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Kirche

Mit dem Kreuz durch die Stadt

Der Mann schleppt ein großes Kreuz mit sich. Römische Soldaten bewachen ihn, zwischendurch schlagen sie den Mann sogar. Das klingt nach einer alten und brutalen Geschichte. In der Stadt Bensheim im Bundesland Hessen sah es am Freitag aber genau so aus.

Schauspieler spielen am Karfreitag nach wie Jesus das Kreuz tragen musste. Foto: Boris Roessler/dpa
Schauspieler spielen am Karfreitag nach wie Jesus das Kreuz tragen musste. Foto: Boris Roessler/dpa

Auch durch andere Städte in Deutschland zogen Menschen mit großen Kreuzen. Damit wollten sie an eine Geschichte aus der Bibel erinnern, dem Buch der Christen.

In der Geschichte geht es darum: Vor mehr als 2000 Jahren wurde Jesus von den Römern getötet, und zwar an einem Kreuz. Vorher musste er das Kreuz einen längeren Weg entlang tragen.

Jedes Jahr an Karfreitag stellen gläubige Menschen diesen Weg nach. Der Mann in Bensheim war also ein Schauspieler und sollte Jesus darstellen. Auch wenn das teilweise recht brutal aussah - passiert ist dem Mann natürlich nichts!

Vertreter der Kirchen nutzten den Tag auch dazu, um über Frieden und Gewalt zu sprechen. Dabei warben sie für mehr Zusammenhalt in Deutschland. Der Erzbischof von München zum Beispiel sagte: Auch Menschen, die eine unterschiedliche Herkunft haben oder an verschiedene Dinge glauben, sollten gut miteinander auskommen. Ein Vertreter der evangelischen Kirche sagte: „Hass und Gewalt sind nichts Normales.“

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