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Dienstag, 19. Juni 2018 26° 3

Projekt

Junge Reporter sind Feuer und Flamme

Die Mädchen und Buben der Klasse 3a in Rötz besuchten die Freiwillige Feuerwehr in Rötz – und hatten viele Fragen im Gepäck.
Von der Klasse 3a der Grundschule in Rötz

Zur Erinnerung: Gruppenfoto vor dem Feuerwehrauto mit dem Kommandanten Josef Niebauer und der Klassenleiterin Eva-Maria Leonhard. Foto: Klasse 3a
Zur Erinnerung: Gruppenfoto vor dem Feuerwehrauto mit dem Kommandanten Josef Niebauer und der Klassenleiterin Eva-Maria Leonhard. Foto: Klasse 3a

Rötz.Einen aufregenden Tag erlebten die Mädchen und Buben der Klasse 3a der Grundschule Rötz. Zusammen mit ihren Klassenleiterin Eva-Maria Leonhard besuchten die Kinder die Rötzer Feuerwehr. Für das Projekt „Zeitung in der Grundschule“ hatten sie sich als junge Reporter für diesen Tag viele Fragen vorbereitet. Und mit dem 1. Kommandanten Josef Niebauer trafen die Schülerinnen und Schüler auf einen absoluten Experten, der mit seinem enormen Fachwissen jede Frage problemlos beantworten konnte.

Kommandant Josef Niebauer hieß die jungen Reporter willkommen und informierte sie ausführlich über die 150 Jahre alte Rettungs- und Hilfseinrichtung in Rötz. Foto: Klasse 3a
Kommandant Josef Niebauer hieß die jungen Reporter willkommen und informierte sie ausführlich über die 150 Jahre alte Rettungs- und Hilfseinrichtung in Rötz. Foto: Klasse 3a

„Ganz entscheidend bei einem Notruf über die Nummer 112 sind korrekte und präzise Angaben“, diktierte der Rötzer Feuerwehr-Kommandant den jungen Reportern in ihren Block.

Wichtig: die fünf „W“

Damit die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle schnell geeignete und ausreichende Einsatzkräfte alarmieren können, muss der Anrufer wichtige Informationen geben. „Dafür gibt es die fünf „W“, die eigentlich sechs sind“, betonte Josef Niebauer.

Wo ist das Ereignis, sollte die erste Information sein. Eine detaillierte Standortangabe dient der Einsatzkoordination, damit in nächster Reichweite befindliche Rettungskräfte sowie Ersthelfer schnell am Ort des Geschehens eintreffen. Nach der Namensnennung sollte kurz und präzise mitgeteilt werden, was geschehen ist. Die aussagekräftige Beschreibung zum Notfallhergang schafft ein Bild von der Lage und ermöglicht die Bestimmung der nötigen Einsatzkräfte, wie zum Beispiel Feuerwehr oder Krankenwagen, sowie der erforderlichen Rettungsmittel.

Nichts für Schwache ist das Handling mit dem Rettungsspreitzer. Rund 20 Kilo wiegt das Gerät, das bis zu 107 Tonnen drücken kann. Der Kommandant zeigte, wie es geht. Foto: Klasse 3a
Nichts für Schwache ist das Handling mit dem Rettungsspreitzer. Rund 20 Kilo wiegt das Gerät, das bis zu 107 Tonnen drücken kann. Der Kommandant zeigte, wie es geht. Foto: Klasse 3a

Die nächste Information sollte die Zahl der betroffenen oder verletzten Personen sein. Wichtig für die Leitstelle ist es auch, zu wissen, welche Art von Verletzungen vorliegen – Bewusstlosigkeit, Schock, Atemstillstand oder starke Blutungen. Diese Angaben sind wichtig für die Koordination der Notfallmaßnahmen, Einsatzmittel und der erforderlichen medizinischen Versorgung. Für eventuelle Rückfragen ist es ganz wichtig, der Leitstelle den Namen zu nennen und den Notruf nicht abrupt zu beenden, in dem der Anrufer auflegt; also warten auf Rückfragen!

Gute Ausrüstung ist für die Rettungskräfte sehr wichtig. Und Josef Niebauer freute sich, dass es seit einem Jahr auch eine Jugend- und Kinderfeuerwehr in Rötz gibt. Foto: Klasse 3a
Gute Ausrüstung ist für die Rettungskräfte sehr wichtig. Und Josef Niebauer freute sich, dass es seit einem Jahr auch eine Jugend- und Kinderfeuerwehr in Rötz gibt. Foto: Klasse 3a

Und nachdem die Rötzer Feuerwehr aufgrund ihres 150-jährigen Bestehens seit Wochen für Schlagzeilen sorgt, wollten die jungen Reporter natürlich auch etwas über die Geschichte der Rettungsorganisation wissen. Nach den Worten von Josef Niebauer wurde die Wehr im Jahr 1868 gegründet. Aktuell leitet er die Wehr als Kommandant, seine Stellvertreter sind Michael Dommer und Sebastian Krämer. Vorsitzender des Vereins ist Martin Hofstetter, als Stellvertreter fungiert Christian Discherl.

Großer Fuhrpark

Besonders interessant war natürlich für die jungen Reporter der Klasse 3a der Fuhrpark. Rund drei Stunden lang recherchierten die Buben und Mädchen bei der Wehr. Foto: Klasse 3a
Besonders interessant war natürlich für die jungen Reporter der Klasse 3a der Fuhrpark. Rund drei Stunden lang recherchierten die Buben und Mädchen bei der Wehr. Foto: Klasse 3a

Viel zu notieren hatten die jungen Reporter dann, als Josef Niebauer ihnen einen Einblick in den Fuhrpark der Rötzer Feuerwehr gewährte. Aktuell stehen den Einsatzkräften zwei Großfahrzeuge, ein Versorgungs-Lastwagen sowie Mannschaftstransport-Bus zur Verfügung. Parallel dazu sind die beiden mobilen Ölsperren jeweils auf einem Anhänger verlastet, so dass diese separat und ohne größere Schwierigkeiten an die Einsatzstelle gebracht werden können.

„Die schwierigsten Einsätze sind, wenn Kinder beteiligt sind“, erzählte der Kommandant aus dem FFW-Alltag. Und er erinnert sich auch gleich an einen sehr gefährlichen Einsatz, als ein Stier, der sich auf einem Bauernhof losgerissen hatte, wieder eingefangen werden musste. Zwischen 50 und 100 Mal werden die Rötzer Hilfskräfte im Jahr alarmiert.

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