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Bewegend

Nachruf

REGENSBURG. Wolfgang Grimm ist tot. Der Schock in der kleinen Regensburger Kunst-Szene ist auch Tage danach überall spürbar.

Grimm gehörte zu denen, die über die Jahrzehnte hin „zählten“ und viel bewegten. Sein Werk ist groß, unüberschaubar. Sein Lebens- und Arbeitsstil war stets exzessiv; er schonte sich nicht, er „brannte“. In den letzten Jahren zermürbte ihn eine Krankheit, aber vielleicht mehr noch die glatte Gleichgültigkeit einer Öffentlichkeit, die sich gern mit Kunst schmückt, aber in Wahrheit von ihren Inhalten und den Bedingungen künstlerischer Produktivität wenig oder nichts wissen will.

Seit 1994 leitete er die „Fantasie-Werkstatt“ an der Montessori-Schule. 2002 wurde der frühere „Kunst-Werker“ Grimm zusammen mit Ex-„Vogel“ Jürgen Huber Gründungsmitglied des Kunstvereins GRAZ.

Im GRAZ-Gebäude mitten im Niemandsland der Gleisanlagen hatte Grimm seit Jahren nicht nur sein Atelier, er wohnte dort auch. Leben und Arbeiten waren für ihn immer weniger zu trennen.Helmut Hein

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