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Raumfahrt

Raumlabor stürzt ins Meer

Mit einem Linienbus durchs Weltall zu schweben, das wäre toll! Die Raumstation Tiangong 1 war tatsächlich etwa so lang wie ein normaler Bus: zwölf Meter. Zum Vergleich: Die Raumstation ISS ist fast zehn Mal so groß.

So sah das Raumlabor Tiangong 1 aus, als es noch ganz war. Nun sind Teile davon ins Meer gestürzt. Foto: CMSE/Europa Press/dpa

Trotzdem wog Tiangong 1 mehrere Tonnen. Tiangong heißt übersetzt Himmelspalast. Vor ein paar Jahren hatte China Tiangong 1 ins All geschossen, um dort Experimente durchzuführen. Doch nach einigen Jahren ließ sich das Labor nicht mehr von der Erde aus steuern.

Seitdem flog Tiangong 1 immer weiter auf die Erde zu. Am Montagmorgen stürzten Teile der Station ins Meer, mitten in den Pazifischen Ozean. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass etwas auf Land gefallen ist“, sagte ein Fachmann. „Es hätte gar nicht besser laufen können.“

Dass Schrott aus dem Weltraum auf die Erde zusteuert, kommt häufiger vor. „Aber die Objekte sind normalerweise nicht so groß, wie die Tiangong-Station es war“, sagt der Fachmann. Oft sind es alte Satelliten und andere Weltraumgeräte.

Doch nur ein kleiner Teil schafft es bis zur Oberfläche der Erde. Das liegt daran, dass viele Teile in der Schutzschicht um die Erde verglühen. Diese Schicht wird Erdatmosphäre genannt. Sie besteht aus verschiedenen Gasen, vor allem aus Stickstoff und Sauerstoff.

Einige Teile halten die Hitze aus und kommen auf der Erde an. Dass jemand davon getroffen wird, ist aber seeehr unwahrscheinlich, sagen Experten. Trotzdem beobachten sie genau, welcher Schrott im Weltraum herumfliegt.

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