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Innovation

Ausflug in die Welt der Technik

Die Schüler des CFG-Gymnasiums Schwandorf durften bei ihrem Besuch bei Elektro Conrad in Hirschau mit dem 3D-Stift hantieren.
Von der Klasse 8am des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Schwandorf

Die CFG-Schüler durften bei ihrem Besuch im Tekkie Innovation Lab erste Versuche mit dem 3D-Stift machen. Foto: Angelika Weigert
Die CFG-Schüler durften bei ihrem Besuch im Tekkie Innovation Lab erste Versuche mit dem 3D-Stift machen. Foto: Angelika Weigert

Schwandorf.Vier sechsbeinige Krabbeltiere laufen uns um die Füße und wir müssen aufpassen, nicht auf sie zu treten. Es handelt sich um sogenannte Robobugs, ferngesteuerte, käferähnliche Roboter, die uns da belästigen. Zudem hören wir die ganze Zeit über ein unablässiges, quietschendes Geräusch. Was mag das sein? Es ist ein 3D-Drucker, der in einer Ecke des Raumes vor sich hin arbeitet.

Das Conrad-Shuttle in der Eingangshalle Foto: Angelika Weigert
Das Conrad-Shuttle in der Eingangshalle Foto: Angelika Weigert

Wir befinden uns im Tekkie Innovation Lab der Firma Conrad in Hirschau. Christian Trösch, der seit 2017 als Leiter der Produktentwicklung tätig ist, hat uns in der großen, hellen, erstaunlich ruhigen Eingangshalle in Empfang genommen.

Wahre 3D-Kunstwerke

„Schon als Kind habe ich eine große Leidenschaft für Technik entwickelt“, erklärt Trösch. Wir erfahren, dass der 3D-Drucker sogar einen der Robobugs ausdrucken und mit etwas Zeit wahre Kunstwerke erschaffen kann. Im Moment ist der Drucker dabei, zahllose Chips für Einkaufswagen herzustellen. Von Christian Trösch und seinen Mitarbeitern erfahren wir, dass das Unternehmen 1923 in Berlin gegründet wurde, 1946 nach Hirschau umzog und mehr als 3500 Mitarbeiter in der Conrad Gruppe weltweit beschäftigt sind. Darunter sind 128 Ausbildende gruppenweit, die zwischen elf Ausbildungsberufen wählen können. Pro Tag werden im Logistikzentrum in Wernberg-Köblitz durchschnittlich 40 000 Pakete verschickt, in der Weihnachtszeit sogar bis zu 95 000 – eine wirklich eindrucksvolle Zahl.

So funktioniert der 3D-Drucker

  • Funktionsweise:

    Ein automatischer 3D-Stift malt Schicht für Schicht auf eine Unterfläche und erschafft somit nach einiger Zeit ein beliebiges Objekt.

  • Dauer:

    Die sogenannten Tekkies, wie sich die Computerprofis selbst nennen, erklären, dass manche Produkte teilweise mehrere Tage brauchen, um fertig ausgedruckt zu sein.

  • Versuch:

    Wir dürfen sogar selber mithilfe von 3D-Stiften versuchen, unser eigenes dreidimensionales Meisterwerk zu erschaffen, zum Beispiel malen wir Buchstaben nach Vorlagen nach.

  • Ideen:

    Die Kreativeren lassen sogar kleine Tiere entstehen.

Das ist ein Robobug in Aktion. Wenn dieser entsprechend programmiert ist, kann er sogar selbstständig laufen. Foto: Angelika Weigert
Das ist ein Robobug in Aktion. Wenn dieser entsprechend programmiert ist, kann er sogar selbstständig laufen. Foto: Angelika Weigert

Dann aber wecken die Robobugs unsere Aufmerksamkeit, die man, wenn man die Zeit und das Können hat, programmieren kann, wie man will. In erster Linie wurden sie für technikbegeisterte Schüler und Studenten entwickelt. Man kann sie zum Beispiel so programmieren, dass sie selbstständig laufen können, und falls sich ein Hindernis vor ihnen befindet, umgehen sie dieses geschickt. Allerdings kann man die Roboter auch mit einem Playstation-Kontroller steuern und ein anderer Roboter, der uns an einen Kran erinnert, kann sogar per App kontrolliert werden.

Selbst eine Taschenlampe gelötet

Es ist noch kein Löt-Meister vom Himmel gefallen. Foto: Angelika Weigert
Es ist noch kein Löt-Meister vom Himmel gefallen. Foto: Angelika Weigert

Nachdem wir uns vollkommen mit der neumodischen Technik ausgetobt haben, bekommen wir in einer Werkstatt einen Einführungskurs zum Thema Löten. Uns wird beigebracht, wie Löten grundsätzlich funktioniert, werden jedoch auch auf die Gefahren des Lötens aufmerksam gemacht, wie zum Beispiel, dass der Lötkolben Temperaturen von bis zu 350 Grad Celsius erreichen kann – also ist da höchste Vorsicht geboten! Nach einem kleinen Test unserer (noch) nicht allzu guten Lötfähigkeiten können wir nun beginnen, unsere eigenen Taschenlampen zu löten – eine sehr anstrengende, zeitaufwändige, aber dennoch interessante Arbeit.

Zum Glück werden wir von mehreren Helfern, die ihr Handwerk verstehen, unterstützt. Uns werden viele hilfreiche Tipps gegeben, die uns dabei unterstützen, unsere Tätigkeit zu perfektionieren. Stolz stellen wir fest, dass die fertigen Lampen dann tatsächlich leuchten!

Am Ende unseres Besuchs dürfen wir vom 3D-Drucker gedruckte Einkaufschips und natürlich die selbst gebastelten Taschenlampen mitnehmen. Doch auch ohne diese Abschiedsgeschenke wird uns dieser höchst interessante Ausflug in die Welt der Technik in positiver Erinnerung bleiben.

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