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Aktion

Preise für kreative Umweltprojekte

Zum fünften Mal zeichnen VR Bank und MZ regionale Schulen aus. Sie erhalten je 1000 Euro für ihre Projekte.
Von Louisa Knobloch

An der Martini-Schule Freystadt vermarkten die Schüler selbst hergestellten Honig und Seifen. Foto: Melanie Fruth
An der Martini-Schule Freystadt vermarkten die Schüler selbst hergestellten Honig und Seifen. Foto: Melanie Fruth

Regensburg.Das Projekt „Die grüne Hand“ feiert ein kleines Jubiläum: Bereits zum fünften Mal fördert die VR Bank Niederbayern-Oberpfalz in Kooperation mit der Mittelbayerischen Zeitung zehn Umweltprojekte an Schulen in der Region mit jeweils 1000 Euro. Nun hat die Jury getagt – und hatte angesichts der großen Zahl an Bewerbern keine leichte Aufgabe. „Ich bin begeistert, dass es jedes Jahr mehr Schulen werden, die mitmachen“, sagt Michael Zinner, Marketing-Leiter der VR Bank. „Daran sieht man, dass das Thema Umwelt immer wichtiger wird.“

„Ich bin begeistert, dass es jedes Jahr mehr Schulen werden, die mitmachen.“

Michael Zinner, Initiator „Die grüne Hand“

An der Von-der-Tann-Grundschule beschäftigen sich die Kinder mit ihrem Schul-Nussbaum. Foto: Caroline Stopfel
An der Von-der-Tann-Grundschule beschäftigen sich die Kinder mit ihrem Schul-Nussbaum. Foto: Caroline Stopfel

An der Von-der-Tann-Grundschule in Regensburg möchte Lehrerin Caroline Stopfel mit ihrer Übergangsklasse unter dem Titel „Totally nuts – Wir sind verrückt nach unserem Schul-Nussbaum“ ein kleines Buch über den Walnussbaum auf dem Pausenhof erstellen. Die Kinder sollen sich dabei ein ganzes Schuljahr lang intensiv mit dem Baum beschäftigen – von biologischen Aspekten über Bastelarbeiten bis hin zu einem Nuss-Buffet – und ihn so wahrnehmen und schätzen lernen.

Gefördert wird auch das Projekt „Solarboot – Die Sonne treibt uns an“ der Staatlichen FOS/BOS Regensburg. Die Schüler wollen dabei ein Kajak mit einem emissionsfreien Solarantrieb ausrüsten und mit dem Boot an den Deutschen Solarbootmeisterschaften teilnehmen. Handwerkliches Geschick ist auch an der Mittelschule Ensdorf gefragt: Hier werden die Schüler im Frühjahr unter fachmännischer Anleitung aus Weidenzweigen Sitzgelegenheiten für den Pausenhof herstellen.

Natur- und Technikwissen in einem Projekt

Ein Lehrpfad mit den wichtigsten heimischen Baumarten soll an der Mittelschule Neunburg vorm Wald entstehen. Das Besondere: Die Schüler wollen QR-Codes für die Baumarten erstellen. Fotografiert man diese mit dem Smartphone ab, bekommt man eine Beschreibung des jeweiligen Baumes.

Bäume stehen auch im Mittelpunkt des Projekts der Sophie-Scholl-Grundschule Burglengenfeld: Die Schüler wollen in Kooperation mit dem Forstbetrieb Burglengenfeld ein Waldklassenzimmer einrichten und als Unterrichtsraum in der Natur nutzen. An der Mittelschule Dietfurt fertigen die Schüler an einem Projekttag Nistkästen für Eulen und bringen diese gemeinsam mit dem Stadtförster an geeigneten Bäumen an. Auch ein Langzeitmonitoring sei denkbar, schreibt Lehrer Alexander Pöppel.

Schuleigene Produkte in Bio-Qualität

Seit vergangenem Schuljahr betreuen Schüler an der Martini-Schule Freystadt die schuleigenen Bienenvölker. Foto: Melanie Fruth
Seit vergangenem Schuljahr betreuen Schüler an der Martini-Schule Freystadt die schuleigenen Bienenvölker. Foto: Melanie Fruth

An der Martini-Schule Freystadt teilen sich zwei Projekte das Preisgeld: Hier betreuen die Schüler seit dem vergangenen Schuljahr die schuleigenen Bienenvölker. Neben dem Honig werden weitere Produkte wie Liköre, Lippenstifte und Seifen hergestellt und vermarktet. Mit dem Preisgeld sollen die Bio-Zertifizierung bezahlt und weitere Bienenstöcke angeschafft werden. Beim „Rama dama“ im Frühjahr wollen die 5. Klassen der Herzog-Albrecht-Mittelschule die Umgebung vom Müll befreien. Auch im Natur- und Technik-Unterricht ist Müll ein Thema.

Kreativ wird es an der KPO-Mittelschule Bad Kötzting: Beim Projekt „Das grüne Auto“ sind Schüler aller Jahrgangsstufen eingebunden. Ein Autowrack soll entkernt, bepflanzt und auf dem Schulgelände aufgestellt werden. Die Grund- und Mittelschule Lam will eine Energiewerkstatt „Lamer Winkel“ einrichten, in der die Schüler mögliche alternative Energiequellen anschaulich kennenlernen können.

Die Jury: Claudia Bockholt, Michael Zinner Alexandra Bohl und Stefanie Grötsch (v.l.) wählten die Sieger-Projekte aus. Foto: Knobloch
Die Jury: Claudia Bockholt, Michael Zinner Alexandra Bohl und Stefanie Grötsch (v.l.) wählten die Sieger-Projekte aus. Foto: Knobloch

Newsroom-Leiterin Claudia Bockholt, die für die MZ in der Jury saß, lobt die Originalität der Projekte. Im kommenden Jahr soll „Die grüne Hand“ in die nächste Runde gehen.

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