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Buchmesse mit Besucherrekord

Das viertägige Frühjahrstreffen der Buchbranche endete am Sonntag. Rund 168.000 Menschen haben die Buchmesse besucht. Das ist neuer Rekord.

Messebesucher stöbern am Stand des Verlags GU auf der Buchmesse Leipzig. Vom 14. bis 17. März präsentieren sich auf der Messe über 2000 Verlage aus 43 Ländern mit ihren Neuerscheinungen. Foto: Jan Woitas/dpa

Leipzig. Mit rund 168.000 Besuchern hat die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr einen Rekord aufgestellt. Das viertägige Frühjahrstreffen der Buchbranche endete am Sonntag. „Das Buch in seiner Vielfalt steht ungebrochen bei den Lesern hoch im Kurs“, teilte die Messe am Abschlusstag mit. 2012 waren noch 163.500 Besucher gezählt worden.

Dass die Leipziger Buchmesse von Jahr zu Jahr mehr Besucher anzieht, stimmt die Branche optimistisch. Es sei ein schwungvoller Start ins Bücherjahr gewesen, bilanzierte Alexander Skipis, der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Nächstes großes Branchenereignis ist die weltgrößte Buchmesse in Frankfurt vom 9. bis 13. Oktober. Die Leipziger Buchmesse findet wieder vom 13. bis 16. März 2014 statt.

An vier Tagen hatten sich in Leipzig 2069 Aussteller aus 43 Ländern präsentiert. Das Feedback der Aussteller sei durchweg positiv, erklärte Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. Unter den 168.000 Besuchern seien etwa 50.000 Fachbesucher gewesen. In einer Befragung hätten die Verlage erklärt, in Leipzig auf ein sehr neugieriges Publikum zu treffen. „Wir sind mit dem Messeverlauf hochzufrieden“, erklärte Buhl-Wagner.

Messe richtet teilweise „Einbahnstraßen“ ein

Der Börsenverein nutzte die Leipziger Buchmesse, um eine neue bundesweite Werbekampagne für das Bücherlesen zu starten. „Vorsicht Buch!“, so der Titel, sei sehr positiv aufgenommen worden, erklärte Sikpis am Sonntag. Vor allem der kriselnde stationäre Buchhandel soll mit der Kampagne unterstützt werden.

Bei den Ausstellern auf der nach Frankfurt zweitgrößten deutschen Buchmesse herrschte nach vier Tagen eine positive Stimmung. „Es war wunderbar. Die Messe war voll. Die Leute lesen nach wie vor“, sagte etwa Marietta Frick am Stand des Verlages dtv. Auch andere Verlage berichteten von einem großen Andrang eines lesefreudigen Publikums.

Am besucherstärksten Tag am Samstag war es in den Hallen teilweise eng geworden. Die Messe richtete „Einbahnstraßen“ ein, um die Besucherströme zu lenken. Buchmesse-Direktor Oliver Zille nahm den Ansturm jedoch gelassen: „Es ist ein großes psychologisches Element: Auf einer Publikumsmesse muss auch was los sein“, sagte er.

Auch das Begleitprogramm „Leipzig liest“ – inzwischen Europas größtes Lesefestival – wurde von den Bücherfreunden gut angenommen. Zahlreiche Lesungen an vielen verschiedenen Orten in Leipzig waren rappelvoll. Gelegentlich –wie beim Auftritt von Michail Gorbatschow in einer Kirche – musste sogar Publikum abgewiesen werden. An „Leipzig liest“ und der Buchmesse hatten sich rund 2900 Autoren beteiligt. (dpa)

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