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Prozesse

Am Schluss geht es ums Überzeugen

Haben die Angeklagten etwas Verbotenes gemacht? Und wenn ja: Welche Strafe sollen sie bekommen? So etwas entscheiden Richter am Ende eines Prozesses. Doch bevor es soweit ist, kommen zwei wichtige Vorträge.

Eine Verteidigerin hält ein Plädoyer. Foto: Tobias Hase/dpa
Eine Verteidigerin hält ein Plädoyer. Foto: Tobias Hase/dpa

Einen hält der Staatsanwalt. Er ist derjenige, der den Verdächtigen angeklagt hat. Den zweiten Vortrag hält der Verteidiger. Er vertritt die Interessen des Verdächtigen: etwa, einen Unschuldigen freibekommen oder eine zu hohe Strafe verhindern.

Die Vorträge heißen Plädoyers (gesprochen: plädojees). Darin sagen die beiden Seiten, welches Urteil sie wollen und warum. Sie versuchen, die Richter davon zu überzeugen.

Am Donnerstag gingen die Plädoyers in einem großen Prozess in der Stadt München zu Ende. Dabei sind mehrere Leute angeklagt. Eine der Angeklagten heißt Beate Zschäpe. Es geht in dem Prozess um die Taten der Terror-Gruppe NSU. Zwei Männer sollen über mehrere Jahre hinweg Menschen umgebracht haben. Das Gericht muss nun entscheiden: Haben die Angeklagten den Männern dabei geholfen?

Wann die Richter ihr Urteil fällen, ist noch nicht ganz klar. Im Juli könnte es aber so weit sein.

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