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Wissenschaft

In der Arktis gibt es Müll aus weit entfernten Orten

Was macht denn Müll aus Deutschland in der Arktis? Diese Region liegt doch weit von uns entfernt. Trotzdem fanden Wissenschaftler heraus: In der Arktis gibt es Müll, der aus Deutschland stammt. Und nicht nur von dort. Sie entdeckten auch Kunststoff, der für Plastiktüten verwendet wird, die besonders in Nordamerika verbreitet sind.

Forscher haben Eis aus der Arktis untersucht und viele kleinste Plastik-Teilchen gefunden. Foto: Mar Fernandez/Alfred-Wegener-Institut/dpa
Forscher haben Eis aus der Arktis untersucht und viele kleinste Plastik-Teilchen gefunden. Foto: Mar Fernandez/Alfred-Wegener-Institut/dpa

Die Wissenschaftler hatten Müll von einigen unbewohnten Stränden in der Arktis untersucht. Außerdem hatten sie Eis-Proben aus der Arktis genauer betrachtet. Sie fanden heraus: In einem Liter Meereis stecken teilweise mehr als 12 000 kleinste Plastik-Teilchen. Plastik zersetzt sich mit der Zeit in winzige Teilchen.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die gefundenen Plastik-Teilchen über den Atlantischen Ozean und über den Pazifischen Ozean in die Arktis gelangt sind.

Für viele Meeresbewohner sind die Plastik-Teilchen schlecht. Studien haben zum Beispiel gezeigt, dass Muscheln auf sie mit Entzündungen reagieren, sagte eine Forscherin. „Andere Tiere fressen und wachsen weniger und können sich weniger erfolgreich fortpflanzen.“ Deswegen sollte man darauf achten, wenig Plastik zu verwenden. Zum Beispiel keine Plastiktüten, sagen die Wissenschaftler.

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