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Interview

Spuren aus der Vergangenheit

Mit der Archäologin Dr. Silvia Codreanu-Windauer sprachen die Schüler über ihren Beruf und das document Niedermünster.
Von der 8. Klasse des Gymnasiums der Regensburger Domspatzen

Dr. Silvia Codreanu-Windauer arbeitet beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Foto: Risto Schürer
Dr. Silvia Codreanu-Windauer arbeitet beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Foto: Risto Schürer

Regensburg.Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?

Ich habe in meiner Kindheit ein Buch über die Entdeckung der Osterinsel gelesen. Davon war ich so beeindruckt, dass ich unbedingt Archäologie studieren wollte.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

Man weiß nie, was einen am nächsten Tag erwartet, und es hat auch sehr viel Reiz, neue Spuren aus der Vergangenheit zu finden. Ich freue mich immer besonders, Schülern wie euch die Vergangenheit nahe zu bringen.

Was steht jetzt eigentlich unter Denkmalschutz?

Auf jeden Fall stehen wichtige Gebäude unter Denkmalschutz, die stellvertretend für ihre Zeit sind. Aber beispielsweise auch ein sogenanntes Bodendenkmal, bei dem alle archäologisch relevanten Schichten dazugehören. Die gesamte Regensburger Altstadt ist ein solches Zeitzeichen. Bei jedem Kanalbau kann man auf Spuren der Römer und des Mittelalters stoßen.

Wie lange arbeiten Sie schon als Archäologin und sind Sie dabei glücklich?

Ja, ich bin ein glücklicher Mensch. Ich arbeite schon fast 33 Jahre in diesem Beruf. Die meiste Zeit davon war ich in Regensburg, welche auch die ideale Stadt für Archäologen ist.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich der Niedermünsterkirche zu widmen?

Es fanden schon 1970 Grabungen im document Niedermünster statt. Auch damals wollte man die Öffentlichkeit dafür begeistern, fand aber keine geeigneten Wege der Vermittlung. Jetzt versuchen wir mit Hilfe von moderner Technik, das Interesse der Bevölkerung zu wecken. Dazu werden auch viele Schulklassen eingeladen.

Wie lange gibt es jetzt schon diese Ausstellung?

Die moderne Gestaltung des documents Niedermünster gibt es seit 2011. Es hat mehrere Jahre gedauert. Zunächst wollten wir nur die Infotafeln erneuern, aber dann ermöglichte moderne Technik eine geeignete Aufbereitung der Thematik. Das Einrichten der Technik nahm natürlich viel Zeit in Anspruch. Insgesamt hat die Ausstellung fast eine halbe Million Euro gekostet. Sie ist immer noch ein Vorzeigeobjekt in ganz Deutschland für archäologische Funde.

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