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Welthandel

Amerika und Europa streiten über Geldstrafen

Stahl steckt in vielen Dingen. Aus diesem Material werden Grillroste und Töpfe gemacht, aber auch Autos und Maschinen. Doch um das wichtige Material gibt es gerade Streit.

Stahl in die USA zu verkaufen wird für Firmen in Deutschland teurer. Foto: Christian Charisius/dpa
Stahl in die USA zu verkaufen wird für Firmen in Deutschland teurer. Foto: Christian Charisius/dpa

Kommen sie oder kommen sie nicht? Viele Wochen war das die Frage. Nun ist klar: Die Strafzölle kommen. Denn das Land USA hat diese Geld-Abgabe am Freitag eingeführt. Die Strafzölle führen dazu, dass Firmen aus Ländern in Europa ihren Stahl nicht mehr günstig in den USA verkaufen können. Die europäischen Länder finden das nicht gut.

Was sind Strafzölle?

Ein Zoll ist eine Abgabe, die Firmen an ein Land zahlen müssen, wenn sie etwas dorthin verkaufen. Viele Produkte sind von solchen Zöllen betroffen. Strafzölle sind aber viel höher als normale Zölle. Will nun also jemand in den USA Stahl aus Europa kaufen, muss er zusätzlich zum Kaufpreis die hohen Extra-Kosten für den Strafzoll bezahlen. So wird der Stahl viel teurer als vorher.

Warum verhängen die USA solche Strafzölle?

Der Präsident der USA, Donald Trump, hofft: Wenn der Stahl aus Europa teurer wird, kaufen Firmen in den USA ihren Stahl vielleicht wieder direkt in ihrem Heimatland. Dann würden die Hersteller von Stahl in den USA wieder mehr verdienen. Und mehr Leute würden Arbeit in den Firmen bekommen.

Und was passiert jetzt in Europa?

Die betroffenen Länder in Europa wollen nun auch zusätzliche Zölle einführen. Die müssten dann Firmen aus den USA zahlen, wenn sie zum Beispiel Jeans-Hosen oder Erdnussbutter nach Europa verkaufen möchten. „Die USA lassen uns keine andere Wahl“, sagte ein Politiker. Für die Menschen hier bedeutet das: Ein Glas Erdnussbutter oder eine Jeans könnten bald mehr kosten.

Gibt es keine andere Lösung?

Die USA und Europa wollen wohl noch weiter über dieses Thema sprechen. Vielleicht können sie noch eine andere Lösung aushandeln. Ende nächster Woche kommen die Staaten zusammen. Dann sind Vertreter bei einem großen Treffen im Land Kanada zu Gast.

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