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Ausflug

Viertklässler auf großer Tour

In vier Stunden wanderten Schüler auf den Spuren des Jurasteigs und der König-Otto-Schleife zur Tropfsteinhöhle nach Velburg.
Von der Klasse 4b der Grundschule Seubersdorf

Die Schüler aus Seubersdorf wanderten zur Tropfsteinhöhle – hier sind sie auf der Heide Richtung Oberwiesenacker. Foto: Klasse 4b
Die Schüler aus Seubersdorf wanderten zur Tropfsteinhöhle – hier sind sie auf der Heide Richtung Oberwiesenacker. Foto: Klasse 4b

Velburg.Mit gepacktem Rucksack – viel zu Trinken und einer guten Brotzeit – starteten wir Mitte Juni zu Fuß vom Jugendhaus Habsberg nach Velburg zur Tropfsteinhöhle. Zunächst spazierten wir gemütlich hinter dem Jugendhaus den steilen Habsberg hinunter in zwei, drei Kurven durch den Wald bis zur Hauptstraße.

Unten angekommen überquerten wir die Straße und folgten dem schmalen geteerten Weg durch einen sehr verlassenen Einsiedlerhof. Von da an orientierten wir uns an den Schildern des Jura-Steigs. Entlang des Waldes liefen wir gemeinsam zur wunderschönen Heide mit Blick auf die Dörfer Unterwiesenacker und Oberwiesenacker.

Die Pferdekoppel mit „Marwin“ und den Ziegen. Foto: Klasse 4b
Die Pferdekoppel mit „Marwin“ und den Ziegen. Foto: Klasse 4b

Auf der Heide machten wir kurzen Halt und bewunderten die vielfältigen Blumenarten, die dort wachsen. Von Steinnelken bis hin zu Osterglocken kann man hier alles entdecken. Folgt man dem Weg, so kommt man direkt ins Dorf Unterwiesenacker und verlässt es aber gleich in linker Richtung wieder. Vorbei an einer Koppel mit Pferden – eines haben wir „Marwin“ getauft – und Ziegen führte uns der Weg nach dem Stall direkt rechts an einer Fischweiheranlage vorbei direkt zur nächsten Hauptstraße.

Brotzeit am Steinbruch

Auch die überquerten wir und folgten der Straße ins nächste Dorf Oberwiesenacker. Auf dieser Strecke lassen sich tolle Gärten und Häuser bewundern und eine Einkehr in den Landgasthof Feihl bietet sich nach dem ersten Drittel der Wanderung gut für eine Pause an. Wir aber gingen links am Wirtshaus wieder etwas bergauf und folgten dem Dorfverlauf. Am Ende des Dorfes hielten wir uns wiederum an die Schilder und kamen nach nun insgesamt fünf Kilometern zu einem riesigen Steinbruch. Endlich hieß es „Mittagspause“ und alle genossen am Schotterweg die Aussicht auf den Steinbruch und ihre leckere Brotzeit.

Besonders gut fanden wir den Blick zurück auf die weit entfernte Kirchturmspitze des Habsbergs. Gestärkt brachen wir den zweiten großen Teil unserer Wanderung an. Es ging die Straße entlang zu einem weiteren Einsiedlerhof. Ab nun begann der wirklich einsame, aber sehr naturnahe Teil der Strecke. Zwar immer geradeaus, doch über einen Hügel nach dem anderen, von einem Waldstück zum nächsten, gelangten wir mit Überquerung einer dritten Hauptstraße (auf der wieder kein Auto zu sehen war) nach Reichertswinn.

Angenehme Höhlen-Temperatur

Geschafft und schon mit müden Beinen schlenderten wir auf das Dorf zu. Dort erfuhren wir etwas zum Eichenprozessionsspinner und konnten aus sicherer Entfernung einzelne Nester der Raupe erkennen. Und schon waren wir auf dem Weg zum letzten Waldstück vor der Tropfsteinhöhle. Nur noch einmal links abbiegen und durch den Wald hinauf und hinunter laufen – so die Ansage unserer Lehrerinnen – und schon sind wir da!

Endlich angekommen an der König-Otto-Tropfsteinhöhle. Foto: Klasse 4b
Endlich angekommen an der König-Otto-Tropfsteinhöhle. Foto: Klasse 4b

Na endlich, dort drüben im Wald liegt also die Tropfsteinhöhle. So liefen wir das letzte Stück schon fast wie automatisch auf dem Weg der König-Otto-Schleife hinauf zur Tropfsteinhöhle. Dort erwartete uns tolle Gastleute, die uns mit Pommes und anderen Leckereien versorgten. Die Krönung am Ende dieser zwölf Kilometer langen Wanderung war die Führung in der König-Otto-Tropfsteinhöhle, die uns bei etwa acht Grad Celsius wieder auf angenehme Temperaturen brachte.

Das Wandern war hier nicht nur des Müllers Lust, sondern auch die Lust der Klasse 4b. Wir können euch die Wanderung von etwa vier Stunden (als Erwachsene und ohne Pause 2,5 bis drei Stunden) echt empfehlen und wünschen euch schon jetzt viel Freude. Und falls euch niemand abholen kann, man schafft es bei gutem Wetter und etwas mehr Zeit auch durchaus wieder zurück zum hochgelegenen Habsberg.

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