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Freizeit

An der Papstwiese sind die Beeren los

Schwabelweiser Schüler erfahren, wie die Idee der Beerenmeile entstanden ist und erkunden das große Maislabyrinth.
Von der 3. Klasse der Grundschule Schwabelweis

Liana und Mariella naschen Heidelbeeren. Foto: Marta Cadamuro
Liana und Mariella naschen Heidelbeeren. Foto: Marta Cadamuro

Regensburg.„Sackgasse!“, ruft Lucy ihren Klassenkameraden zu und rennt sofort in die andere Richtung. Nachdem sie in alle vier Himmelsrichtungen ausgeschwärmt war, findet die Schülergruppe auf einer Kreuzung mitten im Maislabyrinth wieder zusammen. „Hier geht es weiter!“, hört man Lukas rufen, bevor alle in die angezeigte Richtung davonstürmen. Schon bald sind ihre Stimmen nur noch aus der Ferne zu hören. Den Weg aus dem rund 15 000 Quadratmeter großen Maislabyrinth wieder herauszufinden ist schon eine Herausforderung.

Die Schüler auf der Suche nach der nächsten Station. Foto: Anna Weiß
Die Schüler auf der Suche nach der nächsten Station. Foto: Anna Weiß

Zusätzlich müssen insgesamt zwölf Stationen gefunden und an jeder Station eine kniffelige Frage zum Thema Natur und Umwelt beantwortet werden. Der Ehrgeiz der 3. Klasse ist geweckt. Unermüdlich laufen sie von links wieder nach rechts und den ganzen Weg zurück, um dann doch eine andere Abzweigung zu nehmen. Nach über einer Stunde haben es dann alle Gruppen wieder zum Ausgang geschafft. Dem Papstkreuz als Orientierungshilfe sei Dank!

Nach einer Stärkung beantwortet Julia Kraml die Fragen der Schüler rund um die Beerenmeile. Welche Beeren gibt es hier? Seit wann gibt es die Beerenmeile? Was ist neben dem Beerenpflücken noch alles geboten? Auf die Frage, welches die Lieblingsbeeren der Regensburger sind, erhalten sie eine überzeugende Antwort: „Das ist Geschmacksache – aber auf den Start der Beerensaison freuen sich viele“. Die Erdbeersaison gehe gerade zu Ende, aber Heidelbeeren und Himbeeren seien noch reichlich vorhanden, so Kraml.

Julia Kraml erklärt, worauf die Schüler beim Pflücken achten müssen. Foto: Liana Meier
Julia Kraml erklärt, worauf die Schüler beim Pflücken achten müssen. Foto: Liana Meier

Ihr Mann, Stephan Kraml, brachte die Idee der Beerenmeile 2008 nach Regensburg. Inspiriert wurde er durch ein Praktikum während seines Studiums. Seitdem wurde das Areal ständig vergrößert und das Angebot erweitert: Heute gibt es mehrere Standorte der Beerenmeile in Oberisling, Tegernheim und Lappersdorf. Neben dem Beerenpflücken werden im „Beerencafé“ leckere Kuchen, Salate, Getränke und selbst gemachte Pizzen angeboten. Am Unterislinger Weg gibt es neben dem Maislabyrinth auch ein Heulabyrinth, sowie Ziegen, Hasen und Hühner.

Nachdem die Schüler so viel über die Beerenmeile herausgefunden haben, dürfen sie schließlich selber pflücken. Bei all den Heidelbeeren, die im Magen landen, fällt es manchem jedoch schwer, seine Schale voll zu bekommen. „Die Heidelbeeren mag ich übrigens am liebsten“, verrät ihnen Julia Kraml dann noch. Noch bis etwa Mitte September können Beerenfreunde Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und viele mehr selbst pflücken, es sich im Beerencafé schmecken lassen oder ihr Wissen und ihren Orientierungssinn im Labyrinth testen.

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