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Soziales

Einkaufen mit kleiner Münze

Die Regensburger Tafel hilft Menschen, die in schwierige Lebenslagen geraten sind, und versorgt sie mit Lebensmitteln.
Von der Klasse MST 5 des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums

Die Schüler waren erstaunt, was es alles in der Tafel gibt. Foto: Edeltraut Kleber
Die Schüler waren erstaunt, was es alles in der Tafel gibt. Foto: Edeltraut Kleber

Regensburg.Die Regensburger Tafel in der Liebigstraße ist in einem etwas versteckt gelegenen Haus untergebracht. Ein Lieferwagen steht in der Einfahrt und lädt Obst und Gemüse aus. Drinnen herrscht geschäftiges Treiben. Mitarbeiter schleppen Kisten mit Milchprodukten, Semmeln, Gebäck, Obst und Gemüse, aber auch Waschmittel und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Nur Kleidung wird hier nicht verkauft. Die Mitarbeiter räumen die Waren in die Regale ein. Der Verkaufsraum ist in etwa so groß wie zwei Klassenräume.

Waren gerecht verteilen

„Pro Woche kommen rund 4000 Menschen zu uns und versorgen sich mit Lebensmitteln“, sagt Christine Gansbühler, die Vorsitzende der Tafel Regensburg. Nicht jeder Bedürftige darf unbegrenzt Waren mitnehmen. Es wird darauf geachtet, alles gerecht zu verteilen. Die Lebensmittel gibt es auch nicht umsonst: Einzelpersonen bezahlen einen Euro und Familien zwei Euro. Es ist wichtig für die Menschen, dass sie für die Waren auch bezahlen. Man darf ein Mal die Woche kommen. Jeder Bedürftige darf eine große Tasche voll Lebensmittel einkaufen. Aber nur Menschen, die für die Tafel eine Berechtigung haben, dürfen dort auch einkaufen.

Seit gut 20 Jahren gibt es die Tafel in Regensburg inzwischen. Anfangs wurde das Essen aus einem Lieferwagen heraus verteilt. Die Waren werden von Supermärkten und Bäckereien aus Regensburg und Umgebung gespendet. So müssen diese nicht weggeworfen werden. Viele ehrenamtliche Mitarbeiter helfen bei der Tafel mit. Drei Nachmittage in der Woche ist die Einrichtung geöffnet. Finanziert wird die Tafel aus Zuschüssen und Spenden.

Es gibt viele Menschen, die in die Tafel kommen, weil sie zum Beispiel arbeitslos sind oder zu wenig Rente bekommen. „Jeder kann einmal in eine Notsituation kommen“, sagt Christine Gansbühler.

Weitere Beiträge von ZiS-Schülern gibt es hier.

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  • Das Projekt:

    Seit 1986 bietet die Mittelbayerische Zeitung bereits das Medienprojekt „Zeitung in der Schule“ an. Kinder und Jugendliche aller Altersstufen und quer durch alle Schularten haben dabei die Möglichkeit, direkt im Klassenzimmer kostenlos Zeitung zu lesen – auf Papier oder online. Jedes Jahr nehmen mehr als 300 Klassen aus ganz Ostbayern an dem Medienprojekt teil. Auch im kommenden Schuljahr wird es wieder eine Neuauflage von „Zeitung in der Schule“ geben.

  • Anmeldung:

    Lehrer, die mit ihrer Klasse teilnehmen möchten, können sich bereits jetzt für das neue Projektjahr anmelden – zum Beispiel per E-Mail an: izop@izop.de. Für teilnehmende Lehrer gibt es zu Beginn des kommenden Schuljahres ein Vorbereitungsseminar rund um das Thema Medien. Außerdem erhalten Lehrkräfte umfangreiche Unterrichtsmaterialien. Jede Klasse hat außerdem die Möglichkeit, einen Artikel für die Zeitung zu schreiben.

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