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Ernährung

In der Bäckerei Neuhoff ist alles bio

Schwabelweiser Grundschulkinder bekommen Einblicke in den Betrieb. 60 Verkaufsstellen werden mit Backwaren beliefert.
Von der Klasse 2 der Grundschule Schwabelweis

Bernhard Neuhoff zeigt den interessierten Schülern, wie in der Bäckerei gearbeitet wird. Foto: 2. Klasse
Bernhard Neuhoff zeigt den interessierten Schülern, wie in der Bäckerei gearbeitet wird. Foto: 2. Klasse

Regensburg.„Mmh, hier riecht es aber gut! Bekommen wir was zum Essen?“ Ein Duft von frischem Brot und Gebäck empfängt die 25 Kinder der 2. Klasse der Grundschule Schwabelweis, als sie an einem heißen Junitag in der Biobäckerei Neuhoff in der Donaustaufer Straße nahe des Gewerbeparks ankommen. Bernhard Neuhoff empfängt sie schon. „Natürlich gibt es für jeden von euch eine Semmel. Aber zuerst wollen wir uns die Biobäckerei anschauen.“

Die Kinder sind von Anfang an von der freundlichen Art des Seniorchefs eingenommen. „Eigentlich ist ja mein Sohn Sebastian der Chef hier, aber weil er gerade studiert, bin ich am 1. März 2018 in die Geschäftsleitung eingestiegen. Ich bin kein Bäcker, sondern der Chef einer Bäckerei“, erklärt er den Schwabelweiser Kindern.

Kühlraum und Ofen in XXL

Ein Teil des benötigten Mehls wird direkt in der Bäckerei gemahlen. Foto: 2. Klasse
Ein Teil des benötigten Mehls wird direkt in der Bäckerei gemahlen. Foto: 2. Klasse

Zuerst gehen die Schüler in einen Raum, wo das Getreide zu Mehl gemahlen wird. Ein Teil des Mehls wird fertig gekauft, ein Teil in der Mühle in der Bäckerei zu Vollkornmehl gemahlen. „Was ist denn eigentlich bio?“, wollen die Schüler wissen. Bernhard Neuhoff erklärt, dass jedes Wachsen einer Pflanze bio sei. Leider werden aber bei der Lebensmittelproduktion viele Pflanzen gespritzt und sind deshalb nicht mehr naturbelassen oder bio. „Meine Frau und ich leben seit vielen Jahren biologisch. Weil uns das gut tut und wir davon überzeugt sind, sind wir vor fast 30 Jahren in die Bio-Branche eingestiegen. 2011 eröffnete unser Sohn Sebastian in Regensburg eine Biobäckerei. Inzwischen beliefern wir ca. 60 Backwarenverkaufsstellen“, sagt er stolz.

Weiter geht es in das Herzstück der Bäckerei, in die Backstube. Nachdem der Teig verrührt wird, formt der Bäcker Roland ihn in Handarbeit zu Vollkornbroten. „Es macht doch Spaß bei uns zu arbeiten, Roland?“, fragt der Chef seinen Angestellten. Wir sind uns sicher, dass das lachende „Selbstverständlich!“ eine ehrliche Antwort ist.

Bevor das Brot gebacken wird, kommt es noch in den Kühlraum. Foto: 2. Klasse
Bevor das Brot gebacken wird, kommt es noch in den Kühlraum. Foto: 2. Klasse

Bevor das Brot gebacken wird, kommt es noch für einige Zeit in den Kühlraum. Dieser Raum ist so groß, dass fast alle Kinder der Klasse Platz in diesem „Kühlschrank“ finden. Die Kälte treibt sie aber bald schon wieder in die warme Backstube. Nach einer Ruhezeit kommt der Teig in den Ofen. „Wir haben auch noch einen großen Ofen, in den man ganze Wägen mit Kuchen oder Gebäck hineinfahren kann.“

„Machen Sie denn auch Kuchen?“, will eine Schülerin wissen. „Klar!“, sagt Bernhard Neuhoff und führt die Kinder in einen weiteren Raum, die Konditorei. Die Konditorin Melanie ist gerade dabei, Marmorkuchen zu backen, viele Marmorkuchen.

Eine Semmel für den Heimweg

Währenddessen bekommen die Schüler vom Chef noch interessante Informationen geliefert. „Das Besondere an unserer Bäckerei ist nicht nur, dass wir eine Biobäckerei sind, sondern auch, dass wir nicht wie anderer Bäckereien in der Nacht zum Backen anfangen, sondern erst um 5 Uhr. Trotzdem schaffen wir es, dass unserer Kunden täglich ihr Frühstücksbrötchen bekommen.“

Inzwischen hat die Konditorin Melanie den Marmorkuchen mit Schokolade glasiert. Bernhard Neuhoff schmunzelt. „Ja, in diesem Raum gibt es die Zutaten, die die meisten Kinder gerne mögen.“ Am Ende der Führung dürfen die Kinder noch von der Galerie die Arbeiten in der Backstube von oben beobachten und ihre vielen Fragen an Bernhard Neuhoff richten. Bereitwillig geht er auf die Anliegen der Schüler ein. Am Ende will aber er noch etwas wissen: „Am Schluss habe ich noch eine Frage: Wer von euch kann sich vorstellen, Biobäcker zu werden?“ Erstaunlich viele Finger gehen nach oben.

Und bevor die Klasse den Fußmarsch zurück in die Schule antritt, bekommt natürlich noch jedes Kind seine versprochene Semmel. Satt und zufrieden, soviel Neues erfahren zu haben, machen sich die Schwabelweiser Grundschulkinder auf den Heimweg.

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