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Schauspielerin Emma Bading: „Man kann nicht immer brav sein“

Ab und zu muss man auch mal Ärger machen. Das findet zumindest die Schauspielerin Emma Bading. Und sie muss es wissen. Schließlich ist sie gerade im Kino als Tochter des Teufels zu sehen.
Interview: Cordula Dieckmann, dpa

Die teuflische Lilith (rechts) bekommt es in dem Film mit der braven Greta zu tun. Foto: Wolfgang Ennenbach/Wild Bunch/dpa
Die teuflische Lilith (rechts) bekommt es in dem Film mit der braven Greta zu tun. Foto: Wolfgang Ennenbach/Wild Bunch/dpa

Die Tochter des Teufels hat es gut. Sie bekommt keinen Stress, wenn sie sich mal daneben benimmt. Im Gegenteil: Statt gutem Benehmen wünscht sich Liliths Vater, dass sie für Ärger sorgt. Was sie alles anstellt, erzählt der Film „Meine teuflisch gute Freundin“. Er läuft gerade im Kino. Die Schauspielerin Emma Bading spielt darin die böse Lilith und trifft auf die brave Greta. Emma Bading ist 20 Jahre alt. dpa-Nachrichten für Kinder erzählte sie, wie viel Teufel in ihr steckt.

Lohnt es sich, immer brav zu sein? Oder sollte jeder manchmal einen kleinen Teufel in sich haben?

Emma Bading: „Ich finde es wichtig, dass Engel und Teufel Hand in Hand nebeneinander leben. Man kann nicht immer brav sein, sondern muss sich auch mal durchsetzen können, um etwas zu erreichen.“

Manche erwarten besonders von Mädchen, immer brav zu sein. Bei Jungs haben sie mehr Verständnis. Wie findest du das?

Emma Bading: „Ich finde, dass brav sein für viele bedeutet, dass man still ist und sich zusammenreißt. Das sollten weder Jungs noch Mädchen tun. Brav sein heißt nicht, etwas zu unterdrücken. Außerdem waren wir Frauen schon viel zu lange brav. Kinder generell haben doch das Recht dazu, nicht immer das zu tun, was die Erwachsenen sich in den Kopf gesetzt haben.“

Wie würdest du dich selbst beschreiben? Steckt in dir mehr von der teuflischen Lilith oder mehr von der braven Greta?

Emma Bading: „Also ich liebe es, mir auf dem Flohmarkt gebrauchte Klamotten zu kaufen. Es gibt eh schon viel zu viel und das muss ich, finde ich, nicht auch noch unterstützen. Das sind vielleicht eher so Greta-Gedanken.“

Und was ist mit Lilith?

Emma Bading: „Durch die Lilith in mir habe ich es geschafft, so weit zu kommen. Nicht durch das Manipulieren oder so, aber durch die Durchsetzungskraft und das Andersdenken. Ich habe gesagt: Ich weiß dass ihr alle Angst habt und mir das nicht zutraut. Aber ich mach's trotzdem, weil ich bereit dafür bin.“

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