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Umfrage

Gesunde Ernährung – auch am WGG?

Eigentlich gilt: „Braun, weiß, bunt – das alles muss in den Mund“. Wie es bei den Mitschülern aussieht, wollte die 8e wissen.
Von der Klasse 8e des Willibald-Gluck-Gymnasiums NM

Die von Deutsch-Lehrerin Lisa Metzer (oberste Reihe 3. v. r.) betreute 8e zeigte in der Aula des WGG, wie genau gesunde Ernährung als Pausenbrot aussehen kann.Foto: Röhrl
Die von Deutsch-Lehrerin Lisa Metzer (oberste Reihe 3. v. r.) betreute 8e zeigte in der Aula des WGG, wie genau gesunde Ernährung als Pausenbrot aussehen kann.Foto: Röhrl

Neumarkt.Schüler der Klasse 8e des Willibald-Gluck-Gymnasiums haben sich mit dem Thema „Gesunde Ernährung in der Schule“ befasst. Hierfür wurden rund 160 Mitschüler aus Klassen der Jahrgangsstufen fünf bis zehn befragt. Außerdem führten sie jeweils ein Interview mit dem Leiter des Pausenverkaufs am WGG und der AOK-Ernährungsberaterin Anita Walter. Zudem fand ein Selbstexperiment statt.

Direkt vor Ort: Wir befragen unsere Mitschüler und finden heraus, wie es mit gesunder Ernährung an unserer Schule steht. Teilgenommen haben 5 Klassen mit insgesamt 160 Schüler. Bei den Antworten hat uns überrascht, dass über die Hälfte ein Pausenbrot mit in die Schule nehmen. Auch hat uns fasziniert, dass sich in den befragten Klassen die meisten Schüler nach einer Selbsteinschätzung recht gesund ernähren. Beispielsweise trinken die meisten zuckerfreie Getränke. Im Folgenden ein paar Ergebnisse:

Wer weiß wohl am besten, was die Schüler des WGG essen? Um noch mehr Infos dazu zu erhalten, interviewten wir den Leiter des Pausenverkaufs. So wollten sie wissen: „Was wird am meisten beziehungsweise am seltensten gekauft?“ Selten werde demnach Obst verkauft. Am meisten warmes Essen, welches aber nicht jeden Tag erhältlich ist wie beispielsweise Pizza. Von den kalten Produkten werden sehr oft Baguettes verkauft.

Dann ging es um die Frage nach dem gesündesten Produkt beim Pausenverkauf (außer Obst)? Das sei das Frischkäsebrot, da nur Käse und Gemüse drauf sind – hieß es. Außerdem ist das Brot aus Vollkorn.

Gefragt wurde auch, ob gezielt vegane oder vegetarische Produkte angeboten werden. Die Antwort lautete: „Vegane Produkte verkaufen wir nicht, aber Vegetarische, da die Anfrage sehr groß ist.“ In einer weiteren Antwort hieß es, dass wohl auch nicht-vegetarische Produkte gesund seien.

In dem Gespräch mit der Ernährungsexpertin wollte die 8e wissen: „Was bedeutet eigentlich gesunde Ernährung?“ Demnach soll die Tagesration an Lebensmitteln zu 15 Prozent aus Proteinen, zu 35 Prozent aus Fetten und zu 50 Prozent aus Kohlenhydraten bestehen. Außerdem sollte man pro Tag 600 Gramm Obst oder Gemüse zu sich nehmen. Pro Woche sollten es höchstens 600 Gramm an Fleisch oder an Wurst sein. Es ist aber auch wichtig, mindestens einmal pro Woche Fisch auf dem Speiseplan zu haben. Allgemein sollte man sehr abwechslungsreich essen. Als Getränke werden 1,5 bis zwei Liter Wasser oder verdünnte Säfte am Tag empfohlen. Ab und zu darf man auch ein Glas Cola oder Limonade trinken.

Rund um das perfekte Frühstück

Es ging dann um die Frage: „Was ist das perfekte Frühstück?“ Dieses sollte aus Brot (wegen der Kohlenhydrate), Käse (ein Milchprodukt) und vielleicht einer Gurke, Tomate oder sonstigem Gemüse beziehungsweise Obst (weil Vitamine) bestehen. Kurz gesagt: Braun – Weiß – Bunt.

Um bessere Leistungen in der Schule zu erbringen und seine Konzentration zu verbessern, ist ein ausgewogenes Frühstück sehr wichtig. Haferflocken wären das perfekte Beispiel dafür. Diese kann man mit getrockneten oder frisch geschnittenen Früchten kombinieren, um das Frühstück noch zu verfeinern. Man kann sein Frühstück dann mit Milch oder Joghurt genießen.

Die Ernährungsberaterin äußerte sich auch zum „perfekten Pausenbrot“. Für die Schule sei ein selbst gemachtes Pausenbrot immer noch am besten. Die 8e erfuhr dafür ein Rezept: frisches Brot mit Frischkäse und Gemüse nach Wahl. Dazu wäre ein frischer Apfel sehr empfehlenswert als kleiner Snack zwischendurch.

Mit Grafiken haben die Schüler die Ergebnisse ihrer Umfrage visuell umgesetzt:

Eine Frage gab es zu Traubenzucker: „Fördert er wirklich die Konzentrationsfähigkeit?“ Das gelinge aber nur – lautete die Antwort. Man sollte lieber Brot verzehren, dieses habe mehr Kohlenhydrate. Diese werden im Körper verarbeitet und das steigere die Konzentration dauerhaft. Bei sportlicher Betätigung sei ein ISO-Drink empfehlenswert. Dann ging es um Cola und um die spezielle Frage „Ist Cola light wirklich light?“ In Cola light sind Süßstoffe enthalten, vor allem Aspartam, Dieser synthetische Süßstoff ist nachweislich krebserregend, denn er begünstigt die Entstehung von Tumoren. Auch für den Ausbruch der Alzheimer Krankheit spiele Aspartam eine Rolle. Allerdings sei in „Cola light“ kein Zucker enthalten, was gut für Diabetiker sei. Die Beraterin empfahl, gelegentlich normale Cola zu trinken statt massenhaft Cola light. Im Endeffekt wurde betont, dass Cola light unbedingt vermieden werden sollte.

In einem Selbstexperiment wollten wir herausfinden, wie der Körper in und nach einer Woche auf eine Ernährungsumstellung reagiert. Und auch ob es etwas bringt oder nicht, wenn man sich gesünder als sonst ernährt.

Das Selbstexperiment

Wir haben uns in drei Gruppen mit jeweils zwei Personen aufgeteilt, wobei sich die erste Gruppe vegetarisch beziehungsweise gesund ernährt hat. Die zweite sollte sich „normal“ ernähren in einem Wechsel zwischen gesund und ungesund. Und die dritte Gruppe hat sich ungesund ernährt.

Dabei sind folgende Ergebnisse herausgekommen: die Personen der dritten Gruppe, die sich ungesund ernährt hat, nahmen zwar nicht unbedingt durch die schlechte Ernährung zu, aber sie fühlten sich durch das Verzichten auf gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse manchmal schlecht. Sie waren weniger leistungsfähig und konnten sich oft schlechter konzentrieren.

Die Schüler, der zweiten Gruppe, die sich abwechselnd gesund und ungesund ernährt hatte, haben weder zu- noch abgenommen. Sie merkten aber das: Nachdem man von ungesunder Ernährung umgestiegen ist, wird man sich wahrscheinlich leistungsfähig fühlen und sich mehr konzentrieren können.

Die erste Gruppe, die sich vegetarisch ernährt hat, konnte sich mehr konzentrieren und war generell leistungsfähiger, da sie reichlich Vitamine und Ballaststoffe zu sich nahm.

Als Fazit kann man sagen, dass man sich gesund ernähren sollte, aber ab und zu mal etwas süßes oder ungesundes kann man ohne Bedenken essen. Aber man sollte dennoch auf süße Getränke verzichten und entweder Wasser oder Schorle trinken. Man sollte aber auch bedenken, dass dieses Selbstexperiment nur eine Woche lang durchgeführt wurde und man so keine eindeutigen und allgemeingültigen Ergebnisse erzielt hatte.

Als Bilanz wurde festgestellt: „Unsere Erkenntnisse deckten sich mit den Aussagen der Ernährungsexpertin.“

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