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Ernährung

Beeren in allen Formen und Farben

Seit zehn Jahren bauen Julia Kraml und ihr Mann Beeren zum Selberpflücken an. Schüler durften naschen und Kuchen belegen.
Von der Klasse 4b der Johann-Michael-Sailer Grundschule Barbing

Julia Kraml beantwortete die Fragen der Schüler, bevor diese Heidelbeeren pflücken durften. Foto: Felix Amann
Julia Kraml beantwortete die Fragen der Schüler, bevor diese Heidelbeeren pflücken durften. Foto: Felix Amann

Regensburg.„Sogar Ziegen, Hühner und Hasen gibt es hier!“, entfuhr es einer Schülerin der Klasse 4b der Johann-Michael-Sailer Grundschule Barbing. Kurz nach acht waren die Kinder aufgebrochen, um die Beerenmeile nahe der Papstwiese in Regensburg zu erkunden. Julia Kraml erwartete sie bereits am Tor der Beerenmeile und begrüßte sie herzlich.

Idee aus der Studienzeit

„Angefangen hat alles“, so erzählte Kraml, „vor fast zehn Jahren mit dem Anbau von Heidelbeeren. Seitdem bauen mein Mann und ich hier Beeren der verschiedensten Sorten an.“

Die Idee stamme aus der Studienzeit ihres Mannes, der Land- und Agrarwirtschaft studiert habe. In dieser Zeit sei er auf ein ähnliches Projekt aufmerksam geworden. So beschloss er, hier an der Papstwiese eine Beerenmeile zu kultivieren, die mittlerweile ungefähr sieben Hektar umfasst. Neben Heidelbeeren gibt es mittlerweile Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren zu ernten.

Die Heidelbeeren schmecken lecker. Foto: Ludwig Reichl
Die Heidelbeeren schmecken lecker. Foto: Ludwig Reichl

„Wie lange im Jahr arbeiten Sie hier?“, fragte Nikita interessiert nach. „Von Anfang Mai bis Mitte September ist für uns die arbeitsintensivste Zeit“, antwortete Julia Kraml. „Aber auch in den anderen Monaten gibt es genug zu tun. Die Sträucher müssen zugeschnitten und die Flächen gedüngt werden. So bereiten wir alles für die nächste Beerensaison vor.“ Dann heißt es: „Heidelbeeren pflücken erlaubt!“ Mit diesen Worten lädt uns Julia Kraml zu einem Rundgang durch die Heidelbeer-Plantage ein. Leckere Heidelbeeren lachen uns an und sie schmecken auch köstlich! „Hmmm, lecker!“, schwärmten wir und aßen genüsslich.

Elena als Erdbeere Foto: Felix Amann
Elena als Erdbeere Foto: Felix Amann

„Wie gießen sie die vielen Pflanzen?“, fragte Anna. „Bewässert werden die Beeren mit einer sogenannten Tröpfchenbewässerung. So werden die Pflanzen optimal mit Wasser versorgt“, erklärte Julia Kraml. Durch den Dammanbau der Erdbeeren und den Anbau der Heidelbeeren in Kübeln könne zudem die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln verringert werden.

Kreative Beeren-Kuchen

Leckerer Kuchen Foto: Ludwig Reichl
Leckerer Kuchen Foto: Ludwig Reichl

Nun durften die Schüler selbst mit Erdbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren eigene Kuchen belegen. Eifrig und kreativ entstanden tolle Beerenmotive auf den vorbereiteten Biskuitböden. Stolz präsentierten die Kinder ihre Kreationen und verzehrten sie dann genüsslich. Anschließend blieb genügend Zeit, das Strohlabyrinth unsicher zu machen. Die Schüler konnten sich hüpfend und lachend so richtig austoben.

Die Schüler turnten auf den Strohballen herum. Foto: Felix Amann
Die Schüler turnten auf den Strohballen herum. Foto: Felix Amann

Die Zeit verflog viel zu schnell und die Schüler mussten den Heimweg antreten. „Hier komme ich sicherlich wieder her!“ und „Das hat heute vielleicht Spaß gemacht!“, konnte man im Bus hören. Ein wirklich gelungener Ausflug!

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