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Politik

Niemals den Kopf in den Sand stecken

Peter Aumer gab Wörther Schülern Einblicke in seine Arbeit im Bundestag – und ermutigte sie, für ihre Ziele zu kämpfen.
Von der Klasse 10M2 der Mittelschule Wörth

MdB Peter Aumer besuchte die Wörther Mittelschüler und sprach mit ihnen über seine Arbeit im Bundestag. Foto: Karin Zelenka
MdB Peter Aumer besuchte die Wörther Mittelschüler und sprach mit ihnen über seine Arbeit im Bundestag. Foto: Karin Zelenka

Wörth.Der 42-jährige Bundestagsabgeordnete Peter Aumer besuchte die Mittelschule Wörth a. d. Donau, um den Schülern der Abschlussklassen den Alltag und die Aufgaben eines Bundestagsabgeordneten näher zu bringen. Bereits im Oktober besichtigten und erkundeten die drei Klassen in Berlin das Reichstagsgebäude und den Bundestag. Nun waren sie neugierig geworden und wollten von dem Politiker aus erster Hand wissen, wie man in den Bundestag gewählt werden kann und wie sich ein normaler Arbeitstag gestaltet.

Der Abgeordnete beantwortete alle Fragen sehr ausführlich, offen und ehrlich. Er verschwieg dabei auch nicht, dass die Arbeit zwar abwechslungsreich, aber auch sehr zeitaufwändig ist. Aumer wies darauf hin, dass viele Bürger die Arbeit eines Politikers als leicht und wenig anspruchsvoll ansehen würden und daher das Ansehen der gewählten Vertreter in der breiten Bevölkerung weit unten angesiedelt sei.

Rund um die Uhr im Einsatz

Ein Abgeordneter ist jedoch ganztägig – beinahe stets sieben Tage die Woche – unterwegs bei Terminen, Tagungen, Jubiläumsfeiern oder Veranstaltungen in Berlin, aber auch im Wahlkreis. Somit bleibt ihm kaum Zeit für Freunde, Familie und Freizeit oder Urlaub. Seine Nichten bezeichnen ihn schon als „ Onkel Peter nie da“, verriet Aumer. Er versuche trotzdem, so oft wie es geht, seine Nichten zu besuchen.

Die Aufgaben eines Bundestagsabgeordneten sind vielseitig und abwechslungsreich. Es gibt verschiedene Abteilungen im Bundestag. Aumer ist für den „Ausschuss für Arbeit und Soziales“ tätig. Er diskutiert mit anderen Abgeordneten über wichtige Bereiche wie Rente, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenförderung und Inklusion behinderter Menschen. Jede Sitzungswoche hat einen klaren Ablauf: neben Treffen der Landesgruppe Bayern, Fraktions- und Ausschusssitzungen gibt es Anhörungen und Abstimmungen im Bundestag.

MdB Peter Aumer beantwortete die Fragen der Schüler. Foto: Karin Zelenka
MdB Peter Aumer beantwortete die Fragen der Schüler. Foto: Karin Zelenka

Dort darf sich jeder Abgeordnete seinen Sitzplatz selber aussuchen. Jeder probiert, dass er auch mal weit vorne sitzt und in den Nachrichten im Fernsehen sichtbar wird. Eine häufige Präsenz in den Medien ist wichtig, damit man von den Bürgern wahrgenommen wird. So ist auch Aumer als Politiker bei Facebook vertreten und postet regelmäßig über seine Arbeit und besuchte Veranstaltungen. Natürlich finden nicht alle Menschen dies gut und so wird er auch in den sozialen Medien bisweilen kritisiert oder gar angegriffen und beleidigt – von Menschen, die ihn gar nicht persönlich kennen, aber auch kaum etwas über die Arbeit wissen und trotzdem urteilen, sagt er. Einer seiner Aufgabenschwerpunkte liegt Peter Aumer besonders am Herzen: Verkehrswege – vor allem in seiner Heimat rund um Regensburg. Jeder Bundestagsabgeordnete hat Mitarbeiter, die Termine abstimmen und planen. Dazu bereiten sie Reden mit vor, organisieren Bürgersprechstunden oder recherchieren für Veranstaltungen.

Über das Ehrenamt in die Politik

Der Bundestagsabgeordnete zeichnete auch seinen Weg in die Politik nach. Foto: Karin Zelenka
Der Bundestagsabgeordnete zeichnete auch seinen Weg in die Politik nach. Foto: Karin Zelenka

Niemand wird als Politiker geboren. Durch die frühe ehrenamtliche Arbeit, zum Beispiel als Vorstand bei der Feuerwehr, als Ministrant, im Fußballverein oder als Gemeinderat, hat Peter Aumer erkannt, dass er mit und für Menschen arbeiten will. Und als Politiker in Berlin kann er für seine Heimatregion, den Landkreis Regensburg, mitbestimmen und diesen voranbringen. Bis jetzt hat er es nicht bereut, in der Politik tätig zu sein, weil ihm gerade der Kontakt zu den Menschen große Freude bereitet. Der Abgeordnete wünscht sich von der Gesellschaft wieder ein stärkeres Interesse an politischen Themen und forderte die Zuhörer auf, sich aktiv in unsere Demokratie einzubringen.

Im Leben eines Politikers geht es nicht immer nur steil nach oben. Auch Peter Aumer musste im Laufe seiner politischen Karriere Tiefschläge hinnehmen: Wenn man zum Beispiel bei einer wichtigen Wahl als Verlierer hervorgeht. Deswegen gab Aumer den Schülern den Rat, den Kopf niemals in den Sand zu stecken, sondern immer für die gesteckten Ziele zu kämpfen und nicht aufzugeben.

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