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Lesekompetenz

Übungstext: Hier gibt es Tickets des SSV

Schüler können mit aktuellen Texten ihre Lesekompetenz prüfen. Diese Woche geht es darum, wo es Jahn-Karten zu kaufen gibt.

Tülin und Nina, Mitarbeiterinnen bei „Copy&Paper“ im DEZ, präsentieren frisch ausgedruckte Jahn-Tickets.
Tülin und Nina, Mitarbeiterinnen bei „Copy&Paper“ im DEZ, präsentieren frisch ausgedruckte Jahn-Tickets. Foto: Tino Lex

Regensburg.Lehrkräfte stellen fest, dass junge Leute zunehmend Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Texten haben. Doch über das Lesen werden in Texten gespeicherte Informationen in Wissen umgewandelt. Lesekompetenz ist somit eine wichtige Voraussetzung für das Lernen, den Erfolg im Beruf und die persönliche, gesellschaftliche Teilhabe. Lesekompetenz stellt sich aber nicht von selbst ein, sie muss Schritt für Schritt angebahnt, geübt und gesichert werden. Wer lesekompetent sein will, muss nicht nur fähig sein, Texten selbstständig Informationen zu entnehmen und diese miteinander zu verknüpfen. Er muss zudem über ein Grundlagenwissen zu Texten, deren Inhalten, Strukturen und sozialhistorischer Dimension verfügen und basierend darauf über Texte reflektieren und begründete Schlussfolgerungen ziehen können. Um diese Ziele erreichen zu können, bedarf es gezielter Lesestrategien und Arbeitstechniken, die an Texten schrittweise geübt und dauerhaft gesichert werden sollen. Deshalb bietet unsere Zeitung Woche für Woche verschiedene Texte an, an denen die Schüler all das üben können.

Dieses Mal geht es um die neuen Ticketverkaufsstellen des SSV Jahn. Hier gibt es den Übungstext im PDF-Format.Das sind die neuen Aufgaben.Und hier gibt es die Lösungen zum Herunterladen.

Jahn spinnt ein Netz für Ticket-Käufer

Vor dem Jahresauftakt öffnen sechs Verkaufsstellen. Fanclubs und Stammgäste freuen sich über das ersehnte Angebot.

Von Norbert Lösch, MZ

Am Samstag in einer Woche startet der SSV Jahn mit dem Spiel gegen Augsburg II in die spannende Phase der ersten Saison in der neuen Continental Arena. Wer beim Jahresauftakt dabei sein will, hat jetzt weit mehr Möglichkeiten, an Eintrittskarten zu kommen, als das bisher der Fall war. Der Jahn hat sich für das Ticketing verschiedene Partner ins Boot geholt und eröffnet dieser Tage die ersten von einem Dutzend geplanter Vorverkaufsstellen.

Sechs dieser „Mini-Fanshops“ sind schon fix. Ab sofort gibt es Karten für die Heimspiele des Regionalligisten außer – wie gehabt – im Fanshop direkt am Stadion auch bei Tabak Götz am Neupfarrplatz, im Donaueinkaufszentrum (Copy&Paper) und im Candis-Viertel (PressePlus). Die drei weiteren Standorte sind in Hemau (Spielwaren Frankhauser), Amberg und Weiden.

„Wir wollen in den neuen Verkaufsstellen möglichst denselben Service bieten, den der Fan auch in unserem Fanshop in der Continental Arena erhält“

Jahn-Privatkundenbetreuer Cornelius Knappe

„Bei weiteren Standorten befinden wir uns in der finalen Abstimmung“, verriet Cornelius Knappe, beim Jahn für den Bereich Privatkunden zuständig, jetzt vorab unserer Zeitung. „So wird es bald auch bei Papier Liebl, in der Galeria Kaufhof, bei Euro Teamsport Zitzlsperger in Vilshofen sowie in Kelheim eine externe Verkaufsstelle geben. Für die Landkreise Straubing und Cham sind wir noch auf der Suche nach geeigneten Partnern.“

Schon seit dem Umzug in die Continental Arena hatten Fans bemängelt, dass sie Karten nur per Online-Bestellung oder direkt am Stadion kaufen können. Dass der Jahn ihrem Wunsch nach einem flächendeckenden Vorverkaufs-System erst zu Beginn der Restrückrunde nachkommen kann, hat laut den Vereinsverantwortlichen seine Gründe. Knappe dazu: „Wir haben uns im Herbst und Winter intensiv mit potenziellen Partnern ausgetauscht und erörtert, inwiefern eine Zusammenarbeit Sinn macht. Wir wollen in den neuen Verkaufsstellen möglichst denselben Service bieten, den der Fan auch in unserem Fanshop in der Continental Arena erhält.“

Nur Karten verteilen reicht nicht

Dazu reicht es nicht, Tickets einfach nur bündelweise an die Verkaufsstellen auszugeben. Die Nachfrage soll vielmehr punktgenau befriedigt werden. „Die externen Verkaufsstellen sind an unsere Datenbank angeschlossen. Es ist also so, dass wir nicht einfach vorgedruckte Tickets an unsere Partner weitergeben, sondern der Fan kann, wie er das vom Fan- und Onlineshop gewohnt ist, seinen genauen Sitzplatz oder den Stehplatzbereich am Bildschirm auswählen. Ähnlich ist das Verfahren bei Fußballschule und Stadionführung. Auch hier wird der Kunde direkt ins System eingebucht“, sagt der Privatkunden-Bereichsleiter zum Prozedere. „Um die dafür nötige Technik zu installieren und alle Abläufe auf solide Füße zu stellen, war natürlich eine gewisse Abstimmungsphase mit den einzelnen Partnern vonnöten.“

„Jetzt kann ich mir meine Karten beim Götz kaufen, wenn ich meinen Lottoschein abgebe“

Jahnfan Erich Hau (80)

Die diversen Fanclubs begrüßen die Neuerungen ebenso wie Stammgäste, die dem Jahn seit Jahrzehnten die Treue halten. Einer von ihnen ist Erich Hau, der sich früher regelmäßig bei Lotto Eberl Karten für die Heimspiele besorgt hat. Dass er jetzt nicht mehr den Umweg über das Stadion in Kauf nehmen – und dort mitunter geraume Zeit anstehen – muss, um an Tickets zu kommen, sei „eine deutliche Verbesserung. Die war aber auch überfällig.“

Hau kann und will es sich mit seinen 80 Lenzen auch nicht mehr antun, sich im Internet durch die Jahn-Homepage zu navigieren und beim Ticketkauf seine Daten preiszugeben. „Das brauche ich alles nicht, insofern ist das eine wirklich gute Nachricht. Jetzt kann ich mir meine Karten beim Götz kaufen, wenn ich meinen Lottoschein abgebe“, frohlockt der Jahn-Freund, der „heimlich“ auch noch Anhänger der arg gebeutelten Sechziger ist.

Mittelbayerische Maps zeigt die Vorverkaufsstellen im Überblick:

Alle Zielgruppen im Auge

Kunden wie Erich Hau haben die Jahn-Verantwortlichen ebenso im Auge wie die Internet-Generation. Ebenfalls schon im Sommer vergangenen Jahres hatte Finanzchef Johannes Baumeister weitere Service-Verbesserungen für die Smartphone-Zielgruppe angekündigt. „Mit einem internetfähigen Handy kann man Karten im Online-Shop buchen und bekommt dann einen QR-Code zugeschickt, der am Scanner an den Eingängen ausgelesen werden kann.“

Auch dieses System konnte der Jahn nicht so schnell einführen wie gedacht. Cornelius Knappe ist aber guter Dinge: „Momentan laufen noch abschließende Tests, um einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können. Wenn diese positiv verlaufen, werden wir diesen Service bereits im Laufe der Rückrunde anbieten können.“

Damit wäre der Jahn dann auch beim Thema Ticketverkauf endgültig in der neuen Ära angekommen, die im Vorjahr mit dem Umzug nach Oberisling begonnen hatte. Denn nicht zuletzt verfolgt der Jahn mit allen Neuerungen das Ziel, Zuschauer ins Stadion zu locken. Zum Angebot gehört beispielsweise auch eine preislich attraktive Dauerkarte für die Restrückrunde, die am 27. Februar beginnt und nach sieben Heimspielen am 21. Mai endet. Das Interesse am Jahn scheint in der Winterpause nicht geschwunden zu sein: Für den Jahresauftakt gegen die zweite Garde von Markus Weinzierls FC Augsburg wurden im Vorverkauf schon 2000 Karten abgesetzt.

Mehr Nachrichten zum SSV Jahn Regensburg finden sie hier.

Die neuen Jahnshops

  • Vier Verkaufsstellen sind schon am Start

    Der SSV Jahn baut sein „Vertriebswegenetz“ deutlich aus. Ab sofort gibt es Karten für die Heimspiele des Regionalligisten außer – wie gehabt – Online und im Fanshop direkt am Stadion auch bei Tabak Götz am Neupfarrplatz, im Donaueinkaufszentrum (Copy&Paper) und im Candis-Viertel (PressePlus). Standort einer ebenfalls neuen Vorverkaufsstelle im Raum Regensburg ist aktuell Hemau (Spielwaren Frankhauser). Mit dem Kaufhof am Neupfarrplatz und Papier Liebl in der Hermann-Geib-Straße sollen demnächst zwei weitere „Jahnshops“ folgen.

  • Es gibt nicht nur Tickets

    In allen Fanshop-Filialen soll es nicht nur Tickets für die Heimspiele des Regionalligisten in der Continental Arena geben. Angeboten werden auch Fanartikel und die Anmeldung zu Stadionführungen oder für die Fußballschule.

  • Wie halten es andere Vereine?

    Die Antwort: Höchst unterschiedlich. Beim derzeit stärksten Konkurrenten des Jahn, Tabellenführer Wacker Burghausen, gibt es Karten nur Online oder direkt in der Geschäftsstelle. Die Ticketpreise liegen mit acht bis 15 Euro deutlich unter dem Niveau in Regensburg.

  • Bayern II: Gar kein Vorverkauf

    Dagegen können die Anhänger der U21-Teams der derzeit „großen“ bayerischen Vereine meist auf die komplette Ticket-Infrastruktur des Hauptvereins zurückgreifen. Anders beim Liga-Krösus FC Bayern: Für die Spiele der zweiten Garnitur in der Regionalliga Bayern findet überhaupt kein Ticket-Vorverkauf statt. „Karten sind am Spieltag ausschließlich und in ausreichender Menge an den Kassen des Grünwalder Stadions erhältlich“, heißt es auf der Homepage.

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