MyMz
Anzeige

Tierschwärme - immer dem Nachbarn hinterher

Von Angelika Göllnitz, dpa

Ein goldener Himmel voller Stare.

Ein ganzer Haufen schwarzer Punkte flirrt dicht an dicht am Himmel entlang - ein Vogelschwarm. Wie schaffen die Tiere es eigentlich, so zusammenzubleiben, ohne sich die ganze Zeit gegenseitig anzurempeln?

Auch viele Fische in den Meeren bilden solche Schwärme. Es gibt eine Regel, die Tiere dafür beachten: Sie halten immer den gleichen Abstand zu ihrem direkten Nachbarn. Wenn ein Fisch die Richtung ändert, weil er zum Beispiel einem Feind ausweichen muss, dann ändert auch sein Nachbar die Richtung. Sofort folgen die nächsten Nachbarn und schon weicht der gesamte Schwarm aus.

Im Schwarm müssen die einzelnen Tiere sehr schnell reagieren. Vögel bekommen das unter anderem deshalb so gut hin, weil sie sehr gut gucken können. Sie sehen schneller als wir, wenn sich etwas ändert.

Auch Fische können sehen, was ihre Nachbarn so treiben. Zusätzlich haben sie ein besonderes Organ. Es heißt Seitenlinienorgan und liegt in der Haut der Tiere. Damit können sie fühlen, in welche Richtung die anderen schwimmen.

Außerdem ist es wichtig, wie Fische und Vögel gebaut sind. Die einzelnen Fische müssen die gleiche Größe haben, damit sie gut im Schwarm schwimmen können. Einige Schwarmfische wie etwa Thunfische schlagen sogar ihre Flossen immer genau im gleichen Takt!

Vögel können besser eng nebeneinander fliegen, wenn ihre Flügel eine bestimmte Form haben. Stare zum Beispiel haben spitz geformte Flügel. Das ist einer der Gründe, warum sie besonders dichte, große Schwärme bilden können.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht