MyMz

Lesekompetenz

Übungstext: Christkindlmarkt rüstet auf

Die MZ liefert Artikel, anhand derer Schüler ihre Lesekompetenz testen können. Dieses Mal handelt er vom Sicherheitsaspekt.

In vielen Städten werden die Sicherheitsmaßnahmen auf den Weihnachtsmärkten in diesem Jahr verstärkt - auch in Regensburg.
In vielen Städten werden die Sicherheitsmaßnahmen auf den Weihnachtsmärkten in diesem Jahr verstärkt - auch in Regensburg. Symbolbild: dpa

Regensburg.Lehrkräfte stellen fest, dass junge Leute zunehmend Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Texten haben. Doch über das Lesen werden in Texten gespeicherte Informationen in Wissen umgewandelt. Lesekompetenz ist somit eine wichtige Voraussetzung für das Lernen, den Erfolg im Beruf und die persönliche, gesellschaftliche Teilhabe. Lesekompetenz stellt sich aber nicht von selbst ein, sie muss Schritt für Schritt angebahnt, geübt und gesichert werden. Wer lesekompetent sein will, muss nicht nur fähig sein, Texten selbstständig Informationen zu entnehmen und diese miteinander zu verknüpfen. Er muss zudem über ein Grundlagenwissen zu Texten, deren Inhalten, Strukturen und sozialhistorischer Dimension verfügen und basierend darauf über Texte reflektieren und begründete Schlussfolgerungen ziehen können. Um diese Ziele erreichen zu können, bedarf es gezielter Lesestrategien und Arbeitstechniken, die an Texten schrittweise geübt und dauerhaft gesichert werden sollen. Deshalb bietet die MZ Woche für Woche verschiedene Texte an, an denen die Schüler all das üben können. Das Projekt startet nun im November in eine neue Runde.

Der aktuelle Übungstext

In dieser Woche geht es um den Aspekt der Sicherheit auf den Christkindlmärkten.Das sind die Übungsaufgaben dazu.Und hier gibt es die Lösungen.

Sicherheit: Christkindlmarkt rüstet auf

Endspurt auf dem Neupfarrplatz: Am Montag gehen auf dem Regensburger Christkindlmarkt um 17 Uhr die Lichter der Verkaufsstände an.
Endspurt auf dem Neupfarrplatz: Am Montag gehen auf dem Regensburger Christkindlmarkt um 17 Uhr die Lichter der Verkaufsstände an. Foto: mt

Als Reaktion auf die Terroranschläge in Paris verstärkt der Romantische Weihnachtsmarkt in Regensburg die Videoüberwachung.

Von Micha Matthes, MZ

Nach den Terroranschlägen in Paris sitzt die Angst tief. In der französischen Hauptstadt wurde die Eröffnung des Weihnachtsmarktes komplett abgesagt. Und auch der Wiener Christkindlmarkt verzichtet in diesem Jahr „wegen der Terrorangst“ auf die traditionelle Eröffnungsrede durch den Bürgermeister. Auf dem Regensburger Christkindlmarkt, der zu den „Top Ten“ in Bayern gehört, gehen am Montag um 17 Uhr die Lichter an. Die Stadt verstärke zwar die Sicherheitsmaßnahmen, eine Absage werde es hier aber nicht geben, versichert Rechtsreferent Dr. Wolfgang Schörnig.

Wie üblich wird der Oberbürgermeister daher um 18 Uhr den Regensburger Christkindlmarkt eröffnen. Umrahmt wird der feierliche Auftakt durch die Regensburger Domspatzen, Posaunenchöre und Kinder des Kinderheims St. Vincent. St. Nikolaus spricht besinnliche Worte zur Adventszeit und verteilt Süßigkeiten an Kinder. Zum Abschluss läuten die Glocken der angrenzenden Kirchen.

Klare Reaktion auf Terror in Paris

Nichtsdestotrotz wird aber auch Regensburg – „als klare Reaktion auf die Terroranschläge von Paris und die allgemeine Sicherheitslage“ – die Präsenz der Ordnungshüter auf den Weihnachtsmärkten in diesem Jahr verstärken – vor allem in den Abendstunden und an den Wochenenden. Unter anderem werde es auf den Regensburger Weihnachtsmärkten mehr Streifengänge und Kontrollen durch die Regensburger Polizei – sowohl in Zivil als auch in Uniform – und den Ordnungsservice der Stadt geben, sagt Schörnig.

Der Christkindlmarkt findet im öffentlichen Raum statt, er ist frei zugänglich, es gibt keine Einlasskontrollen. In Konsequenz werde die Stadt daher nun die allgemeinen Kontrollen durch die Polizei „noch mehr hochfahren“, sagt Schörnig. „Wir intensivieren auf allen Märkten – auch am Haidplatz und in Stadtamhof – die Überwachung.“ Der Ordnungsdienst werde wesentlich öfter über den Weihnachtsmarkt laufen als ursprünglich geplant, versichert Schörnig. Und die Polizei werde ihre Streifen dort gezielter einsetzen. Rucksäcke dürfe der Ordnungsservice zwar nicht durchsuchen, „wenn es konkrete Hinweise gibt, wird das aber die Polizei übernehmen“, sagt Schörnig. „Wir machen das, weil wir den Besuchern ein Gefühl der Sicherheit geben wollen – nicht weil wir ein Attentat befürchten.“ Auf eine Videoüberwachung werde die Stadt auf dem Regensburger Christkindlmarkt am Neupfarrplatz verzichten, weil sie – genau wie etwa in Festzelten – zu sehr in die Persönlichkeitsrechte der Feiernden eingreife, sagt Schörnig.

Bei der Polizei selbst hält man sich – „aus Sicherheitsgründen“ – bedeckt. Man wolle das Sicherheitskonzept, den Personalaufwand und die Einsatztaktiken nicht offenlegen. Sprecherin Karin Paul bestätigt aber: „Wir werden verstärkt Streifen gehen und mehr Kontrollen durchführen.“ Zwar werden die Märkte in der Nacht auch von eigenem Personal überwacht, für Sicherheitsstörungen sei jedoch immer die Polizei zuständig. Die Kollegen seien auch in Sachen Anschlagsgefahr besonders sensibilisiert worden. „Letztlich haben wir aber auf alles ein Auge“, sagt Paul. Straftaten wie Handtaschendiebstähle würden sicher nicht vernachlässigt.

Alle Schlossbesucher auf Video

Auch der Romantische Weihnachtsmarkt verstärkt die Sicherheitsmaßnahmen. „Der Markt soll schön, sauber und sicher sein“, sagte Veranstalter Peter Kittel am Montag bei einer Pressekonferenz. Mit Letzterem tue man sich leicht, weil das Fürstliche Schloss ohnehin überwacht sei. „Aus taktischen Gründen“ will auch Kittel keine Details nennen. Das Areal verfüge – als exponiertes Gebäude mit sehr exponierten Bewohnern – über ein sehr gutes hausinternes Sicherheitssystem. „Verstärkt wird es durch unseren eigenen Sicherheitskokon und unsere eigene Security“, sagt Kittel. Und selbstverständlich seien auch noch staatliche Sicherheitskräfte vor Ort präsent. Bei Verdachtsmomenten werde es schon beim Einlass diskrete Gepäckkontrollen und stichprobenartige Überprüfungen geben.

Natürlich spielten die Ereignisse von Paris nun in die Vorkehrungen mit hinein, sagt Kittel. Um die Sicherheit der zahlreichen Gäste aus aller Welt zu garantieren, rüsten die Organisatoren nun auch bei der Videoüberwachung an neuralgischen Punkten nach. „Es kommt niemand auf den Markt, ohne von einer Kamera aufgenommen zu werden.“ Auf diese Weise könnten alle Besucher den Markt unbeschwert genießen, sagt Kittel. „Pöbeleien, Taschendiebe und die Wahnsinnigen dieser Welt“: Das Gesamtkonzept setze seit jeher auf Prävention in jede Richtung.

Regensburger Christkindlmarkt startet am Montag

Bei einer Pressekonferenz stellte Wolfgang Schörnig am Dienstag im Alten Rathaus außerdem den Ablauf des Regensburger Christkindlmarkts 2015 detailliert vor. Auch in diesem Jahr wird die Neupfarrkirche wieder jeden Tag ab 19 Uhr romantisch illuminiert.

Damit soll die Kirche als Mittelpunkt des Marktes durch die Beleuchtung in besonderer Weise in das Blickfeld der Besucher gerückt werden.

Die Öffnungszeiten

  • Romantischer Weihnachtsmarkt:

    Der Markt auf Schloss St. Emmeram dauert vom 25. November bis 23. Dezember. Die Pforten sind sonntags bis mittwochs von 12 bis 22 Uhr geöffnet, donnerstags bis samstags von 12 bis 23 Uhr. Der Eintritt beträgt montags bis freitags 6,50 Euro und 8,50 Euro an Wochenenden.

  • Lucreziamarkt:

    Kunsthandwerk am Haidplatz und am Kohlenmarkt gibt es in diesem Jahr vom 27. November bis 23. Dezember. Der Lucreziamarkt ist sonntags bis freitags von 11 bis 20 Uhr geöffnet und samstags von 10 bis 20 Uhr. Zu dem Markt gehört auch eine Kunstausstellung zum Thema „Orientexpress“ im Thon-Dittmer-Palais.

  • Christkindlmarkt am Neupfarrplatz:

    Vom 23. November bis 23. Dezember weihnachtet es wieder rund um die Neupfarrkirche (Archivfoto: altrofoto.de). Der Christkindlmarkt hat sonntags bis mittwochs von 10 bis 20 Uhr geöffnet, donnerstags bis samstags von 10 bis 21 Uhr. Es gibt insgesamt 71 Stände zu bestaunen.

  • Adventsmarkt im Katharinenspital:

    Die Vorweihnachtszeit in Stadtamhof können die Besucher des Katharinenspitals (Foto: Stadtmaus) vom 26. November bis 23. Dezember genießen. Der Adventsmarkt im Katharinenspital öffnet montags bis freitags von 16 bis 22 Uhr, samstags von 11 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 21 Uhr.

Während des Christkindlmarktes stimmen auf der Bühne verschiedene Musikgruppen in den späten Nachmittagsstunden auf die Weihnachtszeit ein. Alle Auftritte werden jeweils um 19 Uhr beendet. Jeden Mittwoch ist Kindertag. Dann beschenkt der Nikolaus zwischen 14 und 15 Uhr alle Kinder, die zum Christkindlmarkt kommen. An den Kindertagen ist auch die Fahrt im Karussell günstiger.

53 verschiedene Glühwein-Sorten

Von Hausschuhen mit Elchledersohlen bis hin zu Bioteesorten und hochwertigen Schaffellprodukten aus Südtirol: Die Stadt habe sich um eine marktgerechte Warenvielfalt bemüht, sagte Wolfgang Schörnig. Ein besonderes Augenmerk werde auf die Vielfalt des Glühweinangebotes gelegt: Insgesamt 53 verschiedene Sorten werden angeboten. „Wer öfter auf den Markt gehen möchte, soll die Möglichkeit haben, immer etwas Neues ausprobieren zu können“, sagte Schörnig. Erstmalig werde es auch Glühwein aus original Regensburger Wein geben.

Die Preise für Glühwein entsprächen der Vielfalt der Angebote: Es beginnt bei drei Euro und reicht bis 4,50 Euro. Die Knacker mit Allem wird drei Euro kosten.

Der traditionelle Regensburger Christkindlmarkt auf dem Neupfarrplatz findet in diesem Jahr vom 23. November bis zum 23. Dezember statt, geöffnet von Sonntag bis Mittwoch von 10 Uhr bis 20 Uhr und am Donnerstag, Freitag und Samstag von 10 Uhr bis 21 Uhr.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht