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Netto-Logistiklager ist das Herzstück

Nittenauer Schüler bekamen in der Unternehmenszentrale von Netto Marken-Discount in Ponholz viele interessante Einblicke.
Von der Klasse M8 der Mittelschule Nittenau

Die Schüler der Klasse M8 der Mittelschule Nittenau waren zu Besuch in der Unternehmenszentrale von Netto Marken-Discount. Michael Seibert (links) führte die Schüler durch das Logistikzentrum.  Foto: Klaus Beiderbeck
Die Schüler der Klasse M8 der Mittelschule Nittenau waren zu Besuch in der Unternehmenszentrale von Netto Marken-Discount. Michael Seibert (links) führte die Schüler durch das Logistikzentrum. Foto: Klaus Beiderbeck

Maxhütte-Haidhof.Im Rahmen ihres Projekts „Klasse informiert“ besuchten die Schüler der Klasse M8 der Mittelschule Nittenau die Unternehmenszentrale Netto Marken-Discount in Maxhütte-Haidhof. Aleksandra Lidwin, Junior Managerin Digitales bei Netto, hatte den Schülern angeboten, das Klassenzimmer für einen Tag zu verlassen. Dabei konnten sie einen Blick hinter die Kulissen des größten Unternehmens der Oberpfalz werfen und erhielten einen interessanten Einblick in eine für sie neue Welt, die Berufswelt. Der Besuchstag endete für die Jungen und Mädchen mit einer Besichtigung des Logistiklagers.

In einem Schulungsraum des Netto-Hauptgebäudes in Ponholz wurden die Schülerinnen und Schüler von Personalreferentin Katharina Hierl empfangen. Sie berichtete von der Geschichte und den Ausbildungsmöglichkeiten, die Netto bietet. Das Unternehmen wurde 1928 von Michael Schels in Regensburg als Lebensmittelfirma gegründet, die den Großhandel belieferte. Die ersten eigenen Einzelhandelsfilialen wurden 1971 unter dem Namen SuDi (SuperDiscount) eröffnet.

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Das Netto-Konzept entstand 1983 in Regensburg und wurde bis heute Schritt für Schritt weiterentwickelt. In den 1990er-Jahren wurde auch der mittel- und ostdeutsche Raum mit Netto-Filialen erschlossen. 1992 wurde dann der Unternehmenssitz von Regensburg nach Maxhütte-Haidhof verlagert. Dort wurde auch ein neues Logistikzentrum errichtet, das für die weitere Expansion der Firma richtungsweisend war. Netto gliederte in den darauffolgenden Jahren weitere Märkte an und wurde 2005 an Edeka verkauft. Edeka gehört zu den führenden Lebensmittelhändlern in Europa und ist in Deutschland die Nummer eins.

Mit der erfolgreichen Integration von 2300 Plus-Märkten in das Netto-Filialnetz schob sich das Handelsunternehmen mit an die Spitze der Discounter in Deutschland. Damit verbunden war auch die Öffnung für den Online-Markt: 2011 war der Start der Netto-App, 2013 folgte die Eröffnung des Online-Shops als virtuelle Filiale, 2015 die Einführung der DeutschlandCard und 2016 der Facebook-Account. Heute hat Netto in Deutschland rund 4260 Filialen, über 76 700 Mitarbeiter, etwa 5000 Artikel im Angebot und circa 21 Millionen Kunden wöchentlich.

Wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb

Mit über 5000 Auszubildenden ist Netto ein wichtiger Arbeitgeber und einer der größten Ausbildungsbetriebe im deutschen Einzelhandel. Von Vertrieb, Logistik und Verkauf über IT- und Kommunikationsberufe bis hin zur Fachausbildung zum Marktleiter – bei 15 verschiedenen Ausbildungsberufen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer bei seinem Karrierestart einen stärker akademisch geprägten Weg gehen möchte, kann bei Netto zwischen zwei Abiturientenprogrammen, fünf dualen Bachelor-Studiengängen und zehn Trainee-Programmen wählen.

Ein wichtiges Firmenkonzept bei Netto ist, dass den Mitarbeitern sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden. Bereits während der Ausbildung profitieren die jungen Mitarbeiter insbesondere von den gezielten Weiterbildungsangeboten bei Netto. Die Leistungen der Mitarbeiter werden geschätzt und eine persönliche und fachliche Weiterentwicklung unterstützt. Azubis erhalten etwa bei sehr guten praktischen und theoretischen Leistungen eine Übernahmegarantie, außerdem wird ein Großteil der Führungspositionen mit Talenten aus den eigenen Reihen besetzt.

„Ausgezeichnete“ Karriere bei Netto

  • Qualitätsmerkmal: Für die hohe Ausbildungsqualität und karrierefördernden betrieblichen Rahmenbedingungen hat Netto schon mehrere Auszeichnungen erhalten.

  • Auszeichnungen: „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ (Focus 2019), „Beste Ausbilder Deutschlands“ (Capital), „Top-Karrierechancen u. a. für IT-Spezialisten“ (Focus), „Azubi-Award 2017“ (Supermarktstars)

Im Anschluss machte sich die Klasse mit Michael Seibert, dualer Student der Zentrallogistik, auf den Weg – es stand die Besichtigung des modernen Logistikzentrums auf der Tagesordnung. Das System der Warenbereitstellung, der Einlieferung und der Distribution ist in den einzelnen Netto-Logistikzentren des Konzerns gleich. Die Waren werden bei Eingang je nach Art in die Getränkehalle, in die mit Hochregalen ausgestattete Trockenhalle, die Frischehalle, die Fleischhalle, das Kühllager oder in die Leerguthalle einsortiert.

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Besonders beeindruckt waren die Schüler von dem minus 24 Grad kalten Kühllager, das nur durch eine Schleuse betreten werden kann. Den Jugendlichen wurde erklärt: Damit die Kühlkette eingehalten wird und die Lebensmittel nicht verderben, sind diese niedrigen Temperaturen wichtig. Gut aber zu wissen, dass die Mitarbeiter mit spezieller, wärmender Schutzkleidung ausgestattet sind.

Um alle Filialen optimal zu beliefern, werden die Filialbestellungen manuell von den Mitarbeitern zusammengestellt. Dabei werden die Angestellten, die im Fachjargon als Kommissionierer bezeichnet werden, per Computerscan zu den einzelnen Artikeln gelotst. Wenn die Paletten fertig kommissioniert sind, werden sie am Warenausgang deponiert und für den Transport verpackt. Vom Logistikzentrum Ponholz aus werden dann die umliegenden Filialen etwa dreimal pro Woche beliefert.

Immer frisch gefüllte Regale

Am Ende der Betriebsbesichtigung waren die Schüler beeindruckt, wie viel Arbeit dahinter steckt, damit sie als Kunden bei Netto täglich vor frisch gefüllten Regalen stehen. Im Lehrplan der 8. Klasse steht, dass sich die Schüler über die Arbeit in einem Dienstleistungsbetrieb und über die Berufsmöglichkeiten in einem solchen Unternehmen einen Einblick verschaffen sollen.

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Diesen Einblick haben sie an diesem Tag bekommen. Sie haben gehört, wie ein Unternehmen in dieser Größe entsteht, sie haben einen Überblick über die Ausbildungsberufe bekommen, die solch ein Betrieb bietet, und sie haben – in Ansätzen – gesehen, welche Arbeitsprozesse notwendig sind, damit dieses Unternehmen auch gewinnbringend arbeiten kann. Der Slogan „Dann geh doch zu Netto!“ hat sich so gesehen für die Nittenauer Schüler auf jeden Fall gelohnt.

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