MyMz

Betrieb

Aus vielen Teilen entsteht ein Fenster

Bei der Firma Rolladen Braun in Weiding bekommen Schüler Einblicke in die Produktion – und sind erstaunt.
Von der Klasse 3a der Telemannschule Teublitz

Wolfgang Braun demonstriert, wie viel Kraft aufgewendet werden muss, um den Fensterrahmen zu entzweien. Foto: Annegret Beck
Wolfgang Braun demonstriert, wie viel Kraft aufgewendet werden muss, um den Fensterrahmen zu entzweien. Foto: Annegret Beck

Weiding.„Ich kann mich noch gut an die vielen Versuche erinnern, die mein Vater mit dem Rollladenkasten gemacht hat“, erzählt Wolfgang Braun. „So fuhr er einmal mit dem schweren Mercedes darauf, um die Stabilität zu testen. Meine Brüder und ich saßen im Auto und hüpften auf und nieder“, erinnert sich Braun. Gemeinsam mit seinen drei Brüdern ist er Geschäftsführer der Firma Rolladen Braun GmbH & Co KG in Weiding.

Wohl kein Kind der Klasse 3a wäre da nicht gerne selber dabei gewesen. Dieser Test kann leider nicht wiederholt werden – dafür aber jede Menge andere.

Rundgang durch die Produktion Foto: Annegret Beck
Rundgang durch die Produktion Foto: Annegret Beck

Die Schülerinnen und Schüler, die sich aus Teublitz auf dem Weg zur Firma Braun in Weiding gemacht haben, werden nicht enttäuscht. Sie dürfen sich selber überzeugen, dass die Fenster so isoliert sind, dass nicht „der Garten geheizt wird“ und schauen verblüfft zu, wie viel Kraft aufgewendet werden muss, um einen Fensterrahmen zu entzweien. Auch wenn das Fenster in ein Aquarium eingebaut wird und keinen einzigen Tropfen durchlässt, staunen alle.

Viele Kinder erschrecken, als plötzlich laute Musik ertönt. Doch sobald sich das Demonstrationsfenster schließt, herrscht wieder Stille. „Das bräuchte ich daheim, dann schimpfen meine Eltern nicht so schnell, wenn ich Radau mache“, lacht ein Schüler.

Eine Schülerin darf mit dem elektrischen Bohrer bohren. Foto: Annegret Beck
Eine Schülerin darf mit dem elektrischen Bohrer bohren. Foto: Annegret Beck

Ein richtiger Familienbetrieb ist die Firma Braun, der nun bereits in der zweiten Generation weitergeführt wird. Vor über 50 Jahren gegründet, ist aus der kleinen Werkstatt ein stattliches Unternehmen geworden. Den Erfolg sieht man sofort, wenn man die Ausstellungshalle betritt. Dort schmücken zahlreiche Preise und Auszeichnungen den Raum.

Richtig interessant für die Schülerinnen und Schüler wird es dann in der Produktion. Begleitet von einem Hämmern, Klopfen, Quietschen und Rattern verfolgen sie, wie die Einzelteile zu einem stabilen Fenster zusammenwachsen. Da darf es natürlich nicht fehlen einmal selbst Hand anzulegen. Und es finden sich viele Mutige, die eine Schraube festdrehen wollen. Hier geht das aber schneller als daheim mit dem Schraubenzieher!

„Ich werde auch Fensterbauer“, ruft Genis. Nach der einstündigen Führung, die kaum Fragen offenlässt, bleibt nur noch eines: großer Hunger. Immerhin ist es fast Mittag. Doch auch daran hat die Firma Braun natürlich gedacht. So werden alle Schüler, egal ob zukünftige Fensterbauer oder nicht, mit belegten Semmeln und Getränken versorgt. Ein rundum gelungener Ausflug!

Mehr ZiG-Artikel lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht