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Natur

Brombeeren liebt die Haselmaus besonders

Landschaftspfleger Hartmut Schmid begeisterte Buben und Mädchen für das scheue Tier. Auch Erdnusscreme spielte eine Rolle.
Von der Klasse 2b der Grundschule Schwabelweis

Eine Haselmaus hat in einer Hand Platz.  Foto: Klasse 2b
Eine Haselmaus hat in einer Hand Platz. Foto: Klasse 2b

Regensburg.„Ich habe in meinem Haus eine Haselmaus gesehen“, erzählt Jana aus der zweiten Kasse. Das kann sich Landschaftspfleger Hartmut Schmid nur schwerlich vorstellen: „Haselmäuse sind sehr scheu und nähern sich Häusern nur in Ausnahmefällen.“ Der Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes Regensburg e.V. ist in die Grundschule Schwabelweis gekommen, um den Schülerinnen und Schülern die Haselmaus und ihre Verwandten näherzubringen.

Der Landschaftspflegeverband, dessen Vorsitzende satzungsgemäß die Landrätin ist, besteht seit 1992 und ist ein gemeinnütziger Verein. Der Landkreis Regensburg und alle seine Kommunen sowie die Stadt Regensburg sind Mitglieder. Durch die Zusammenarbeit von Vertretern aus Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunalpolitik soll unsere vielfältige Heimat erhalten werden.

Nachts aktiv

„Die Haselmaus ist keine Maus, sondern gehört wie der Siebenschläfer zu den sogenannten Schlafmäusen oder Bilchen“, berichtet Experte Schmid. „Über die Verbreitung der Haselmaus in Bayern ist wenig Aktuelles bekannt, weil sie nur nachts aktiv und zudem sehr scheu ist.“ Interessiert hören die Schwabelweiser Kinder den Ausführungen des Experten in der Aula zu. Bevor er der Klasse nähere Informationen im Klassenzimmer gibt, dürfen sich alle Grundschüler seinen lebendigen Vortrag mit vielen Bilden in der Aula anhören.

Die Kinder hörten aufmerksam beim Vortrag zu. Foto: Klasse 2b der Grundschule Schwabelweis
Die Kinder hörten aufmerksam beim Vortrag zu. Foto: Klasse 2b der Grundschule Schwabelweis

„Wo wohnt denn die Haselmaus?“, will ein Erstklässler wissen. „Die Haselmaus lebt in Wäldern und großflächigen Gehölzbeständen, wo sie sich fast ausschließlich nur kletternd fortbewegt“, antwortet der Landschaftspfleger. „Sie benötigt Laubwälder mit einer möglichst großen Vielfalt an Gehölzen. Ideal sind verbuschende Flächen mit Haselnuss, Faulbaum, Brombeeren und anderen fruchttragenden Gehölzen. Auch breite Waldränder bieten günstige Lebensbedingungen.“

Eigentlich müsste die Haselmaus Brombeermaus heißen, denn diese Frucht steht viel öfter auf ihrem Speiseplan als die namensgebende Haselnuss. Daneben mag sie aber auch Knospen, Blüten, Samen, Früchte und Insekten. Sich in Acht nehmen muss sich der nur 15 bis 18 Gramm schwere Nager vor Feinden wie Fuchs oder Wildschwein.

Erbeermarmelade als Lockmittel

Natürlich wollen die Kinder auch noch wissen, was denn die Aufgaben von Hartmut Schmid sind. Mit Haselmauskästen, die an Bäumen angebracht werden, und mit Hilfe von Wildkameras will er Nachweise des nachtaktiven Tiers gewinnen. Als Lockmittel wird Erdbeermarmelade mit Vanillearoma und Erdnusscreme verwendet. „Mmm, lecker!“ In diesem Moment wären mache der Schwabelweiser Kinder auch gerne eine Haselmaus!

Hartmut Schmid erläuterte den Schülern an der Grundschule Schwabelweis, wie die Haselmaus lebt. Foto: Klasse 2b der Grundschule Schwabelweis
Hartmut Schmid erläuterte den Schülern an der Grundschule Schwabelweis, wie die Haselmaus lebt. Foto: Klasse 2b der Grundschule Schwabelweis

Nach dem interessanten Vortrag kommt der Haselmausexperte noch zur Klasse 2b ins Klassenzimmer. Die Kinder dürfen von der Haselmaus bearbeitete Haselnüsse untersuchen. Am Ende erklärt uns Hartmut Schmid noch, dass die Haselmaus ein bayerischer Ureinwohner ist. Als Ureinwohner werden vor allem solche Arten ausgewählt, die stark bedroht sind oder die regionaltypisch sind.

Die Kinder durften von der Haselmaus bearbeitete Haselnüsse untersuchen. Foto: Klasse 2b der Grundschule Schwabelweis
Die Kinder durften von der Haselmaus bearbeitete Haselnüsse untersuchen. Foto: Klasse 2b der Grundschule Schwabelweis

Die interessante und informative Schulstunde endet mit einer Bitte von Hartmut Schmid: „Falls ihr tatsächlich einmal Haselmäuse entdeckt – wenn auch sicher nicht in eurer Wohnung – dann gebt mir Bescheid. Auf unserer Homepage findet ihr meine Kontaktdaten.“

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