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Lesekompetenz

Übungstext: Passagen-Dach ist weg

Für das Training der Lesekompetenz bietet unsere Zeitung Aufgaben zu aktuellen Texten. Diese Woche geht es um eine Sanierung.

Die Pustetpassage wird aufgehübscht: Das Kunststoffdach ist weg, der Blick zum Himmel ist frei, die Sanierungsarbeiten haben begonnen.
Die Pustetpassage wird aufgehübscht: Das Kunststoffdach ist weg, der Blick zum Himmel ist frei, die Sanierungsarbeiten haben begonnen. Fotos: mt

Regensburg.Unsere Zeitung bietet regelmäßig Übungstexte, mit denen Schüler ihre Lesekompetenz trainieren können. Lehrkräfte stellen fest, dass junge Leute zunehmend Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Texten haben. Doch über das Lesen werden in Texten gespeicherte Informationen in Wissen umgewandelt. Lesekompetenz ist somit eine wichtige Voraussetzung für das Lernen, den Erfolg im Beruf und die persönliche, gesellschaftliche Teilhabe. Lesekompetenz stellt sich aber nicht von selbst ein, sie muss Schritt für Schritt angebahnt, geübt und gesichert werden. Wer lesekompetent sein will, muss nicht nur fähig sein, Texten selbstständig Informationen zu entnehmen und diese miteinander zu verknüpfen. Er muss zudem über ein Grundlagenwissen zu Texten, deren Inhalten, Strukturen und sozialhistorischer Dimension verfügen und basierend darauf über Texte reflektieren und begründete Schlussfolgerungen ziehen können. Um diese Ziele erreichen zu können, bedarf es gezielter Lesestrategien und Arbeitstechniken, die an Texten schrittweise geübt und dauerhaft gesichert werden sollen. Deshalb bietet unsere Zeitung Woche für Woche verschiedene Texte an, an denen die Schüler all das üben können.

In dieser Woche geht es um die Sanierung der Pustetpassage in der Regensburger Innenstadt. Das ist der Text im PDF-Format.Hier gibt es die Aufgaben zum Download.

Pustetpassage: Das Dach ist weg

Neues Dach, neue Fassaden, eine neue Infrastruktur für die Geschäfte: Die Pustetpassage im Herzen der Altstadt wird modernisiert.
Neues Dach, neue Fassaden, eine neue Infrastruktur für die Geschäfte: Die Pustetpassage im Herzen der Altstadt wird modernisiert. Foto: mt

Die Ladenpassage wird aufgehübscht. Für die Arbeiten schließt die Palletti-Bar. Das Scala zieht in ein Ausweichquartier.

Von Micha Matthes, MZ

Aufatmen in der Pustetpassage: Das Kunststoffdach ist weg, der Blick zum Himmel ist frei, es fällt mehr Licht auf die in die Jahre gekommenen Geschäftsfassaden. „Der erste Schritt ist getan“, sagt Ursula Pustet, Geschäftsführerin der Friedrich Pustet GmbH & Co. KG. Vor ungefähr zwei Wochen hat die Sanierung des Durchgangs zwischen der Gesandtenstraße und der Rote-Hahnen-Gasse begonnen. Bis zum Herbst soll die Passage nun ein modernes Erscheinungsbild erhalten. Dazu gehören unter anderem zeitgemäße Fassaden und ein modernes Glasdach. Zum Teil wird auch die Infrastruktur der Geschäfte erneuert. Im ehemaligen Carlito’s laufen die Bauarbeiten schon jetzt auf Hochtouren. Die Palletti-Bar schließt ab August. Die Diskothek Scala zieht bald für zwei Monate in ein Ausweichquartier um.

Zeit für eine optische Auffrischung

„Es ist an der Zeit, dass wir die Passage ein bisschen auffrischen“, sagt Ursula Pustet. Das neue Glasdach werde aber den gleichen Bereich abdecken wie bisher, die beiden Zugänge, die Treppe und der Boden bleiben in ihrer jetzigen Form erhalten. Abgesehen von dem Dach, soll sich nichts Wesentliches am Erscheinungsbild verändern. Das hatte die Geschäftsführerin bereits im März verdeutlicht. Nur Nuancen sollen umgestaltet werden.

Das tut sich in der Pustet-Passage

Einige Mieter der Pustet GmbH nutzen die Zwangspause, um auch das Innenleben ihrer Lokale zu erneuern. So sperrt etwa die Palletti-Bar den kompletten August über zu. Das Erscheinungsbild des Lokals bleibe auf jeden Fall erhalten, versichert Rainer Festl. Er ist einer der drei Inhaber der Bar. Technisch werde aber alles auf den neusten Stand gebracht. Die Küche wird neu gefliest, eine bessere Lüftung wird eingebaut, die vor Jahrzehnten eingebauten Fenster werden durch eine hochisolierende Verglasung ersetzt. Ab 1. September soll die Bar dann wieder ganz normal öffnen. „Wir haben eigentlich fast ausschließlich Stammgäste“, sagt Festl. „Die kriegen das mit der Sanierung ohnehin live mit.“ Viele Gäste seien momentan im Urlaub. „Wir haben uns auch deshalb dazu entschlossen, die Sanierung im August zu machen.“

„Auswärtsspiel“ für eine Diskothek

Im März trübte das in die Jahre gekommene Kunststoffdach noch das natürliche Licht. Jetzt wird die Pustetpassage im Herzen der Altstadt modernisiert.
Im März trübte das in die Jahre gekommene Kunststoffdach noch das natürliche Licht. Jetzt wird die Pustetpassage im Herzen der Altstadt modernisiert. Foto: mt

Für das Scala hat sich Diskothekbetreiber David Kristian Bonaldi einen größeren Umbau vorgenommen. Bonaldi will dabei unter anderem die bislang abgehängte Decke abbauen. Der Hauptraum soll dadurch einen Meter an Raumhöhe gewinnen. Und auch bei der Schalldämmung wird es eine Veränderung geben. Fenster, die bisher nur mit Schallschutz abgedichtet waren, werden nun zugemauert. Bei alldem bleibt die Grund-Aufteilung durch Rundbar, Podeste und Kaffeebar erhalten. Allerdings werde es deutlich mehr Platz im Eingangsbereich geben, versichert Bonaldi. Für den Umbau wird der Regensburger Kult-Club von 1. August bis 30. September in ein Ausweichquartier in der Adolph-Kolping- Straße – in die ehemaligen Räume der Diskothek Weekend – umziehen. „Das ist nur ein auf zwei Monate begrenztes Auswärtsspiel für uns. Alle Veranstaltungen werden eins zu eins übernommen. Das Programm läuft ganz normal weiter“, sagt Bonaldi.

In der ehemaligen Cocktailbar Carlito’s, deren Räume künftig das Scala übernimmt, sei der Umbau derzeit noch Sache des Vermieters. Dort finden bereits Sanierungsarbeiten statt, bestätigt Geschäftsführerin Ursula Pustet. Das Lokal werde derzeit ausgeräumt. Anschließend werden dort neue Toiletten eingebaut und die Schaufenster ersetzt. Bonaldi und sein Team haben noch keinen Zutritt. Die Location werde sofort nach Abschluss der groben Arbeiten – in etwa zwei bis vier Wochen – übergeben.

Ein „junges dynamisches Team“ soll „die kleine Schwester der Scala“ dann in Eigenregie führen und die Warm-Up-Bar auch nach seinen Vorstellungen gestalten. Bonaldi will dazu noch nicht viel preisgeben, spricht in diesem Zusammenhang aber von einem „sehr charakteristischen Stil“. Das Interieur wird von einem Schreiner maßgefertigt. Große Holzregale im Vintage-Stil sollen der Bar ein besonderes Flair verleihen. Und auch einen „etwas unorthodoxen“ Freisitz wird es geben, verrät Bonaldi.

Scala zieht für Sanierung um

  • Während der Sanierungsarbeiten

    in der Pustetpassage zieht die Diskothek „Scala“ in die historische Kapelle in der Adolph-Kolping-Straße 5.

  • In den Räumen

    in der Adolph-Kolping-Straße waren in der Vergangenheit schon mehrfach Clubs untergebracht.

  • Die „Suite 15“

    von Sascha Al-Mahmoud nutzte die Kapelle von 2012 bis Juli 2015 als Interimsquartier. Dann zog der Club wieder in die Räume unter dem Parkhaus am Petersweg.

  • DJ Pierre van Hooven

    pachtete die alte Kapelle im September 2015 für seinen Club „Weekend“. Bereits im Januar musste das „Weekend“ allerdings schon wieder schließen. Seither steht die alte Kapelle leer.

Das neue Lokal soll vor allem ein studentisches Publikum ansprechen – auch mit entsprechenden Getränkepreisen. Weil es bis zur Eröffnung Ende September, Anfang Oktober noch ein wenig hin ist, habe sich das Team auch noch nicht auf einen Namen festgelegt, sagt Bonaldi. In der engeren Auswahl stehen derzeit aber „Metropol“, „Passage“ und „Kleine Schwester“.

Weitere Teile zum Training der Lesekompetenz gibt es hier!

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