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Gesellschaft

Heimat ist eine Art Schatzkiste

Heimat - das ist eigentlich ein kurzes, einfaches Wort. Aber was da alles drinsteckt! Denn für manche ist Heimat wie eine Schatzkiste mit lauter kostbaren Sachen.

Manche Menschen verbinden mit dem Wort Heimat eine bestimmte Landschaft. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Manche Menschen verbinden mit dem Wort Heimat eine bestimmte Landschaft. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Diese Schätze können sehr unterschiedlich sein: Für manche ist Heimat das Haus oder der Ort, in dem sie aufgewachsen sind. Andere denken dabei an die Freunde aus der Grundschule oder ein Lieblingsessen.

Der Begriff hat also meist mit einem guten Gefühl zu tun. Das weiß auch Wolfgang Pledl. Denn er arbeitet bei einem Verein im Bundesland Bayern, der sich um das Thema kümmert. Für ihn bedeutet Heimat: „Geborgenheit, sich wohlfühlen, zufrieden sein, Verantwortung übernehmen, geschützt sein.“

Auch eine Landschaft könne Heimat sein, sagt er. „Für einen Jugendlichen gehört sogar das Fußball-Stadion dazu, der Verein, wo er spielt, oder die Musikgruppe.“ Der Experte meint auch, es sei normal, mehrere Heimaten zu haben. Denn heutzutage kommt es häufiger vor, dass Menschen dort wegziehen, wo sie aufgewachsen sind.

Manche Leute finden den Begriff Heimat aber auch altmodisch. Oder sie fürchten: Er wird benutzt, um Menschen auszugrenzen. Zum Beispiel Flüchtlinge, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen. Deshalb gab es auch Kritik an der neuen deutschen Regierung. Denn mit ihr gibt es nun zum ersten Mal ein deutsches Ministerium, das neben anderen Bereichen für das Thema Heimat zuständig ist.

Der Minister heißt Horst Seehofer und kommt aus Bayern. In diesem Bundesland gibt es schon ein Heimat-Ministerium. Was er mit dem Begriff meint, sagte Horst Seehofer am Freitag in Berlin: „Es geht schlicht und einfach um Zusammenhalt und Geborgenheit, um den Halt, den jeder Mensch in unserem Lande, auch wir, brauchen.“

Der Experte in Bayern sagt, so ein Ministerium könne dabei helfen, ein Gefühl für Heimat zu entwickeln. Zum Beispiel, indem Vereine unterstützt werden und Leute, die sich Projekte in einem Dorf ausdenken oder alte Gebäude schützen.

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