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Projektwoche

Von der Natur kann man viel lernen

Grundschüler beschäftigten sich mit dem Thema Bionik. Von der Klette hat der Mensch etwa den Klettverschluss abgeschaut.
Von der Klasse 3/4 der Grundschule Hagelstadt

Von der Klette hat der Mensch sich den Klettverschluss abgeschaut. Foto: Alexandra Thannhäuser
Von der Klette hat der Mensch sich den Klettverschluss abgeschaut. Foto: Alexandra Thannhäuser

Hagelstadt.Wie passen Natur und Technik zusammen? Das fragen wir uns zu Beginn unserer Projektwoche. Eine Woche lang dreht sich bei uns in der Schule während der Unterrichtszeit alles um Natur und Technik.

Zu Beginn der Projektwoche treffen sich alle Kinder und Lehrer der Schule in der Aula. Das Thema der Projektwoche wussten wir schon und so können wir unsere eigenen Ideen einbringen. In großer Runde erklären uns unsere Lehrer wie die Woche ablaufen soll. „Die Workshops werden sicher spannend“, meint Bastian. Die Titel klingen jedenfalls toll. Dann dürfen wir uns einen Film über Bionik von der Serie „Löwenzahn“ ansehen. Der ist sehr interessant und erklärt uns genau was Bionik ist. Das Wort Bionik setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Biologie und Technik. Das ist so gemeint, dass Sachen aus der Natur von den Menschen abgeschaut werden und für uns genutzt werden.

Die Grundschüler durften verschiedene Experimente machen. Foto: Alexandra Thannhäuser
Die Grundschüler durften verschiedene Experimente machen. Foto: Alexandra Thannhäuser

Den zweiten Tag beginnen wir in einem der Klassenzimmer. Wir schauen uns ein kurzes Video an, in dem erklärt wird wie man selbst eine Lavalampe baut. Nachdem wir alle eine Plastikflasche mitgebracht haben, kann es in vier Gruppen auch schon losgehen: Zunächst füllen wir mit Hilfe eines Trichters Öl und Wasser (2/3 Öl und 1/3 Wasser) in die Flasche. Dann dürfen wir Lebensmittelfarbe (und wer will Glitzerpulver) dazugeben. Das sieht sehr schön aus, weil sich die Farbe nur im Wasser löst. Aber das beste kommt noch: Wir werfen alle eine Brausetablette in die Flasche. Da beginnt es zu Blubbern wie in einem Vulkan. Das sieht bei jedem etwas anders aus.

Danach teilen wir uns in Kleingruppen auf. Immer vier Kinder (aus jeder Jahrgangsstufe eines) bekommen ein Bionik-Thema. An diesem sollen wir die ganze Woche arbeiten und eine kleine Ausstellung vorbereiten. Ein Beispiel ist die „Klette“. „Diese verfängt sich in der Natur etwa im Fell eines Hundes und so wird der Samen der Pflanze an andere Orte gebracht. Eine Klette hat kleine Widerhaken und hält so sehr gut im Fell. Das haben sich die Menschen abgeschaut und den Klettverschluss daraus entwickelt“, erklärt Nele den anderen in der Gruppe.

Wie bewegt sich ein Regenwurm? Foto: Alexandra Thannhäuser
Wie bewegt sich ein Regenwurm? Foto: Alexandra Thannhäuser

Sehr interessant ist auch der Regenwurm. Bei seiner Fortbewegung wird er, wenn er sich streckt immer dünner und wenn er sich zusammenzieht wieder dicker. Daraus ist die Idee des Dübels entstanden. Damit eine Schraube hält, zieht er sich zusammen. An einem vorbereiteten Brett kann man das gut erkennen. Am Ende der Woche sind 14 Projekte zu sehen. An einem Vormittag können wir uns die ganze Ausstellung ansehen, Dinge ausprobieren und erklären lassen. Auch die Vorschulkinder sind eingeladen. So können sie die Schule auf eine ganz andere Art kennenlernen.

Immer nach der Gruppenarbeit finden Workshops statt. Diese werden von unseren Lehrerinnen angeboten. Auch eine Mutter übernimmt einen Workshop zum Thema Magnetismus. Die Workshops sind sehr vielfältig. In Gruppen zu jeweils 13 bis 15 Kindern dürfen wir zum Beispiel Versuche zum Thema Luft oder Wasser durchführen, Seife selbst herstellen oder am iPad das Programmieren mit der App Scratch-Junior erproben. Auch ein Windrad oder ein Insektenhotel können wir bauen. Die Zweitklässler bauen sich sogar ihren eigenen Vulkan. Das ist wirklich eine tolle Woche!

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