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Sonntag, 27. Mai 2018 29° 2

Soziales

Immer bereit für den nächsten Einsatz

In der Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes in Regensburg gibt es viel zu entdecken. Schüler informierten sich.
Von der Klasse 5 des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums

Der Rettungswagen ist mit vielen Geräten ausgestattet. Foto: Monika Sauer-Meder

Regensburg.Plötzlich geht der Piepser des Rettungssanitäters los. Über Funk erhält er Informationen über den Standort des Patienten. Jetzt muss alles sehr schnell gehen, denn er hat nur zwölf Minuten Zeit, um am Einsatzort zu sein. Um möglichst schnell voranzukommen, schaltet er das Blaulicht und das Martinshorn ein.

Mitte April besuchen wir, die Klasse 5 des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums, die Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes in Regensburg. Benjamin Biehler, der Leiter der Rettungswache, begrüßt uns und stellt uns den Rettungssanitäter Robert Horn vor, der uns die nächsten beiden Stunden durch die Wache führt und unsere Fragen beantwortet.

Hilfe für alle

Henry Dunant gründete das Rote Kreuz 1859, weil er es für wichtig ansah, dass bei kriegerischen Auseinandersetzungen jedem, also Freund und Feind, geholfen werden sollte. Das Deutsche Rote Kreuz wurde am 25. Januar 1921 und das Bayerische Rote Kreuz am 27. Juli 1945 gegründet.

Im Raum Regensburg gibt es sechs Wachen. In der Hauptrettungswache arbeiten 120 hauptamtliche Mitarbeiter, 17 Personen im Bundesfreiwilligendienst und 18 Auszubildende. Zum Rettungsdiensthelfer und zum Rettungssanitäter kann man sich mit Mittelschulabschluss in einem Monat beziehungsweise vier Monaten ausbilden lassen. Für die Ausbildung zum Notfallsanitäter braucht man den Realschulabschluss. Sie dauert drei Jahre. In allen Berufen muss man sich jährlich aus- und weiterbilden. Da die Wache 24 Stunden besetzt sein muss, arbeiten die Sanitäter im Schichtdienst (Frühschicht, Tagschicht und Nachtschicht).

Tagsüber sind in Regensburg sechs Rettungswägen im Einsatz, nachts einer. Zusätzlich gibt es neun Krankentransportwägen. Die Rettungswägen bringen die Patienten zu fünf Kliniken in Regensburg, zum Krankenhaus St. Josef, zu den Barmherzigen Brüdern, ins Bezirksklinikum, ins Universitätsklinikum und in die Klinik St. Hedwig.

Nachdem Robert Horn schon viele unserer Fragen beantwortet hat, zeigt er uns noch seine Arbeitskleidung und erklärt uns anhand von Bildern, welche Geräte im Rettungsdienst verwendet werden und welche Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Zahlreiche Geräte

In einem Einsatzwagen gibt es viele Geräte, wie zum Beispiel ein Blutdruckmessgerät, ein EKG-Gerät, ein Pulsmessgerät, ein mobiles Sauerstoffgerät, eine Absaugpumpe, eine Spritzenpumpe und ein Thoraxkompressions-System. Die Spritzenpumpe wird dazu verwendet, den Patienten dauerhaft zum Beispiel mit Schmerzmitteln zu versorgen. Das Blutdruckmessgerät benötigt man zur Überwachung des Blutdrucks. Über eine Sauerstoffpumpe können Patienten, die an schwerer Atemnot leiden, mit Sauerstoff versorgt werden.

Dann dürfen wir uns die Räume der Rettungswache ansehen. Hier gibt es ein Büro, Umkleideräume, einen Raum für die persönliche Schutzausstattung, einen Raum für Schmutzwäsche und Ruheräume. Dann gehen wir in die Garage, in der die vielen Fahrzeuge stehen. Im Rettungsdienst gibt es den Rettungswagen (RTW), den Krankentransportwagen (KTW), den Einsatzleitwagen (ELW), das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und den Intensivtransportwagen (ITW). Zusätzlich gibt es auch einen Schwerlast-RTW mit Sonderausstattung für den Transport von Patienten bis zu 318 kg Körpergewicht.

Blutdruck messen

Dann dürfen wir uns einen Rettungswagen ganz genau ansehen. Robert Horn zeigt uns im RTW alle Geräte, öffnet für uns alle Schubladen und führt uns vor, wie die Liege aus dem Rettungswagen heraus- und wieder hineingeschoben wird. Einige von uns lassen sich im Rettungswagen den Puls und den Blutdruck messen. Wir dürfen auch den Erstversorgerrucksack hochheben – er ist tatsächlich sehr schwer.

Zwei Stunden Führung durch die Rettungswache sind schnell vergangen. Unsere Klassensprecher bedanken sich für die interessante Führung. Es hat uns allen viel Spaß gemacht.

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