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Schüler erkundeten, wie Saft entsteht

Grundschüler waren in der Kelterei Nagler der Herstellung von Apfelsaft auf der Spur. Beeindruckend war die Abfüllanlage.
Von der Klasse 4a der Johann-Baptist-Laßleben-Schule, Kallmünz

Grundschüler besuchten – noch vor der Corona-Krise – die Kelterei Nagler.  Foto: Zimmermann
Grundschüler besuchten – noch vor der Corona-Krise – die Kelterei Nagler. Foto: Zimmermann

Regensburg.Die Neugierde war groß bei den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4a der Johann-Baptist-Laßleben-Schule in Kallmünz: Sie durften – noch vor dem Ausbruch der Corona-Krise – mit der Kelterei Nagler in Regensburg einen Betrieb erkunden, in dem umweltbewusst Rohstoffe aus der Heimat in Mehrweg-Glasflaschen abgefüllt werden.

Das Familienunternehmen gibt es demnach in der dritten Generation, inzwischen seit mehr als 85 Jahren. Es werde großer Wert auf Qualität und Natürlichkeit gelegt, wird der Klasse beim Besuch versichert.

Äpfel aus der Region

Im Herbst ist Hochsaison in der Kelterei, denn da werden die Äpfel aus der näheren Umgebung angeliefert. Insgesamt passen einige Tonnen, ungefähr zwei Sattelzüge Äpfel, in das große Silo. Vom Silo aus gelangen die Äpfel anschließend in den Schwimmkanal und werden dort mit Frischwasser gewaschen. Mit Hilfe einer sogenannten Schnecke werden sie dann weiter befördert und danach zerkleinert. Bei diesem Vorgang entsteht die sogenannte Maische, woraus später der Saft gepresst wird.

Der Saft läuft auch noch über ein Rüttelsieb, wo Kerne und Schalenreste herausgesiebt werden. Die restliche Maische, auch Trester genannt, wird von den Jägern geholt und im Winter an das Wild verfüttert.

Große Lagertanks werden befüllt

Bevor der Apfelsaft in die Tanks gefüllt wird, muss er auf 80 Grad erhitzt und dadurch haltbar gemacht werden. Insgesamt lagern rund 800 000 Liter Saft in den Hochbehältern der Kelterei Nagler.

Besonders beeindruckend war für die Grundschüler die vollautomatische Abfüllanlage mit vollem Programm: das Waschen der Glasflaschen und das Entfernen der Etiketten; das Befüllen der gereinigten Flaschen und anschließend das erneute Etikettieren; das Verschließen der Flaschen mit einem besonderen Schraubverschluss, auf dem das Haltbarkeitsdatum steht und schließlich das automatische Stapeln der vollen Kästen auf Paletten mit einem Roboter.

Es werden in der Kelterei Nagler in Regensburg viele verschiedene Säfte produziert, sodass im Jahr insgesamt rund fünf Millionen Flaschen ausgeliefert werden, erfuhren die Schüler.

Eine Kostprobe zum Abschluss

Zum Schluss bekamen die Schüler noch kleine Fläschchen mit Saft aus verschiedenen Obstsorten zum Probieren. Die Buben und Mädchen waren sich einig: Alle Säfte schmeckten lecker.

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