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Eine Musikdusche für die Schüler

Die Mädchen und Buben der Grundschule Schorndorf informierten sich als junge Reporter über die Regensburger Domspatzen.
Von der 4. Klasse der Grundschule Schorndorf

  • Die Schülerinnen und Schüler durften sich den Flügel ganz genau ansehen. Er war sogar oben offen, dass man hineinsehen und eine richtige „Musikdusche“ nehmen konnte. Foto: Urban
  • Mit dabei beim Aufwärmen Foto: Urban
  • Sich einmal an der Geige versuchenFoto: Urban

Schorndorf.Die 4. Klasse der Grundschule Schorndorf ist kürzlich für das Projekt „Klasse informiert“ bei den Domspatzen in Regensburg gewesen. Die Mädchen und Buben erfuhren mit Lehrerin Claudia Urban und Sozialpädagogin Lena Macht mehr über die Chöre, die Instrumente und das Internatsleben an der Schule. Es gab einiges zu sehen, und die Kinder durften viele Fragen stellen. Besonders interessant war das so genannte Instrumentenkarussell. Dabei durften die Schüler in Gruppen verschiedene Instrumente testen. Trompete, Geige und Klavier etwa. Außerdem gab es verschieden große Blockflöten, eine von ihnen kostete sogar 2000 Euro. Die durften die Schüler allerdings nicht ausprobieren. Bei der Trompete hatten einige Schüler ganz schön Schwierigkeiten, gleich einen Ton herauszubringen. Und die Geige hat ein wenig schief geklungen.

Leben im Internat

Einen Flügel konnten sich die Kinder ganz genau anschauen. Er war oben und unten offen, so dass die Schüler hineinschauen konnten, wie das Instrument funktioniert. Sie konnten auch die Töne von unten wahrnehmen – und dabei eine richtige Musikdusche nehmen. Auch für das Internatsleben interessierten sich die Schüler. Selbst vorstellen könnten sie sich das aber nicht, da hätten sie oft Heimweh. Morgens gehen die Regensburger Internatsschüler zusammen in den Frühstückssaal.

Am Ende des Tages hatten die Kinder viele Informationen über die Domspatzen erhalten.Foto: Urban
Am Ende des Tages hatten die Kinder viele Informationen über die Domspatzen erhalten.Foto: Urban

Dann ist Schule – und jeden Tag eine Stunde Chorprobe, dienstags und freitags sogar zwei Stunden. Jeder Domspatz singt im Chor und jeder lernt ein Instrument. Dafür findet der Unterricht nachmittags statt. Nachmittags gibt es für die Internatsschüler auch viele Freizeitmöglichkeiten. Sie können Fußball, Handball, Federball und Floorball spielen. Es gibt ein Schwimmbad und gemütliche Räume zum Kartenspielen. Es sind aber nicht alle Domspatzen Internatsschüler. Die Regensburger Kinder kommen nur tagsüber in die Schule.

Hier sehen Sie ein Video vom Besuch der Schorndorfer Grundschüler bei den Domspatzen:

Für die Internatsschüler gibt es Einzel- und Zwei- bis Vierbettzimmer. Früher waren es sogar Zwölfbettzimmer. Die Domspatzen gibt es nämlich bereits seit dem Jahr 975. Sie waren zunächst eine Bischöfliche Domschule, die ein Regensburger Bischof gegründet hatte. Den Namen Domspatzen hat Domkapellmeister Englmann zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal benutzt – und er ist dann geblieben. Etwa 35 Lehrer unterrichten die Domspatzen in der Schule, dazu kommen 30 Instrumentallehrer. Die Chöre der Domspatzen haben Auftritte auf der ganzen Welt.

Die autoren

  • Thema:

    Die jungen Reporter wollten dort einiges über Musik, Instrumente und das Domspatzen-Internat erfahren.

  • Ablauf:

    Die Mädchen und Buben wurden in der Aula der Grundschule der Domspatzen begrüßt. Nach einer Fragestunde im Chorsaal gab es ein Instrumentenkarussell. Die Kinder durften zudem eine Chorprobe der Domspatzen besuchen.

Die jungen Leute gaben bereits Konzerte in China, Japan, Südafrika und Jerusalem. Bald geht es zum Beispiel nach Sibirien, erfuhren die Schorndorfer Schüler. Ziemlich oft treten die Domspatzen natürlich im Regensburger Dom auf, dort haben sie Domdienste. Insgesamt haben die drei Domspatzen-Chöre etwa 100 Auftritte im Jahr. Gesungen wird viel Klassik und natürlich Kirchenlieder. Es stehen aber auch immer wieder moderne Stücke auf dem Programm.

Die Weihnachtskonzerte

Zu den schönsten Auftritten zählen die Weihnachtskonzerte, erzählten die Domspatzen den Schülern. Im Audimax in Regensburg ist dann immer ausverkauft. Besonders war für die Domspatzen auch ein Auftritt in der neuen Elbphilharmonie. Im Oktober gaben sie dort ein a-cappella-Konzert, das erste in der Elbphilharmonie. Die Schüler waren sich alle einig, dass sie gern einmal ein Konzert der Regensburger Domspatzen hören würden.

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