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Schüler lernen mit der Zeitung

Das Projekt „Zeitung in der Grundschule“ startet am 11. März wieder. Vorab informierten sich Lehrer im MZ-Verlagshaus.
Von Louisa Knobloch

Im Newsroom erläuterte Mathias Wagner, wie die Mittelbayerische Social Media nutzt. Foto: Louisa Knobloch
Im Newsroom erläuterte Mathias Wagner, wie die Mittelbayerische Social Media nutzt. Foto: Louisa Knobloch

Regensburg.Ab 11. März wird in 86 Klassen in der Region wieder mit einem besonderen Unterrichtsmaterial gearbeitet: der Mittelbayerischen Zeitung oder einer ihrer Lokalausgaben. Beim Projekt „Zeitung in der Grundschule“ (ZiG) haben Erst- bis Viertklässler die Möglichkeit, das Medium Zeitung kennenzulernen und selbst zu Reportern zu werden. Vorab informierten sich teilnehmende Lehrkräfte im MZ-Verlagshaus über das Projekt.

Heike Niemann-Klaus von der Grundschule Wenzenbach hat vor zwei Jahren schon einmal an ZiG teilgenommen: „Die Kinder waren wirklich begeistert, es hat viel Spaß gemacht.“ Für Dagmar Kellner von der Grundschule Kelheim-Hohenpfahl, die zum ersten Mal dabei ist, steht die Leseförderung im Vordergrund. Barbara Hußlein von der Kreuzschule in Regensburg findet die große Bandbreite an Themen, die die Zeitung abdeckt, gut. Denn hier findet jeder Schüler etwas, das sie oder ihn interessiert.

Über 200 000 Teilnehmer seit 1986

Das Schulprojekt habe im Haus eine lange Tradition, betonte MZ-Chefredakteur Manfred Sauerer in seiner Begrüßung. Seit 1986 gibt es „Zeitung in der Schule“ (ZiS), seit 1992 zusätzlich das Grundschulprojekt ZiG. Insgesamt haben seither über 8800 Klassen mit mehr als 200 000 Schülern im Unterricht mit der MZ gearbeitet.

Dr. Norbert Hilger und sein Kollege Dr. Markus Moog vom IZOP-Institut erläuterten die Projektziele und Unterrichtsmaterialien. Foto: Louisa Knobloch
Dr. Norbert Hilger und sein Kollege Dr. Markus Moog vom IZOP-Institut erläuterten die Projektziele und Unterrichtsmaterialien. Foto: Louisa Knobloch

Die pädagogische Betreuung übernimmt das IZOP-Institut in Aachen. Dr. Markus Moog und Dr. Norbert Hilger stellten den Lehrkräften die Lernziele und Unterrichtsmaterialien vor. Nicht nur im Deutschunterricht kann mit der Zeitung gearbeitet werden, auch im Heimat- und Sachunterricht oder in Mathematik gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

18 Lehrkräfte informierten sich bei der MZ über das Projekt „Zeitung in der Grundschule“.

Viele Schüler kommen durch das ZiG-Projekt zum ersten Mal mit einer Tageszeitung in Kontakt, berichteten die Lehrkräfte. Eine Sorge kann Moog den Buben und Mädchen gleich nehmen: Im Gegensatz zu Büchern muss man die Zeitung nicht komplett von vorne bis hinten durchlesen. Das sogenannte selektive Lesen – also Artikel auszuwählen, die einen besonders interessieren – ist eine der Kompetenzen, die Schüler bei ZiG erwerben. Auch die kritische Medienrezeption soll anhand von einfachen Beispielen – etwa der Überprüfung, ob der Wetterbericht wirklich stimmt – eingeübt werden.

Schüler recherchieren als Reporter

In Langzeitarbeiten sammeln die Kinder über einen längeren Zeitraum Artikel zu einem bestimmten Thema wie Tiere, SSV Jahn oder Unfälle und werten diese aus. Die Schüler werden im ZiG-Projekt auch selbst zu Reportern: Sie wählen ein Thema aus, recherchieren vor Ort und schreiben einen Artikel, der dann in der MZ und online veröffentlicht wird. Bei einem kleinen Schreibworkshop konnten die Lehrkräfte das gleich selbst ausprobieren. Dazu bekamen sie eine Führung durch den Newsroom – „das Herzstück und der Maschinenraum des Mittelbayerischen Verlages“, wie Newsroom-Leiterin Claudia Bockholt sagte. Mathias Wagner, Produktleitung Social Media, erläuterte anschließend, wie die MZ soziale Netzwerke nutzt.

Mehr Informationen zum ZiG-Projekt finden Sie hier.

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