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Natur

Ungewöhnliche Tiere im Wasser

Unter Wasser wimmelt es nur so von seltsamen Lebewesen. Schüler aus Regensburg erkundeten die Welt im Fluss.
Von der Klasse 5/6 der Jakob-Muth-Schule in Regensburg

Unterricht mit den Füßen im Fluss Foto: Christian Hornek
Unterricht mit den Füßen im Fluss Foto: Christian Hornek

Regensburg.Egel, Schlammfliegen, Wasserläufer, Schlammröhrenwürmer, Köcherfliegenlarven, Spitzschlammschnecken, Muscheln, Libellenlarven – das war die Beute der Schüler, die unter Anleitung von Matthias Merkel vom Fischereiverband Oberpfalz e.V. am Lappersdorfer Badewehr nach Lebewesen im Fluss Regen gesucht haben.

Zwei Unterrichtstage im Freien – mitten in der Natur mit den Füßen im Wasser – standen nämlich bei dem Projekt „Fischer fördern Forscher“ auf dem Programm. Ausgerüstet mit Sieben und Keschern machten sich die Schüler im flachen Wasser auf die Jagd nach den bis dato unbekannten Tieren.

Zahlreiche Muscheln waren die erste Beute, sehr viele unbekannte Tiere folgten. Mit Becherlupen und Auflichtmikroskopen wurden die Tiere genauestens betrachtet. Mit Hilfe von Bestimmungsbüchern und dem umfangreichen Fachwissen von Matthias Merkel konnten alle Tiere erkannt und benannt werden. Selbstverständlich wurden alle an ihrem Fangort wieder unversehrt entlassen. Hatten die Schüler anfangs noch mit ganz anderen Lebewesen gerechnet (Fische, Enten, Krebse, Frösche etc.), waren sie doch am Ende des Vormittags überrascht und auch begeistert darüber, was sich so alles im Wasser tummelt.

Schlammpeitzger und Waller

Am zweiten Tag standen dann Fische und Muscheln im Vordergrund. Woher der „Frauennerfling“ seinen Namen hat, erfuhren die Schüler vom Experten. Dass es im Süßwasser Schlammpeitzger gibt, die auch mal ohne Wasser eine Zeit lang überlegen können, dass Waller trotz ihrer beachtlichen Größe (bis zu drei Meter und rund 150 Kilo) für Badegäste völlig ungefährlich sind und dass manche Menschen viel Geld für Dosenkaviar (Störeier) ausgeben, waren nur einige der zahlreichen Informationen, die Matthias Merkel uns gab.

Auch der Fischwasserbesitzer Rainer Sattler besuchte die Gruppe, um Fragen der Schüler zu beantworten. Seit etwa 600 Jahren betreibt seine Familie schon die Fischerei am Regen, er selbst vermutet, dass die Verbundenheit zum Regen und zu den Fischen ganz tief in seinen Genen veranlagt ist. Ob er selbst auch manchmal Fischstäbchen isst, wird hier nicht verraten.

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