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Sage

Weiße Frau lässt die Fantasie sprudeln

Nach einem Besuch auf Burg Wolfsegg schreiben Drittklässler eigene Geschichten über die geheimnisvolle Spukgestalt.
Von der Klasse 3a der Laßlebenschule Kallmünz

Eine Szene aus dem Freilichtspiel „Das Geheimnis der Weißen Frau“ auf Burg Wolfsegg Foto: Alfons Beck/MZ-Archiv
Eine Szene aus dem Freilichtspiel „Das Geheimnis der Weißen Frau“ auf Burg Wolfsegg Foto: Alfons Beck/MZ-Archiv

Wolfsegg.Vor einigen Wochen wurde die Burg Wolfsegg wieder der Öffentlichkeit übergeben. Wir, die Klasse 3a, erkundeten die neu sanierte Burg. Besonders interessierten uns die Erzählungen um den Burgherren Ulrich von Laaber und seine Gemahlin Gräfin Klara von Helfenstein, die, laut Überlieferung, im 15. Jahrhundert auf der Burg ermordet wurde. Darüber gibt es viele schaurige Sagen und Erzählungen, die sich zum Beispiel um die Lichterscheinung der Weißen Frau ranken.

Wir verfassten darüber mit viel Fantasie Spukgeschichten, von denen wir hier einige vorstellen:

Spuk im Schloss

Es war einmal ein Burgherr namens Ulrich von Laaber. Er lebte mit seiner Frau, Gräfin Klara von Helfenstein, vor ungefähr 600 Jahren in der Burg Wolfsegg. Die Burg lag tief im Wald versteckt. Es kam kaum jemand vorbei, so abgelegen und ungestört von allem konnten sie damals leben.

Alle schliefen auf der Burg. Plötzlich klopfte es an der Tür der Gräfin. Da schwebte in einem rasenden Tempo eine schwarze Gestalt mit einer Sense ins Zimmer. Die Burgherrin bemerkte es sofort und schrie völlig außer sich so laut es ging, so dass der Burgherr davon erwachte. Er rannte in das Gemach der Gräfin so schnell er konnte und rief augenblicklich eine Truppe Wachen. Aber es war zu spät! Die Gräfin lag tot im Bett.

Bevor die Wachleute kamen, griff er ohne zu überlegen hastig nach der Sense. Die Wachen dachten in dem Moment, als sie ihn sahen, er wäre das Schreckgespenst. Schließlich wurde er abgeführt und ins Verlies gesperrt und nur mit trockenem Brot und Wasser versorgt. Ein Jahr später, am Todestag von Klara, war alles anders. Es spukte wieder in der Burg und man sah eine Weiße Gestalt als Lichterscheinung wie eine Nebelschwade herumgeistern. Dies wiederholte sich oft in verschiedener Weise, wie heute noch erzählt wird.

(Von Anabel, Anna, Larissa Sch., Moritz, Romy)

Die Burg Wolfsegg erstrahlt im neuem Glanz. Foto: Wolfgang Söllner
Die Burg Wolfsegg erstrahlt im neuem Glanz. Foto: Wolfgang Söllner

Der qualvolle Tod

Es war einmal vor ungefähr 600 Jahren ein junges Mädchen namens Klara. Es wuchs auf der Burg Wolfsegg auf. Als sie endlich erwachsen war, verliebte sie sich in den jungen Burgherrn Ulrich von Laaber. Sie heirateten und bekamen zwei Söhne. Ulrich war aber oft auf Geschäftsreisen. Klara brauchte Unterhaltung! So kam es, dass sie sich in den Hammerherrn von Heitzenhofen verliebte. Sie hatten ein Techtelmechtel. Als Burgherr Ulrich davon erfuhr, reagierte er sehr zornig und befahl zwei Bauernjungen, die Gräfin zu ermorden. Als sich Klara von Helfenstein eines Abends schlafen legte, kamen sie Punkt 24 Uhr, um Mitternacht, durch die Burg gestürmt mit einem Schwert, das eine rattenscharfe Klinge besaß.

Sie rissen die Tür des Schlafgemachs der Gräfin auf und es ging alles rasant schnell vor sich. Klara lag blutüberströmt und leblos in ihrem Bett. Ulrich war alles egal. Er holte sich eine andere Frau an seine Seite.

(Von Finja, Ida, Jara, Johanna, Larissa Z.)

Das Geheimnis der unheimlichen Frau

Eines Nachts sah die Nachtwache einen weißen Nebel im Burghof hektisch herumschweben. Die Wachposten schlugen die Augen auf und fühlten sich plötzlich hellwach. Einer stammelte: „Das ist doch die gruselige Weiße Frau, die Klara von Helfenstein!“ Die Weiße Frau sah sie und sperrte sie noch in derselben Nacht ein. Der Burgherr schaute am Tag darauf in das Verlies und sah die Nachtwache tot am Boden liegen. Er erschrak so sehr, dass er beinahe über seine eigenen Füße stolperte. Sofort informierte er alle aus Wolfsegg. Das Geheimnis der Weißen Frau war, dass sie sich rächen wollte, denn als sie noch lebte, brachte sie jemand um. Seitdem spukt es jede Nacht und mit jeder Nacht verschwand einer auf der Burg.

(Von Elias, Johannes, Korbinian, Leopold, Sebastian, Timo)

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