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Kultlokal Baanthai lebt in einem Kochbuch weiter

Aufwendige Illustrationen regen den Appetit auf thailändische Kochkunst an. Illustration: Gisela Goppel

Regensburg. Auf den Tag genau vor zwei Jahren, am 10. April 2011, verließen die letzten Gäste das Baanthai. Das thailändische Wirtshaus beim Dörnbergpark war in den 30 Jahren seines Bestehens legendär geworden. Schuld daran war neben thailändischen Speisen und pikanten Gerüchen jahrelang vor allem sein Wirt: Chailerd Topernpong war mit seiner stets guten Laune und seinem unverwechselbaren Lachen zum Regensburger Original geworden. Als er 2007 völlig überraschend starb, führten seine Frau Maria und Sohn Florian das Baanthai noch vier Jahre weiter.

Die Rezepte schrieb Florian Topernpong auf. Und gemeinsam mit seiner Freundin Gisela Goppel kam ihm im vergangenen Jahr die Idee, wie die Erinnerung an das weithin bekannte Regensburger Thairestaurant weiterleben kann: Das Paar plante „Das (Baan)Thai-Kochbuch“. Florian Topernpong arbeitet seit zehn Jahren als Grafikdesigner, Gisela Goppel ist erfolgreiche Illustratorin.

Im Gespräch mit einer Berliner Verlegerin reifte die Idee. Es folgten vier intensive Monate. Florian Topernpong sichtete die Rezepte und probierte sie mit seiner Freundin aus. Gleichzeitig schrieb Florian Topernpong die Texte, während Gisela Goppel die detailreichen und wunderschönen Illustrationen entstehen ließ. „Das Kochbuch ist strukturiert wie die Baanthai-Speisekarte“, erklärt Florian Topernpong den Aufbau. Zuerst findet man darin die Grundrezepte, danach die Suppen und die Vorspeisen, bevor die Rezepte für Wokgerichte, Fisch und Meeresfrüchte, Currys und die im Baanthai servierten Familienessen, wie Schweinshaxe Thaiart oder auch Großmutters Ingwerfisch, erklärt werden.

Abgerundet wird das Kochbuch mit Geschichten und Anekdoten aus dem Restaurant seines Vaters, die Florian Topernpong aufgesaugt hatte, als der Gastraum noch sein Wohnzimmer war und er in der Küche beim Schnippeln half.

Anders als viele Kochbücher lebt „Das (Baan)Thaikochbuch“ nicht von Produktfotos, „die so aussehen, wie man das selbst eh nie hinbekommt“, so Gisela Goppel. Ihre liebevollen Illustrationen bieten „einen emotionalen Zugang“, wie sie es nennt, zur thailändischen Küche, dem Land und aber auch zum Baanthai Restaurant. Für viele ehemalige Gäste wird das Stammlokal so gedruckt weiterleben. Und damit die traditionellen Thaigerichte wie auch die unverwechselbaren Baanthai-Kreationen noch lange verköstigt werden, bieten Florian Topernpong und seine Mutter Maria ab Mitte April auch Kochkurse an, in denen sie die Thaiküche vermitteln. So wird das legendäre Lokal noch lange weiterbestehen, auch wenn die unverwechselbaren Düfte und das Lachen des Wirts längst ausgezogen sind.

Infos auf www.das-baanthai-kochbuch.de

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