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Sport

Blick hinter die Kulissen der Eisbären

In der Umkleidekabine der Eishockey-Profis der Eisbären Regensburg schlüpften Schüler selbst in die schwere Ausrüstung.
Von Selenay, Artem, Melike und Raphael, Klasse 8a, Private Realschule Pindl

Benedikt und Matteo durften einmal in die Haut eines Eishockey-Profis schlüpfen. Foto: Miriam Richter
Benedikt und Matteo durften einmal in die Haut eines Eishockey-Profis schlüpfen. Foto: Miriam Richter

Regensburg.Mitte Dezember hatte die Klasse 8a der privaten Realschule Pindl die einmalige Gelegenheit, die Eisbären Regensburg zu besuchen. In der Donau-Arena wurden die Schülerinnen und Schüler von dem sportlichen Koordinator, Stefan Schnabl, dem Trainer, Igor Pavlov, und dem Geschäftsführer, Christian Sommerer, in Empfang genommen.

Einen ersten Eindruck von der harten und anstrengenden Arbeit eines Eishockeyspielers erhielten die Schüler schon beim Betreten der Mannschaftskabine. Hier schlug den Jugendlichen der Geruch nach Fleiß, Disziplin und Schweiß entgegen. Voller Freude und sehr aufgeregt gingen sie hinein und fingen an sich umzusehen. Straßenschuhe mussten davor natürlich ausgezogen werden, da Steinchen und Dreck den empfindlichen Kufen der Schlittschuhe schaden könnten.

Dieser Sport kostet Energie

Wow, das war ein Anblick! In der Kabine gab es Ausrüstungen, Hockeyschläger und Pucks, wohin das Auge reichte. Das Glänzen in den Augen der Schülerinnen und Schüler – kaum übersehbar! Neben der Umkleide gab es hier noch eine Küche, einen Therapieraum, einen Badraum und eine Sauna. Besonders fasziniert zeigte sich die Klasse von der Eiswanne, die benutzt wird, um die Regeneration der Sportler zu fördern und Leistungen zu steigern. Jeder Spieler hat seinen eigenen Platz, an dem er seine Ausrüstung aufbewahrt. Bei vielen waren auch Proteinshakes in den Regalen zu finden. „Während eines Spiels verbrennt ein Spieler etwa drei Kilogramm seines Körpergewichts“, erklärte Stefan Schnabl. Deshalb müsse dafür Sorge getragen werden, dass die Spieler ihre Reserven rechtzeitig wieder aufladen können.

Das Handy ist in der Kabine tabu

Fasziniert folgen die Jugendlichen den Ausführungen von Stefan Schnabl. Foto: Miriam Richter
Fasziniert folgen die Jugendlichen den Ausführungen von Stefan Schnabl. Foto: Miriam Richter

Der Trainer erzählte den Jugendlichen von der Strafen-Liste. Auf dieser sind die Sanktionen bei bestimmten Vergehen in und außerhalb der Kabine aufgeführt. Beispielsweise besagt sie, dass bestimmte Beleidigungen mit einer Strafe von fünf Euro geahndet werden. „Das Team ist für uns wie eine Familie. Wir achten auf ein respektvolles Miteinander. Beleidigungen sind daher ein absolutes Tabu.“ Erstaunt lauschten die Jugendlichen dieser Erklärung von Stefan Schnabl. Des Weiteren erhalten die Spieler Sanktionen, wenn sie auf Kritik mit „Ja, aber…“ antworten. „Wir wollen uns weiterentwickeln und uns nicht mit Ausflüchten aufhalten“, stellt der sportliche Koordinator klar. Am meisten schockierte die Jugendlichen allerdings, dass auch das Handy in der Mannschaftskabine nichts zu suchen hat.

Die Eisbären Regensburg

  • Verein:

    Der Eissportverein Regensburg (EVR) wurde 1962 gegründet. Seit der Saison 2017/18 trägt die Eishockeymannschaft wieder den Namen Eisbären Regensburg.

  • Sport:

    Die Eisbären spielen in der Eishockey-Oberliga Süd. Ihre Spiel- und Trainingsstätte ist die Donau-Arena Regensburg. Die Vereinsfarben sind rot und weiß.

Die Stimmung stieg, als zwei Schüler die Ausrüstung der Spieler anprobieren durften. Das Anlegen der vielen Schutzklamotten erwies sich als ganz schön kompliziert und der Trainer musste mit anpacken, um den Jugendlichen hineinzuhelfen. Das Endprodukt – zwei Jungs in der übergroßen Ausrüstung – führte zu einiger Belustigung. Die Jugendlichen konnten so am eigenen Leib erfahren, wie schwer eine Eishockeyausrüstung eigentlich ist. Zwischen zwölf und dreizehn Kilogramm tragen die Sportler in jedem Spiel am Körper. Beim Training legen die Eishockeyspieler auch Gewichtswesten unter ihrer Ausrüstung an. Auch diese wurden von den Schülern anprobiert. In die Luft zu hüpfen war damit auf einmal nicht mehr so leicht.

Profis müssen früh anfangen

So eine Eishockeyausrüstung anzuziehen, ist gar nicht so leicht. Foto: Miriam Richter
So eine Eishockeyausrüstung anzuziehen, ist gar nicht so leicht. Foto: Miriam Richter

Natürlich interessierte die Jugendlichen auch der persönliche Bezug der Anwesenden zum Eishockey. Igor Pavlov erzählte: „Ich liebe und lebe meinen Job gleichzeitig“. Auf die Frage hin, seit wann der Trainer mit Eishockey aktiv sei, antwortete er: „Ich habe bereits im Alter von vier Jahren meine ersten Schlittschuhe bekommen“. Stefan Schnabl erläuterte, dass das auch von Nöten sei, wenn man eine sportliche Karriere in diesem Bereich anstrebe.

Besonders interessiert waren die Jugendlichen an der Mannschaft selbst. Sie erfuhren etwa, dass Richard Divis der lustigste Spieler der Eisbären sei. Am Ende der Exkursion schwirrte den Jugendlichen von den vielen Eindrücken und Informationen der Kopf. Auf alle Fälle hatten sie gelernt, dass der Beruf eines Profi-Eishockeyspielers mit viel Disziplin, Ehrgeiz und harter körperlicher Arbeit einhergeht.

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