestern, als die Erweiterung offiziell vorgestellt wurde. Neue Lagermöglichkeiten, ein Besucher-WC und generell mehr Platz – für Mensch und Tier gibt es nun deutlich bessere Bedingungen.

„Es ist nun alles schön geordnet“, sagte Waltraud Fuchs weiter. „Und es sieht wirklich top aus.“ Doch der Weg zu diesem Zustand war ein langer und auch bisweilen steiniger. „Es gab Hürden, aber diese sind ja dazu da, um genommen zu werden.“

„Sehr gut investiertes Geld“

Für 1,6 Millionen D-Mark war das Tierheim im Jahr 1996 einst errichtet worden. Damals sei es eines der größten und modernsten der Oberpfalz gewesen, so Oberbürgermeister Thomas Thumann in seiner Rede. Seither hatte der Zahn der Zeit aber an der Anlage genagt und Umbauarbeiten dringen notwendig werden lassen. Insgesamt seien für den Neubau 190 000 Euro berappt worden, so der Oberbürgermeister und er fügte an: „Aus meiner Sicht ist das sehr gut investiertes Geld.“ Denn Tierschutz sei Aufgabe der Kommune und der Tierschutzverein nehme der Stadt auf diesem Gebiet viele Aufgaben ab.

Hier finden Sie ein 360-Grad-Bild aus dem Tierheim:

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Vor allem die neue, circa 100 Quadratmeter große Lagerhalle sei für die Betreiber des Tierheims Gold wert, sagte Waltraud Fuchs. Denn die zahlreichen Kratzbäume, Futterpackungen und Tierkäfige mussten vor der Fertigstellung des Anbaus auf den Gängen des Altbaus untergebracht werden. Dies führte zu unzumutbaren Zuständen, wie sich Waltraud Fuchs erinnert. Jetzt durch den Anbau würden die Abläufe der Arbeit wesentlich erleichtert.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Anbau:

Die Veränderungen

  • Zusätzlicher Raum:

    Das Tierheim hat nun einen separaten Raum, in dem Tiere untergebracht werden können, die krank sind oder sich anderen Tieren gegenüber aggressiv verhalten.

  • Lagerraum:

    Der neue Lagerraum ist für das Tierheim der wichtigste Zugewinn. Vorher hatten sich Kratzbäume und Käfige in den anderen Räumlichkeiten gestapelt. Nun hat man einen eigenen rund 100 Quadratmeter großen

  • Lagerraum.

  • Gäste-WC:

    Auch ein Gäste-WC gibt es nun im Tierheim. Vorher hatte es nur eine Toilette gegeben. Nun stehen Mitarbeitern und Besuchern separate sanitäre Anlagen zur Verfügung.

  • Zwischenbau:

    Der neue Zwischenbau wurde vor allem wegen des Brandschutzes notwendig. Rund 30 000 Euro kostete dieses Bauelement. Mitsamt Anbau ist das neue Tierheim länger als 40 Meter, was veränderte Brandschutzbestimmungen bedingte.

Der neue Verbindungstrakt zwischen Hauptgebäude und Hundebereich ist in erster Linie Brandschutzrichtlinien geschuldet. Der alte musste abgebrochen und mit nicht brennbarem Material neu errichtet werden. „Beim Brandschutz besteht aufgrund der Sicherheitsvorschriften kein Spielraum“, sagte Oberbürgermeister Thumann. Im Bezug auf das gesamte Projekt sagte er: „Mir war es sehr wichtig, dass dieses Projekt umgesetzt wird.“

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Wie bereits erwähnt: Der Umbau des Tierheims ist ein Thema, das sich zwischenzeitlich zum handfesten Politikum ausgewachsen hatte . Eigentlich hätte der Anbau schon vor dem Winter 2016 fertiggestellt werden sollen. Doch dann wurde durch Stadtrat Franz Düring im Juli 2016 ein endgültiges „Ja“ im Bausenat verhindert.

Eine Nachprüfung wurde verlangt

Düring hatte eine Nachprüfung der Kosten verlangt, sie seien seiner Meinung nach zu hoch. Resultat war ein längerer Baustopp im Sommer 2016, den erst ein „Machtwort“ des Oberbürgermeisters im August des vergangenen Jahres beendete. Dafür dankte Fuchs Thumann: „Dank unseres Oberbürgermeisters haben wir das ganze doch noch gebacken bekommen.“ Dennoch konnten die Arbeiten im vergangenen Jahr nicht mehr fertiggestellt werden, der Abschluss des Umbaus verzögerte sich erheblich. Architekt Gerhard Meier sagte: „Wir wurden im vergangenen Jahr wie ein fahrender Zug ausgebremst.“ Der strenge Winter habe außerdem noch zu der Verzögerung beigetragen. „Ich denke, wir haben die Situation aber dann doch noch sehr gut gelöst“, so Meier.

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„Natürlich hat man sich damals geärgert“, sagte Waltraud Fuchs über die zeitliche Verzögerung. „Aber ich bin der Meinung, dass es nichts bringt, nun nachzutreten.“ Unter dem Strich zähle nur das Ergebnis. Dennoch sei es natürlich zu Problemen gekommen. „Wir haben einmal drei Europaletten Hundefutter bekommen, die wir ablehnen mussten. Wir konnten sie schlicht nicht lagern. Das hat schon sehr wehgetan.“

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