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Einsatz

Wasserschutzpolizei sorgt für Ordnung

Die Beamten sind auf Donau, Naab und Regen unterwegs. Sie kontrollieren Boote und Schiffe, aber auch die Fischerei.
Von der Klasse BST 3 des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums

Die Wasserschutzpolizei hat ein Schiff mit dem sie auf der Donau Streife fährt. Foto: Sebastian Dähne
Die Wasserschutzpolizei hat ein Schiff mit dem sie auf der Donau Streife fährt. Foto: Sebastian Dähne

Regensburg.Wir sind die Berufsschulstufenklasse BST 3 des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums. Wir machen bei dem Projekt ZiS (Zeitung in der Schule) mit. Darum sind wir zur Wasserschutzpolizei Regensburg gefahren.

Die Wasserschutzpolizei befindet sich am Osthafen. Dort haben uns Thomas Schönhütl und sein Kollege Jürgen Kaltenhäuser begrüßt. Thomas Schönhütl ist der Chef der Wasserschutzpolizei. Die beiden Polizisten haben uns herumgeführt. Und uns alles erklärt. Wir durften viele Fotos machen. Und viele Fragen stellen. Darüber wollen wir in einfacher Sprache berichten.

Die Wasserschutzpolizei Regensburg gibt es seit dem Zweiten Weltkrieg. Seit 1990 arbeitet Thomas Schönhütl bei der Wasserschutzpolizei. Er wird unterstützt von sechs Kollegen und zwei Kolleginnen. Gemeinsam lösen sie rund 500 Einsätze pro Jahr. Von Montag bis Freitag arbeiten die Polizisten in zwei Schichten. Am Wochenende ist die Wasserschutzpolizei acht Stunden zu unterschiedlichen Zeiten besetzt. Bei schönem Wetter ist besonders viel los auf der Donau. Dann sind die Polizisten auch mal bis in die Nacht da. Die Wasserschutzpolizei ist jeden Tag einsatzbereit.

Schüler dürfen Teile der Ausrüstung probieren. Foto: Isabella Rupprecht
Schüler dürfen Teile der Ausrüstung probieren. Foto: Isabella Rupprecht

Das Einsatzgebiet der Wasserschutzpolizei ist sehr groß. Es umfasst die Donau von Neustadt a. d. Donau bis kurz vor Straubing. Auch ein Stück der Naab und des Regens gehört dazu. Das ist eine Strecke von 120 Flusskilometern. Zum Einsatzgebiet gehören auch die Ufer und die Wasserschutz-/Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete.

Die Wasserschutzpolizei hat viele verschiedene Aufgaben: Umweltschutz, Kontrolle der Fahrgastschiffe, Kontrolle der Frachtschiffe, Kontrolle von Ruderbooten, Jet-Skis, Sportbooten und Wasserski, Kontrolle der Fischerei, Kontrolle der Wasser- und Naturschutzgebiete. Wenn die Polizisten gerade nicht zu einem Einsatz müssen, dann fahren sie Streife. Mit ihrem Schiff auf dem Wasser und am Ufer mit dem Auto.

Ein Schiff mit Blaulicht

Bei manchen Einsätzen arbeiten die Polizisten mit anderen Profis zusammen. Zum Beispiel mit: Feuerwehr, THW, Rettungsdienst, anderen Polizeistationen. Bei speziellen Einsätzen holen sie auch Spürhunde. Zum Beispiel: Leichenspürhunde, Drogenspürhunde, Sprengstoffspürhunde und Hunde zur Abschreckung oder zum Schutz. Natürlich hat jeder Hund eine Ausbildung. Er kommt immer mit seinem Hundeführer zum Einsatz.

Die Polizisten der Wasserschutzpolizei haben die gleiche Ausrüstung wie die Streifenpolizisten. Dazu gehört: Pfefferspray, Handschellen, Pistole, Waffengurt, Munition, Waffenhalter, Funkgerät, Schlagstock, Elektroschocker, kugelsichere Weste, Schutzhelm, Schulterschutz.

Die Schüler besichtigten das Dienstschiff der Wasserschutzpolizei. Foto: Robert Haas
Die Schüler besichtigten das Dienstschiff der Wasserschutzpolizei. Foto: Robert Haas

Die Wasserschutzpolizei hat aber auch noch eine spezielle Ausrüstung: ein großes Schiff. Das Schiff heißt: WSP 12. Darauf befinden sich Schwimmwesten, Rettungsring, Funk, Radar, Blaulicht. Es gibt sogar eine Toilette und eine kleine Kabine mit Bett.

Zusätzliche Ausbildung nötig

Wie wird man Wasserschutz-Polizist? Zuerst muss jeder Polizist die normale Polizeiausbildung machen. Wenn man zur Wasserschutzpolizei möchte, muss man noch eine zusätzliche Ausbildung machen. Sie dauert drei Jahre. Die Polizisten lernen nicht nur das Fahren mit dem Schiff. Und die Verkehrsregeln auf dem Wasser. Sie lernen und üben alles, was sie in ihrem Beruf brauchen.

Thomas Schönhütl hat uns viel von seinen Einsätzen erzählt. Er berichtete von einer Person, die in einem Elektro-Rollstuhl saß. Vor ungefähr 20 Jahren verschwand die Person mit ihrem Rollstuhl spurlos. Sie wurde das letzte Mal auf einer Brücke gesehen. Dann stürzte sie mit ihrem Rollstuhl ins Wasser. Keiner hat sie je wieder gesehen. Die Wasserschutzpolizei suchte nach ihr ohne Erfolg. Die Person und der Rollstuhl blieben bis heute verschwunden. Man vermutet: der Rollstuhlfahrer wurde in einem Strudel nach unten gezogen. Strudel werden durch die Schiffsmotoren erzeugt. Ein Elektro-Rollstuhl ist sehr schwer. Wahrscheinlich wurde er vom Sand überspült und vergraben. Es könnte sein, dass das Skelett noch am Grund des Wassers liegt.

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