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Die Klasse 4b entdeckt die Kunst

Die Mädchen und Buben der Grundschule Cham besuchten Andi Dünne in seinem KUNSTbeTRIEB. Sie malten ein Porträt von sich.
Von der Klasse 4b der Kunst-Grundschule Cham

Die Kinder bekamen in Eierschachteln verschiedene Farben und durften dann ihre eigenen Portraits malen – und mit nach Hause nehmen. Foto: Dünne
Die Kinder bekamen in Eierschachteln verschiedene Farben und durften dann ihre eigenen Portraits malen – und mit nach Hause nehmen. Foto: Dünne

Cham.Die Klasse 4b der Kunst-Grundschule Cham hat kürzlich Andi Dünne vom KUNSTbeTRIEB besucht. Die Kinder durften dort unter seiner Aufsicht Selbstportraits von sich malen. Besonders für die Schüler war dabei, dass sie auf große Platten zeichneten, die ihre Eltern zuvor bei Andi Dünne zusammengeschraubt hatten, und die die Kinder dann mit nach Hause nehmen durften.

Zunächst trugen die Mädchen und Buben mit einer Farbrolle die Gesichtsfarbe auf. Es war nicht ganz einfach, den richtigen Hautton zu treffen. Aus den Farben orange, rot, weiß und gelb mischten die Schüler sechs verschiedene Töne. Dann kann ein Gesicht gestaltet werden wie eine Landschaft mit Hügeln und Tälern, erfuhren die Kinder. Schwierig war, das richtige Verhältnis zwischen Licht und Schatten zu treffen; Licht trifft ja unterschiedlich auf ein Gesicht. Auch galt es, nicht frontal zu malen, sondern eher von einem seitlichen Blickwinkel aus.

Nase, Augen und Ohren

Besonders schwer zu zeichnen war auch die Nase. Man meine meistens, die sei in der Mitte des Gesichts, dabei seien das die Augen – und auf gleicher Höhe die Ohren, erklärte Dünne. Beides werde meist zu weit oben an der Stirn verortet. Am Ende brachten die Schüler dann mit Pinseln die Einzelheiten an den Gesichtern an, Augenbrauen, Haare und Lippen. Letztere haben auch den Ton der Hautfarbe, nur mit ein wenig mehr rot. Und dann folgte noch das T-Shirt.

Dünne zeigte den Kindern, worauf sie achten müssen. Foto: Schwarzer
Dünne zeigte den Kindern, worauf sie achten müssen. Foto: Schwarzer

Die Kinder hatten Eierschachteln mit verschiedenen Farben bekommen, die sie tauschten, wenn andere Töne gebraucht wurden. Andi Dünne war es wichtig, dass die Schüler sparsam umgehen mit den Farben. Sechs Stunden insgesamt verbrachten die Kinder im KUNSTbeTRIEB – und waren am Ende zufrieden mit ihren Werken. Die werden nun daheim aufgehängt, im Kinderzimmer, im Wohnzimmer, im Treppenhaus oder in der Familiengalerie, kündigten die Mädchen und Buben stolz an.

Jeder Schüler hatte ein Portrait von sich gemalt. Foto: Paleczek
Jeder Schüler hatte ein Portrait von sich gemalt. Foto: Paleczek

Sie waren begeistert von ihrem Besuch bei Andi Dünne und können die Angebote des KUNSTbeTRIEBS weiterempfehlen. Jeder Interessierte kann sich bei dem 43-Jährigen melden. Der bietet etwa Malkurse für Erwachsene und Kinder an, aber auch zum Beispiel Workshops, in denen Holzfiguren entstehen.

Andi Dünne beantwortete den Kindern ihre Interviewfragen. Foto: Schwarzer
Andi Dünne beantwortete den Kindern ihre Interviewfragen. Foto: Schwarzer

In ihrem Interview hatten die Kinder dem Leiter des KUNSTbeTRIEBS einige Fragen gestellt, wie er zur Kunst gekommen ist etwa. Das weiß er gar nicht, meinte Dünne, die Kunst sei zu ihm gekommen. Seine Oma sei sehr kreativ gewesen, vielleicht rühre das Ganze daher.

Die Autoren

  • Recherche:

    Zusammen mit ihrer Lehrerin Maria Schwarzer machten sich die Mädchen und Buben der Klasse 4b der Kunst-Grundschule Cham als junge Reporter auf den Weg zum KUNSTbeTRIEB von Andi Dünne.

  • Thema:

    Die jungen Reporter wollten von dem 43-Jährigen wissen, worauf sie bei einem Großportrait von sich selbst achten müssen.

  • Ablauf:

    Andi Dünne hieß die Schüler willkommen und erklärte ihnen, mit welchen Farben und Proportionen ein gutes Portrait entsteht. Außerdem konnten ihm die Mädchen und Buben Fragen stellen, die sie sich zuvor im Unterricht überlegt hatten.

Schon als Kind habe er gern gezeichnet und bereits als 16-Jähriger begonnen, künstlerisch zu arbeiten – und einfach immer weitergemacht. „Wenn das Kunst ist, ist es so“, hat er zu den Schülern gesagt. Dem 43-Jährigen gefällt seine Arbeit, weil sie ihm jeden Tag etwas neues bietet – und viele neue Aufgaben parat hält. Mit am meisten Spaß macht es ihm, Kindern beim Malen zuzuschauen und zu beobachten, wie ihre Bilder entstehen, sagte er.

Kunst bedeutet Freiheit

Die Mädchen und Buben fragten Dünne auch, ob er genug Geld verdient mit seiner Kunst. Geld ist ihm nicht wichtig, meinte der 43-Jährige. Ihm ist nur wichtig, dass ihm seine Arbeit Spaß macht. Das sei viel wichtiger im Leben. Kunst bedeute für ihn Freiheit, und Freiheit Kunst.

Der Leiter des KUNSTbeTRIEBS erzählte den Chamer Grundschülern auch, dass bereits 20 000 Kinder bei ihm im Unterricht waren, mehr Mädchen und Buben als Cham Einwohner hat.

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