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Ausflug

Volle Fahrt voraus auf der MS „Renate“

Bei einer Fahrt von Kelheim nach Weltenburg erfuhren Schüler viel über das Unternehmen, das Schiff und die Berufe an Bord.
Von der Klasse M8 der Aventinus-Mittelschule Abensberg

Die Schüler durften Kapitän Andreas Schweiger über die Schulter schauen. Foto: Freyberger
Die Schüler durften Kapitän Andreas Schweiger über die Schulter schauen. Foto: Freyberger

Kelheim.Anfang Mai fuhr die Klasse M8 der Aventinus Mittelschule Abensberg mit ihrem Klassenlehrer Robert Reischl mit dem Schiff „Renate“ der Kelheimer Flotte von der Anlegestelle Kelheim durch den Donaudurchbruch nach Weltenburg. Bereits im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“ im Unterricht mit dem Thema „Donauschifffahrt“ beschäftigt, so dass die Mädchen und Buben einige Fragen an Renate Schweiger vom Unternehmen Personenschifffahrt Schweiger parat hatten.

Nach dem herzlichen Empfang durch Renate Schweiger und ihren Hund Daisy stand eine Schiffserkundung auf dem Programm. Dabei erfuhren die jungen Gäste, dass das Motorschiff (MS) „Renate“ erst im vergangenen Jahr eingetroffen ist und beim Bau des Schiffes besonders darauf geachtet wurde, dass es umweltschonend und energiesparend ist. Renate Schweiger, nach der die MS „Renate“ benannt wurde, informierte die Schülerinnen und Schüler über die Unternehmensgründung im Jahre 1942, sowie über die Größe und das Gewicht des Schiffes.

Strecke ist anspruchsvoll

Die Jugendlichen staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass das Schiff 50 Meter lang und etwa 17 Meter breit ist und die Motoren 500 Kilowatt Leistung aufbringen müssen, um das 500-Tonnen-Schiff zu bewegen.

Anschließend hieß es „Leinen los“ und die Fahrt von Kelheim nach Weltenburg begann. Die rund 45-minütige Hinfahrt nutzten die Schüler, indem sie sich ihre vielen Fragen von Renate Schweiger beantworten ließen und sogar den Kapitän des Schiffes, Andreas Schweiger, kennenlernen durften. Von ihm erfuhren die Abensberger viel über die Funktion des Schiffes, über Sicherheit an Bord und über die allgemeine Schiffstechnik sowie die Fähigkeiten, die ein Kapitän mitbringen sollte.

Die Fahrt von Kelheim nach Weltenburg war ein tolles Erlebnis. Foto: Freyberger
Die Fahrt von Kelheim nach Weltenburg war ein tolles Erlebnis. Foto: Freyberger

Um ein solches Schiff steuern zu können, muss man nämlich zunächst eine dreijährige Berufsausbildung zum Binnenschiffer absolvieren und danach noch einige Jahre Erfahrung sammeln.

Renate Schweiger erklärte, dass die Fahrt von Kelheim nach Weltenburg äußerst anspruchsvoll, fast schon knifflig ist. Der Kapitän muss diese Strecke sehr gut kennen, um die Kiesstrände und Wassersenken gezielt umfahren zu können. Das Unternehmen hat neben dem Kapitän noch weiteres Personal an Bord, zum Beispiel Steuermann, Decksmann, Matrosen oder Bedienungen.

Platz für 500 Passagiere

An Land arbeiten zudem Bürokaufleute, die unter anderem die Buchungen der Passagiere verwalten. Insgesamt beschäftigt die Firma Schweiger derzeit 30 Personen. Die „Renate“ bietet Platz für 500 Personen – 250 in den Salons und 250 auf dem Sonnendeck. Die meisten Ausflüge finden an den Wochenenden statt, da sich hier viele Touristen, aber auch Einheimische das Kloster Weltenburg sowie den weltberühmten, fünf Kilometer langen Donaudurchbruch ansehen wollen. So werden in einem Jahr rund 350 000 Fahrgäste befördert.

Die Fragen der Schüler wurden beantwortet. Foto: Freyberger
Die Fragen der Schüler wurden beantwortet. Foto: Freyberger

Nachdem die Klasse M8 genauestens über das Unternehmen informiert wurde und Renate Schweiger geduldig Frage um Frage beantwortet hatte, genossen die Schülerinnen und Schüler noch das gemütliche Beisammensein auf dem Außendeck, die eindrucksvolle Aussicht sowie die leckeren Brezen und Getränke, die serviert wurden.

Bevor es wieder zurück an die Schule ging, bedankten sich die Klassensprecher bei Renate und Andreas Schweiger für den erlebnisreichen und informativen Tag und das tolle Angebot. In diesem Sinne: „Schiff ahoi“.

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