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Klinikum Neumarkt bekommt endlich Kinderstation

Das Ehepaar Donauer ermöglicht mit einer weiteren Stiftung einen Neubau für eine Kinderstation in Neumarkt.
Von Helma Fuchs

Neumarkt. „Der ganze Landkreis freut sich: Die größte Herausforderung der letzten Jahre wird am heutigen Tag unterschrieben“, so Landrat Albert Löhner, über den tollen Erfolg des Klinikums Neumarkt. Nach jahrzehntelangem Tauziehen entsteht jetzt eine Kinderstation mit zehn Betten. Der Neubau dafür wird durch eine erneute Stiftung der Eheleute Donauer aus Pilsach finanziert. Der Vorstand des Klinikums Neumarkt, Peter Weymayr, hat gemeinsam mit dem Ehepaar Donauer „Einiges gestemmt“ und ist glücklich, dass jetzt endlich ein „Herzenswunsch der Bürger in Erfüllung geht“.

In der Tat: Lange hat man in Neumarkt für eine Kinderstation gekämpft, jetzt gab es endlich grünes Licht vom Krankenhausplanungsausschuss im Bayerischen Staatsministerium. So kann die Außenstelle der Nürnberger Kinderklinik in Neumarkt gebaut werden. Damit können die Neumarkter Säuglinge, Kinder und Jugendlichen endlich wohnortnah stationär versorgt werden. Geplant sind zehn Betten und eine Kindernotfallambulanz, die eine 24-Stunden-Versorgung garantiert. Prof. Dr. Schiffmann aus Nürnberg verspricht „eine hochwertige und vollwertige Versorgung von kranken Kindern“. Ein Facharzt aus Nürnberg wird immer vor Ort sein. Das Klinikum Neumarkt stellt die Pflegekräfte und die Räumlichkeiten.

Auch für Prof. Dr. Heinz Scholz, Chefarzt der Gynäkologie in Neumarkt geht ein persönlicher Traum in Erfüllung. Er lobt die modellhafte Kooperation zwischen den Kliniken und schätzt die deutliche Aufwertung für die Geburtsthilfe in Neumarkt: „Künftig können die Neugeborenen nicht nur in Akutsituationen exzellent versorgt werden.“ Laut Dr. Alfred Estelmann, Vorstand der Klinik Nürnberg, ist die Kooperation eine „faire Partnerschaft auf Augenhöhe“, in die auch die niedergelassenen Kinderärzte aus der Region eingebunden werden sollen – die Verhandlung laufen.

Ein Glücksfall für Neumarkt ist die Stiftung der Eheleute Donauer, durch die bereits im Jahr 2008 die Palliativstation in Neumarkt finanziert wurde. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Beiden wäre die Realisierung des Projektes „Kinderstation“ nicht möglich gewesen, da keine Fördermittel des Freistaates zur Verfügung stehen. Leokadia und Johann Donauer ist es eine „Herzensangelegenheit“ bei der Etablierung einer Kinderstation am Klinikum Neumarkt zu helfen. Der Neubau ist als dreigeschossiges Gebäude direkt im Anschluss an das 2008 eröffnete Stiftungsgebäude an der Nürnberger Straße geplant. Es soll auf dem bisherigen Parkplatz gebaut werden und wird mit einer Investitionssumme von sechs bis sieben Millionen veranschlagt. Der Zeitplan für die Realisierung des fantastischen Projekts steht: Bereits in den kommenden Wochen sollen die Bagger anrollen und im Sommer des Jahres 2013 möchte man das zweite Stiftungsgebäude eröffnen.

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