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Andrea Berg holt Fans emotional ab

Die Schlager-Queen kommt am 8. März nach Regensburg. Wir sprachen mit ihr übers Leben, den Erfolg und ihre Bodenhaftung.
Von Angelika Lukesch

Andrea Berg gibt auch bei den Proben zu ihrer neuen Tournee alles.  Foto: Pressefotografie Alexander Beche
Andrea Berg gibt auch bei den Proben zu ihrer neuen Tournee alles. Foto: Pressefotografie Alexander Beche

Regensburg.„Mosaik“ heißt das neueste Album von Schlagersängerin Andrea Berg. Anfang November veröffentlichte sie eine Gold-Edition, inklusive fünf neuer Titel und Remix-Versionen. Auf der Tour zum Album wird sie auch Regensburg einen Besuch abstatten.

Am liebsten würde sie sofort in die Tournee starten, sagt sie im Gespräch mit der Mittelbayerischen. Außerdem offenbart sie, dass sie privat gar nicht so viel Musik hört und was für sie Heimat bedeutet.

Sind Sie noch dieselbe Andrea Berg wie die, die 1992 die ersten Songs einspielte?

Ich betrachte die Dinge souveräner als noch vor 20 Jahren und habe gelernt, auch mal Nein zu sagen. Heute mache ich nur noch die Dinge, von denen ich wirklich überzeugt bin und auf die ich Lust habe. Die Songzeilen von „Mosaik“ beschreiben es ganz gut: „Ich bin frei ohne Wenn und Aber, pfeif auf das Gezeter und Gelaber, trag mit Stolz die Schrammen und die Narben.“ Früher hätte ich es mir beispielsweise viel mehr zu Herzen genommen, wenn jemand meine Outfits oder meine Musik kritisiert. Mit solchen Nebensächlichkeiten möchte ich mich heute nicht mehr herumärgern, dafür ist mir die Zeit einfach viel zu wertvoll.

„Wenn ich außer der Musik keinen Lebensinhalt gehabt hätte, wäre die Energie über 25 Jahre hinweg, so glaube ich, nicht da gewesen.“

Was macht der große, langandauernde Erfolg mit einem Menschen?

Ich habe die Musik nie als meinen Beruf, sondern als mein Hobby und meine Leidenschaft gesehen. Krankenschwester habe ich gelernt, heute bin ich Wirtin, Hausfrau, Tierpflegerin, Mutter und Ehefrau. Wenn ich außer der Musik keinen Lebensinhalt gehabt hätte, wäre die Energie über 25 Jahre hinweg, so glaube ich, nicht da gewesen.

Wie schaffen Sie es, Bodenhaftung zu behalten?

Mein Vater hat mich gelehrt: Niemand kann sich auf irgendwas etwas einbilden, niemand weiß, wie lange er bleiben kann. Meine Tätigkeit in der Klinik und im Hospiz hat mich menschlich sehr geprägt und mir die Begrenztheit des Seins deutlich gemacht. Das waren für mich unschätzbar wertvolle Erfahrungen.

Was wollen Sie den Menschen mit Ihren Liedern geben?
Auf was können sich die Konzertbesucher freuen?

Als ich nach der Veröffentlichung meines aktuellen Albums „Mosaik“ unterwegs auf Fantour durch Deutschland war, sind die Leute gekommen und haben mir berichtet, wie viel Kraft sie in schwierigen Situationen aus meiner Musik schöpfen. Für mich sind das immer wieder tief berührende Erlebnisse. Der eine möchte vielleicht einfach nur abtanzen und feiern, der andere findet in einem Song Trost in seinem Schmerz oder der Trauer. Jeder nimmt sich das musikalische Mosaiksteinchen, welches er in seiner persönlichen Situation gerade benötigt.
Es wird im Konzert vier verschiedene Themenwelten geben, durch die wir gemeinsam mit den Besuchern reisen werden. Wir gehen durch einen Zauberwald in eine etwas dramatischere, düstere Welt, von dort aus weiter in eine Sternenträumerwelt, bis wir schließlich in die unendlichen Weiten gelangen. Das Amulett des „Mosaik“-Albumcovers symbolisiert die Insel an der Frontseite unseres Bühnenstegs. Auch das Bett, das die Fans von den Booklet-Bildern zum Song „Die geheimen Träumer“ kennen, spielt in unserer Show eine wichtige Rolle. Wir wollen die Besucher emotional abholen und mit einem positiven Gefühl wieder nach Hause gehen lassen. Die Botschaft lautet: Gemeinsam feiern wir das Leben!

Was mögen Sie daran, auf Tournee zu gehen?

Für viele hören sich 31 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz innerhalb von drei Monaten vielleicht nach purem Stress an. Ich empfinde es aber als ganz großes Geschenk, weil ich voller Lebensfreude bin, neben der Musik ein ganz normales Leben führe, aus dem wir dann ausbrechen, wenn wir auf Tour gehen. Dazu kommt mein tolles Team um mich herum, wir sind praktisch wie ein großer Wanderzirkus. Das alles trägt mich und deshalb würde ich lieber heute als morgen mit unserer Mosaik-Live-Arena-Tour starten.

„Regensburg ist eine wunderschöne Stadt mit so vielen tollen Sehenswürdigkeiten, gleichzeitig aber auch verborgenen Ecken, an denen man gut zur Ruhe kommen kann.“

Wie entspannen Sie sich am Besten?

Ich stehe jeden Morgen um sieben Uhr auf, weil ich einfach keine Zeit verschenken möchte. Es ist immer wieder ein wunderschöner Moment, von unserem Balkon aus über das Gelände unseres Hotels zu blicken und dabei die vielen Tiere und die Natur zu bestaunen. Ohnehin bin ich sehr gerne draußen unterwegs, sei es mal zum Joggen, oder mal beim gemeinsamen Spaziergang mit meinem Mann Uli und unseren Hunden oder ein anderes Mal beim Fußball bei der SG Sonnenhof Großaspach. Gerade die freien Tage während der Tour versuche ich ganz bewusst zu nutzen. Heimat ist für mich der Kraftplatz, dort kann ich am besten Energie für neue Aufgaben tanken.

Mit der MZ zu Andrea Berg

  • Erfolge:

    Andrea Berg veröffentlichte 2013 ein Album in Dänemark, das auf Platz 1 der dänischen Albumcharts aufstieg. In der Schweiz erreichte die Musik von Andrea Berg die Hitparade. Manchmal hatte Berg vier Songs gleichzeitig in den Hitlisten.

  • Ehrungen:

    Das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt Berg 2008 für ihre langjährige Hospizarbeit. Sie erhielt die Auszeichnung von Bundespräsident Horst Köhler. Sie trägt auch den Landesverdienstorden von Nordrhein-Westfalen.

  • Verlosung:

    Abholen zum und Heimbringen vom Konzert inkl. Sitzplatzkarten für eine Person plus drei Freunde (max. 100 km im Umkreis). Teilnahme: E-Mail bis 15. November, Betreff: Andrea Berg, an gewinnspiel@mittelbayerische.de

Was bedeutet Musik für Sie? Welche Musik hören Sie privat?

Musik ist weitaus mehr als das, was aus den Boxen kommt. Musik ist ein Gefühl, das für alle spürbar ist – sie bewegt Menschen. Privat höre ich wenig Musik, ich genieße gerne die Stille.

Mögen Sie Bayern?

Regensburg ist eine wunderschöne Stadt mit so vielen tollen Sehenswürdigkeiten, gleichzeitig aber auch verborgenen Ecken, an denen man gut zur Ruhe kommen kann. Als sehr naturverbundener Mensch schätze ich an Bayern vor allem die tolle Landschaft, mag aber auch die Kultur, Gastfreundschaft und das leckere Essen – auch wenn ich den Schweinebraten während der Tour leider von meinem Speiseplan streichen musste (lacht).

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