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Sport

Spaß und Freude am Fußball vermitteln

Beim Besuch von Hans Dorfner erfuhren Schüler viel über das Leben des Ex-Fußballprofis. Dann ging es auf den Sportplatz.
Von der Klasse 4b der Grundschule Zeitlarn

Der ehemalige Fußballprofi Hans Dorfner beantwortet geduldig die Fragen der Schüler. Foto: Irene Lindner
Der ehemalige Fußballprofi Hans Dorfner beantwortet geduldig die Fragen der Schüler. Foto: Irene Lindner

Zeitlarn.Es herrscht Aufregung in unserer Klasse 4b der Grundschule Zeitlarn. Heute besucht uns Hans Dorfner, ein ehemaliger Nationalspieler und Leiter der gleichnamigen Fußballschule. Begleitet wird er von seinem Sohn Max, der ihn in der Fußballschule unterstützt.

Sogleich löchern wir unseren Gast mit Fragen. Dabei erfahren wir einiges über ihn. Hans Dorfner fing bereits mit sechs Jahren an, Fußball zu spielen und trat dem ASV Undorf bei. Dort spielte er bis zu seinem 17. Lebensjahr.

Nachdem er für den FC Bayern entdeckt wurde, spielte er zunächst in der Jugendmannschaft, bevor er zu den Profis wechselte. Ein Jahr später wurde er an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen und stieg von dort aus in die Bundesliga auf. Anschließend spielte er wieder für den FC Bayern.

Verletzung beendete Karriere

Nach dem Interview ging Hans Dorfner mit den Schülern auf den Sportplatz.  Foto: Irene Lindner
Nach dem Interview ging Hans Dorfner mit den Schülern auf den Sportplatz. Foto: Irene Lindner

Dorfner selbst sieht sich nicht als Fußballlegende, er hatte in seiner Karriere aber viele schöne Erfolge. So gewann er unter anderem drei Mal die deutsche Meisterschaft und spielte für die deutsche Nationalmannschaft.

„Das Schönste am Fußballspielen ist, miteinander zu gewinnen. Mir gefällt besonders der Zusammenhalt in der Mannschaft“, erzählt er uns. „Freude und Spaß am Fußball, das ist mein Motto, auch in der Fußballschule.“

1994 musste Hans Dorfner seine Karriere beenden. Er wurde sehr oft gefoult und erlitt eine Knieverletzung. „Man muss das Leben so nehmen, wie es kommt“, meint er. Noch im selben Jahr gründete er die Hans Dorfner Fußballschule.

Die Fußballschule findet in der Regel in den bayerischen Schulferien statt. Die Kinder trainieren dort und arbeiten an ihrer Technik. Am Ende des Tages zeigen sie ihr Können in der Mini-Champions-League. Mittlerweile finden jährlich rund 120 Kurse der Hans Dorfner Fußballschule statt.

Früher war er Gladbach-Fan

Max Dorfner war auch mit dabei.  Foto: Irene Lindner
Max Dorfner war auch mit dabei. Foto: Irene Lindner

Jedes Jahr nehmen 5000 bis 6000 Kinder und Jugendliche an der Fußballschule teil. „Es macht mir Spaß, mit Kindern zu arbeiten. Erwachsene wollte ich noch nie trainieren“, sagt Dorfner. „Es ist schön, wenn man Kinder und Jugendliche für den Sport begeistern kann.“ Hans Dorfners Sohn Max organisiert zusammen mit seinem Vater die Fußballschulen-Kurse.

Hans Dorfner kam für ein Interview und eine Trainingseinheit an die Grundschule Zeitlarn.

Zuletzt wollen wir von Hans Dorfner wissen, von welcher Mannschaft er heute Fan ist. „Heute sind es natürlich Bayern München und der 1. FC Nürnberg. In meiner Jugend war ich aber Gladbach-Fan“, verrät er. Wirklich? „Ja“, erzählt er lachend, „lange sogar. Ich hatte sogar ein Fanposter in meiner Kabine hängen, als ich schon für Bayern gespielt habe. Als mein Trainer das entdeckte, riss er es wütend von der Wand.“

Die Schussgeschwindigkeit wurde gemessen.  Foto: Irene Lindner
Die Schussgeschwindigkeit wurde gemessen. Foto: Irene Lindner

Nach dem Interview trainieren Hans Dorfner und sein Sohn Max mit uns auf dem Schulhof. Dazu bilden wir zwei Gruppen. Während die eine Gruppe Fußball spielt, macht die andere Gruppe ein Aufstiegsspiel. Anschließend wird getauscht. Am Ende darf jeder seine Schussgeschwindigkeit messen. Dazu haben Hans und Max Dorfner ein spezielles Gerät mitgebracht, das hinter dem Tor aufgestellt wird. Beim Training merken wir ganz deutlich, worauf es beim Fußballspielen ankommt: auf Spaß und Freude. Davon haben wir an diesem Tag richtig viel!

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