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Sonntag, 19. August 2018 32° 2

Erste Hilfe

Grundschüler sind für Notfälle gewappnet

Kleine Unfälle sind schnell passiert. Von den Johannitern erfuhren die Kinder, wie man Verletzungen richtig versorgt.
Von Benedikt Stockbauer, Julia Wagner, Johanna Bader und Arina Croitoru, Klasse 4b der Grundschule Grossberg

Besonderen Spaß machte es den Schülern, das Gelernte gegenseitig an sich auszuprobieren. Foto: Klasse 4b
Besonderen Spaß machte es den Schülern, das Gelernte gegenseitig an sich auszuprobieren. Foto: Klasse 4b

Großberg.Ende Juni kamen die Johanniter Irina Orschlet und Elisa Centner zu uns an die Grundschule Großberg. Sie führten mit uns, der Klasse 4b, einen Erste-Hilfe-Kurs durch. Die beiden beantworteten uns viele Fragen und erklärten uns die Grundlagen von Schürfwunden, Platzwunden, Brandwunden, Schnittverletzungen und Verbrennungen.

Wir haben gelernt, dass man schmutzige Wunden abdecken und Fremdkörper nicht selbst herausziehen soll. Desinfektionsmittel darf man nicht bei fremden Personen anwenden, denn sie könnten allergisch reagieren. Fürs Erste reicht es, die Wunde mit einem Pflaster oder einem Verband zu versorgen.

Nach der Theorie kam die Praxis

Interessant war, den Inhalt eines Verbandskastens genauer anzuschauen: Der Verbandskasten enthält ein Dreieckstuch, um zum Beispiel einen verletzten Arm zu stützen, sowie eine Wundkompresse, um das Blut aufzusaugen. Pflaster in verschiedenen Größen, Verbandspäckchen und ein Klebeband, um kleine Verletzungen abzudecken, sind ebenfalls darin.

Handschuhe tragen, wenn es blutet! Foto: Klasse 4b
Handschuhe tragen, wenn es blutet! Foto: Klasse 4b

Wichtig ist auch die enthaltene Notfalldecke, die man bei Unterkühlung oder Verbrennungen braucht, sowie die Handschuhe, die man bei blutenden Wunden unbedingt verwenden sollte. Alle in Papier eingewickelten Utensilien sind steril, das bedeutet, sie sind keimfrei. Man sollte daher beim Auspacken die Wundauflage nicht berühren, sonst kommen die Keime von den Händen an die Wunde.

Die Expertin zeigte, wie der Verband richtig angelegt wird. Foto: Klasse 4b
Die Expertin zeigte, wie der Verband richtig angelegt wird. Foto: Klasse 4b

Beim Praxisteil durften wir an unseren Mitschülern Verbände an Kopf und Ellbogen anlegen. Auch das Dreieckstuch haben wir ausprobiert. Einen Jungen unserer Klasse legten wir in die stabile Seitenlage. Wir drehten unseren Mitschüler auf den Rücken, danach mussten wir feststellen, ob er atmet. Den Arm, der näher am Körper lag, spreizten wir im rechten Winkel ab. Dann wurde ein Bein des Schülers aufgestellt und der Körper zur Seite gekippt. Wichtig war, den Kopf zu überstrecken, damit beim möglichen Erbrechen das Erbrochene nicht in die Lunge gelangt, sondern aus dem Mund herauslaufen kann. Zum Schutz vor Kälte sollte man den Verletzten mit der Rettungsdecke zudecken.

Was beim Notruf wichtig ist

Wir lernten, dass beim Auffinden eines Verletzten sofort der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 verständigt werden muss. Beim Notruf muss man unbedingt an die fünf W-Fragen denken: Wer bin ich? Wo bin ich? Was ist passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Welche Verletzungen liegen vor?

Unter Anleitung wurde geübt. Foto: Klasse 4b
Unter Anleitung wurde geübt. Foto: Klasse 4b

Zum Schluss durften wir alle noch mal die Erste-Hilfe-Maßnahmen und die Verbände an uns gegenseitig ausprobieren, schließlich wird man nur durch Übung fit für den Notfall.

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